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Regionalliga-Team Tri Post Trier legt Grundstein als Dritte

Triathlon : Grundstein gelegt: Tri-Post-Regionalligateam Dritte

Der erste deutsche Triathlon-Wettkampf des Jahres fand mit erfolgreicher Trierer Beteiligung in Darmstadt als sogenannter Swim & Run statt. Außer der Regionalliga-Mannschaft war auch Rebecca Bierbrauer erfolgreich.

2019 schaffte das zweite Triathlon-Team von Tri Post Trier als Gewinner der ersten RTV-Liga den Regionalliga-Aufstieg. Mit einem Jahr Verspätung gab die Mannschaft ihre Visitenkarte in der dritthöchsten nationalen Liga ab. Nach dem dritten Platz beim Saison-Auftakt in Darmstadt am Palmsonntag hat die „Reserve“ der Trierer Bundesliga-Mannschaft gezeigt, dass sie sich nach oben orientiert. Giulio Ehses war schnellster Trierer in der Liga-Wertung. Aber zwei Nachwuchsathleten ließen im Rahmen eines Ländervergleichskampfs aufhorchen.

Rebecca Bierbrauer untermauerte als zweitplatzierte der Jugend A (Jahrgänge 2004/05) beim Ländervergleich, dass sie zur deutschen Nachwuchsspitze zählt. Nur Filipa Herrmann aus Stolberg (Nordrhein-Westfalen) war in 25:07 Minuten schneller als Bierbrauer (26:00). Den geforderten Fünf-Kilometer-Lauf absolvierte nur die ein Jahr ältere U-20-Juniorin Jule Behrens (Darmstadt) mit 18:06 Minuten schneller als die Tri-Post-Athletin (18:24). „Laufen war super. Schwimmen eine Katastrophe“, kommentierte Bierbrauer. Ihr Trainer Marc Pschebizin weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die in Essen trainierende Herrmann anders als Bierbrauer bis zu sechs Mal pro Woche schwimmen könne.

Pschebizins Schützling Julius Laudagé konnte die Defizite aufgrund fehlender Trainingsmöglichkeiten im Wasser besser ausgleichen. Der wie Bierbrauer 16 Jahre alte Nachwuchstriathlet aus dem Westerwald, der im Sommer das PSD Bank Team Tri Post Trier in der Bitburger-0,0%-Bundesliga unterstützen soll, belegte im Ländervergleichskampf der Jugend A hinter Lukas Meckel (Witten/22:52 Minuten) den zweiten Platz. Mit 23:34 Minuten steht Laudagé sogar mit einer um vier Sekunden besseren Zeit in den Ergebnislisten als Giulio Ehses (23:38).

Doch der ehemalige Nachwuchs-Nationalmannschaftsathlet, der nach absolvierten Abitur in Potsdam wieder zu Tri Post Trier zurückgekehrt ist, bekam wegen zu langsamen Wechsels vom Schwimmen zum Laufen 13 Sekunden Zeitstrafe aufgebrummt. „Man hatte fünf Minuten zum Umziehen. Ich habe da keinen Stress gemacht und war am Ende 13 Sekunden drüber“, erklärt Ehses. Für die Regionalliga-Wertung war das am Ende irrelevant. Der Darmstädter Lokalmatador Mika Noodt (22:31) hatte rund eine Minute Vorsprung. „Wenn man bedenkt, dass ich erst seit fünf Wochen in der laufspezifischen Vorbereitung bin und dieses Jahr erst fünf- oder sechsmal Schwimmen war, war das okay“, sagte der 21 Jahre alte Ehses.

Zufrieden zeigte sich auch Andreas Theobald als Fünftplatzierter (24:11). „Es hat super viel Spaß gemacht, zusammen mit dem Team, nochmal Wettkampfluft zu schnuppern“, sagte der 28 Jahre alte Routinier und lobte die die Renn-Organisatoren des DSW Darmstadt: „Das Rennen war klasse organisiert und mit dem Hygienekonzept konnte ein super sicheres Rennen ausgetragen werden.“

Komplettiert von Timo Spitzhorn auf dem 15. Platz (25:37), Jonas Horn (35. in 27:49) und Nikolai Haase (44. in 29:46) belegte Tri Post Trier 21 Punkte hinter KSV Baunatal und neun Punkte hinter Darmstadt den dritten Platz in der Regonalligawertung. „Der Grundstein für die Saison ist gelegt. Wir hoffen, dass wir  auch beim nächsten Wettkampf in Kinzigtal am 2. Mai ein so stark besetztes Team an den Start bringen können“, sagt Teamleiter Michael Schlösser. Bis Ende Mai dürften auch die Trierer Bundesliga-Athleten wie Ehses froh sein über jeden Wettkampfreiz. In diesen Zeitraum fällt auch der dritte der fünf Regionalliga-Rennen. Der Bundesliga-Auftakt ist für das erste Juni-Wochenende in Berlin geplant.

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