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Samuel Fitw (LG Vulkaneifel) ist einer von 20 Kandidaten fürs EM-Podium

Crosslauf-EM : Samuel Fitwi einer von 20 Kandidaten fürs EM-Podium

Bei seinen dritten Crosslauf-Europameisterschaften am Sonntag (12.12.) in Dublin würde Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel gerne eine Medaille für Deutschland gewinnen. Aber das Feld ist sehr stark besetzt. Mit Konstanze Klosterhalfen haben die deutschen Frauen ein heißes Eisen im Feuer.

Aller guten Dinge sollen ja drei sein, aber für Samuel Fitwi wird es bei seinem dritten Start bei einer Crosslauf-EM schwer, die Ergebnisse seiner ersten beiden Teilnahmen zu übertreffen. 2018, beim ersten Start des gebürtigen Eritreers im deutschen Nationaltrikot, wurde Fitwi U-23-Vizeeuropameister. Ein Jahr später erreichte der Läufer der LG Vulkaneifel als Sechster des Männer-Rennens die bisher beste Platzierung eines Deutschen seit diese EM 1994 erstmals ausgetragen wurde.

Der Mann, der Fitwi vor drei Jahren den U23-EM-Titel wegschnappte, gehört am Sonntag bei den 27. Cross-Europameisterschaften zum Favoritenkreis im Männer-Rennen über zehn Kilometer: Jimmy Gressier. Der 24-Jährige gewann dreimal in Folge den U-23-Titel und führt das französische Team an. Gressier ist nach Meinung von Fitwi-Trainer Yannik Duppich aber nur einer von etwa 20 Läufern (insgesamt 95 Teilnehmer im Männer-Rennen), die für einen Podiums-Platz infrage kommen. Dazu gehören auch die Ingebrigtsen-Brüder Filip und Jakob aus Norwegen. 1500-Meter-Olympiasieger Jakob Ingebrigtsen könnte mit seinen 21 Jahren auch das U-23-Rennen bestreiten, strebt nach vier U-20-Titeln in Folge (2016-19) gleich in der Hauptklasse nach dem Sieg. Den würde sich auch gerne der zweimalige Trierer Silvesterlauf-Gewinner (2018/19) Isaac Kimeli sichern. Der 27-Jährige war vor drei Jahren schon einmal Vizeeuropameister - hinter Filip Ingebrigtsen.

Warum die Konkurrenz im Crosslauf so groß ist? Jede Nation darf bis zu sechs Starter für die einzelnen Rennen nominieren und anders als im Stadion oder beim Straßenlauf, wo sich die Teilnehmer über mehrere Distanzen verteilen, treffen alle in einem Lauf aufeinander.

Wichtig wird am Sonntag die Beschaffenheit des Untergrunds. „Es kommt darauf an, wie das Wetter wird“, glaubt Fitwi. „Für mich ist es besser, wenn es matschig wird, denn es gibt Einige, die können nicht gut durch Matsch laufen.“ Auch Duppich, der vor wenigen Tagen zum ersten Mal Vater geworden ist und wegen der Corona-Pandemie nicht nach Irland reist, hofft auf Regen. Der Golfplatz, über den der EM-Parcours führt, ist mit seinen gepflegten Rasenflächen und nur wenigen Steigungen sonst ein Hochgeschwindigkeitskurs.

Das könnte vielleicht Konstanze Klosterhalfen entgegen kommen. Nach vier Jahren ist die deutsche Rekordläuferin (zuletzt verbesserte die 24-Jährige im Trierer Moselstadion die nationale 2000-Meter-Bestzeit) erstmals wieder bei Crosslauf-Europameisterschaften dabei. Die 5000-Meter-WM-Dritte, die wie Kimeli zweimal den Trierer Silvesterlauf gewonnen (2016/17) hat, wird als Medaillenkandidatin gehandelt - und mit ihr das deutschen Frauen-Team.

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 Samuel Fitwi  von der LG Vulkaneifel gehört bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Dublin zum großen Kandidatenkreis für einen Podiumsplatz.
Samuel Fitwi  von der LG Vulkaneifel gehört bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Dublin zum großen Kandidatenkreis für einen Podiumsplatz. Foto: Holger Teusch

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