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Samuel Fitwi (LG Vulkaneifel) enttäuscht über 19. Platz bei Cross-EM

Crosslauf : Fitwi enttäuscht über 19. EM-Platz

Alina Reh überrascht im Frauen-Rennen der Crosslauf-Europameisterschaft mit der Bronzemedaille. Konstanze Klosterhalfen wird Fünfte.

Vor zwei Jahren als Sechster im Ziel, diesmal 13 Plätze dahinter, Samuel Fitwi war verständlich unzufrieden mit seinem 19. Platz bei den Crosslauf-Europameisterschaften am gestrigen Sonntag (12.12.) in Dublin. „Nach der kleinen Einführungsrunde und der ersten großen Runde ging nichts mehr“, bedauert der 25-Jährige von der LG Vulkaneifel.

Während an der Spitze der Türke Aras Kaya ein Quartett mit 1500-Meter-Olympiasieger Jakob Ingebrigtsen (Norwegen), dem Franzosen Jimmy Gressier und dem Italiener Yemaneberhan Crippa (der nach zwei Dritteln der Distanz mit Magenproblemen aus dem Rennen ging) vom übrigen Feld wegführte, lief es bei Fitwi von Runde zu Runde schlechter. „Ich wollte mit der zweiten Gruppe mitgehen, aber der Körper hat nicht mitgemacht“, bedauert der Schützling von Trainer Yannik Duppich. Den EM-Titel sicherte sich nach zehn Kilometern souverän Ingebrigtsen (30:15 Minuten) vor Kaya (30:29) und Gressier (30:34). Bester Deutscher war auf dem 14. Platz der wie Fitwi aus Eritrea stammende Filimon Abraham (31:07).

Auf die Bedingungen schob Fitwi sein Abschneidern (1:04 Minuten hinter Ingebrigtsen) nicht. „Die Strecke war top und es waren sehr viele Zuschauer da. Aber es ist bei mir einfach nicht optimal gelaufen.“, erzählt er.

„Es war keine Katastrophe, aber nicht das, was er eigentlich kann“, sagt Duppich. Fitwis junger Coach (31 Jahre) ist gerade Vater geworden und verfolgte das Rennen deshalb nur im Livestream. Wegen der langen Straßenlauf-Saison musste die spezielle Cross-Vorbereitung, vor allem, lange, extensive Bergläufe, anders als vor zwei Jahren zurückstecken. Vielleicht habe auch das Qualifikationsrennen in Pforzheim Fitwi noch in den Knochen gesteckt. Ein Indiz dafür: Markus Görger, der Fitwi vor zwei Wochen knapp besiegte, lag als 47. noch einmal eine Minute hinter dem LGV-Läufer.

Wie unbarmherzig Crosslauf sein kann, musste Konstanze Klosterhalfen erfahren. Eine Schwächephase der deutschen Rekordläuferin in der vorletzten Runde nutzten die spätere Siegerin Karoline Grovdal aus Norwegen und die Schwedin Meraf Bahta sofort für eine Tempoverschärfung. Gleichzeitig arbeitete sich die Ulmerin Alina Reh vom 28. Platz immer weiter nach vorne. Auf der letzten Runde lief sie zuerst an der Britin Jessica Jodd und auch Klosterhalfen vorbei auf den Bronzeplatz. „Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas zu beweisen habe“, sagte Reh, die vor vier Jahren U-23-Europameisterin im Crosslauf war. Wichtig war der 24-Jährigen das Team. Die deutsche Frauen-Mannschaft wurde Vizeeuropameister. Zusammen mit Einzel-Bronze für U-20-Läuferin Emma Heckel und dem EM-Titel für die deutschen Juniorinnen gab es viermal Edelmetall für die DLV-Läufer und den sechsten Platz im Medaillenspiegel.

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