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Samuel Fitwi läuft wieder Bezirksrekord über 5000 Meter

Schnelle 5000-Meter-Zeit : Samuel Fitwi läuft wieder Bezirksrekord

24-Jähriger der LG Vulkaneifel schraubt 5000-Meter-Marke erstmals unter 13:40 Minuten. Jakob Gieße über 800 Meter stark verbessert.

1,5 Sekunden waren es vor einem Jahr, um die Samuel Fitwi den 5000-Meter-Bezirksrekord von Olympia-Teilnehmer Karl Fleschen verbesserte. Am vergangenen Samstagabend legte der 24-Jährige von der LG Vulkaneifel (LGV) eine gehörige Schippe drauf. Fitwi ist der erste Läufer eines Vereins der Region Trier, der zwölfeinhalb Stadionrunden in weniger als 13:40 Minuten gelaufen ist, exakt 13:35,56 Minuten.

„Das war ein super Rennen und eine super Veranstaltung“, lobte Fitwi die Bedingungen beim zweiten Dortmunder Leichtathletik-Sportfest unter Corona-Bedingungen. Drei Kilometer lang wurde für ein konstant hohes Tempo gesorgt (3000-Meter-Durchgangszeit: 8:06 Minuten). „Als die Tempomacher raus sind, hat der Schweizer zwei Runden lang Tempo gemacht“, erzählt Fitwi. Der damit gemeinte Jonas Raess (Endzeit: 13:26,01 Minuten) konnte zum Schluss aber auch dem frischgebackenen deutschen Meister Mohamed Mohumed. Der 21 Jahre alte Lokalmatador vom Sportfest-Ausrichterverein LG Olympia Dortmund steigerte sich auf 13:24,46 Minuten. Erst 25 Deutsche waren überhaupt schneller.

Fitwi wollte eigentlich auch in diesen Bereich vorstoßen. „Ich hatte auf eine Zeit unter 13:30 Minuten gehofft“, gibt er zu. „Aber mit den 13:35 bin ich auch zufrieden.“ Seine Erklärung: „Der vierte Kilometer war etwas zu langsam. Der ist immer schwierig. Danach geht es immer noch mal.“ In der Endabrechnung wurde Fitwi hinter Mohumed und Raess Dritter.

Auch Fitwis Trainingskamerad Jakob Gieße (ebenfalls LGV) machte in Dortmund einen Leistungssprung, allerdings über zwei Stadionrunden. Als zweiter Läufer überhaupt in diesem Jahrtausend sicherte sich der 26-Jährige mit neuem persönlichen Rekord von 1:51,85 Minuten einen Platz in der „ewigen“ 800-Meter-Bezirksbestenliste.

„Das war das, was ich in diesem Jahr laufen wollte“, freut sich der Maschinenbau-Masterstudent. Obwohl er bereits beim ersten SWT-Läuferabend im Juli in Trier persönliche Bestzeit (1:53,22) gelaufen war, habe er gespürt, dass das nicht das Ende der Fahnenstange ist. „Das Gefühl nach den letzten Rennen war eigentlich zu gut, als dass man sagen konnte: Das war es jetzt“, erklärt Gieße. Zumindest in der ersten Runde (in 53 Sekunden) war er in Dortmund nah dran an seinem Limit. „Aber hinten raus habe ich mich noch gut gefühlt“, lässt er auch weitere Steigerungen hoffen.

Bei den Frauen verpasste die aus Ormont (Vulkaneifelkreis Daun) stammende Carmen Blameuser ihre drei Jahre alte persönliche 800-Meter-Bestzeit (2:14,68 Minuten) nur um eine Sekunden. Die 27-Jährige, die für das LT DSHS Köln startet, gewann in 2:15,91 Minuten den vierten von sechs Zeitläufen über zwei Stadionrunden.

Langfristig strebt Gieße eine Teilnahme an den deutschen Meisterschaften an (Qualifikationsnorm: 1:51,00 Minuten). „Unter 1:50 Minuten traue ich mir zu irgendwann zu laufen“, sagt er. Das wird aber erst nächstes Jahr der Fall sein. Für 2020 ist nur noch ein Ausflug am 26. August in Wiesbaden auf die 1500-Meter-Strecke geplant. Interessant dürfte dann der Vergleich mit Fitwi werden. Der DM-Vierte möchte ebenfalls einen Geschwindigkeitsreiz setzen, bevor er sich noch einmal an den 5000 Metern versuchen will.

Ergebnisse Sportfest Dortmund