Samuel Fitwi ohne Druck in zweite Cross-Europameisterschaft

Crosslauf : Samuel Fitwi ohne Druck in zweite Cross-EM

Der Langstreckenläufer von der LG Vulkaneifel führt am Sonntag (8. Dezember) die deutschen Männer bei den Europameisterschaften in Lissabon an.

Samuel Fitwis Trainer hat eine ähnliche Anreise wie der Favorit im Hauptrennen der Crosslauf-Europameisterschaften am Sonntag (8.12.) in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Der norwegische Titelverteidiger Filip Ingebrigtsen (aus dem Höhentraining in Flagstaff) kommt wie Yannik Duppich (von einem Hallenrennen in Detroit) aus den USA zur EM. Für Fitwi, der vor einem Jahr als 22-Jähriger U-23-Vizeeuropameister wurde, ist der zweite EM-Start im deutschen Nationaldress.

Diesmal lastet auf Filip dem mittleren der drei Ingebrigtsen-Brüder (der jüngere Jakob kann zum vierten Mal (!) U-20-Europameister werden) die Favoritenbürde. Der 26-Jährige trifft wie vor einem Jahr auf den Trierer Silvesterlauf-Gewinner Isaac Kimeli aus Belgien, der 2018 Vizeeuropameister wurde. Außerdem werden der türkische Vorjahresdritte Aras Kaya, der wie Kimeli in Kenia geboren wurde, und Halbmarathon-Europarekordler Julien Wanders aus der Schweiz hoch gehandelt.

„Eine Top-Acht Platzierung beim Debüt in der Hauptklasse wäre eine herausragende Leistung. Die Favoriten sind andere. Samuel kann ohne Druck in das Rennen gehen“, sagt Duppich entsprechend über Fitwis Chancen im mehr als zehn Kilometer langen Rennen (10 225 Meter) um 12.35 Uhr. Wie hoch eine einstellige Platzierung von der Läufer der LG Vulkaneifel einzuschätzen wäre, zeigt die Statistik. Dem einzigen Deutschen, dem das in den vergangenen zehn Jahren gelungen ist, war vor sechs Jahren Richard Ringer (LC Rehlingen). Besser stehen die Chancen der DLV-Männer mit der Mannschaft. Fitwi dürfte der stärkste des von Simon Boch (Regensburg) und Johannes Motschmann (Berlin) komplettierten Trios sein.

Bei den Frauen sieht Nachwuchs-Bundestrainer Pierre Ayadi, der zusammen mit Andreas Michallek das deutsche Team in Portugal betreut, sogar eine Teammedaille in Reichweite. Die Trierer Silvesterlauf-Gewinnerin Elena Burkard (LG Nordschwarzwald) führe das die Mannschaft 2018 als Sechstplatzierte der Einzelkonkurrenz zu Bronze. Aus Luxemburg ist die Deulux-Lauf-Zweite Vera Hoffmann mit im Rennen über 6225 Meter (Start: 11.30 Uhr).

Insgesamt ist Deutschland mit 26 Athleten bei der Crosslauf-EM vertreten. Die Rennen kann man im Livestream auf athletics.eurovisionsports.tv am Sonntag ab 10.45 Uhr verfolgen.