Samuel Fitwi krallt sich Fleschens Uralt-Rekord

Deutsche Meisterschaft 10 000 Meter : Samuel Fitwi krallt sich Fleschens Uralt-Rekord

Der Läufer der LG Vulkaneifel darf nach dem vierten Platz bei den deutschen 10 000-Meter-Meisterschaften auf die Nominierung für den Europacup in London hoffen.

Nach mehr als 40 Jahren ist Karl Fleschen seinen Bezirksrekord über 10 000 Meter los! Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel (LGV) blieb am Samstagabend bei den deutschen Meisterschaften über die 25 Stadionrunden in 28:52,03 Minuten als erster Läufer der Region Trier unter 29 Minuten. Fleschen war 1976 ebenfalls im LGV-Trikot 29:10,8 Minuten gelaufen. Drei Jahre später, mittlerweile bei Bayer Leverkusen, schraubte er die Zeit auf 27:36,8 Minuten. Das war damals deutscher Rekord.

Fitwi orientierte sich bei der DM in Essen direkt an Europacup-Gewinner Richard Ringer (LC Rehlingen). In einer Fünfergruppe, zu der auch Vorjahressieger Sebastian Hendel (LG Vogtland) und die Regensburger Simon Boch und Philipp Pflieger gehörten, wurden die ersten fünf Kilometer in 14:23 Minuten passiert. Fünf Runden vor Schluss machte Ringer ernst: In 28:28,89 Minuten gewann der 30-Jährige souverän vor Hendel (28:43,67) und Boch (28:45,34). Der undankbare vierte Platz wurde Fitwi nicht nur durch die Klassezeit von 28:52,03 Minuten, sondern auch durch die Europacup-Norm (29:15,00) versüßt.

„Es sieht so aus, dass Samuel für den Europacup nominiert wird“, gibt sich Trainer Yannik Duppich optimistisch. Zwar dürfen sich nur die drei Erstplatzierten der DM ihres Tickets weitgehend sicher sein, Fitwi hat mit zwei Zeiten unter 29 Minuten (außer auf der Bahn auch auf der Straße) seine Konstanz bewiesen.

Während Fitwi knapp an der Medaille vorbei schrammte, durfte sich seine Vereinskameraden Willi Jöxen und Richard Luxen in der Altersklasse M 60 über Edelmetall freuen. Jöxen siegte bei den über 60-Jährigen in 39:01,04 Minuten vor Peter Massny (TSV Neustadt/39:28,58) und Luxen (39:41,09).

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