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Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel läuft deutschen Rekord über 5 km

Straßenlauf : Vulkaneifeler Samuel Fitwi läuft deutschen Rekord (Video)

Beim Fünf-Kilometer-Straßenlauf in Monaco läuft der 24-Jährige von der LG Vulkaneifel 13:33 Minuten und in der Weltspitze mit.

Über die Eifelhöhen bei Stadtkyll (Vulkaneifelkreis) fegte eisiger Wind, als Samuel Fitwi am Freitagnachmittag seinen letzten Trainingslauf der Woche in der Eifel absolvierte. Auch beim weltschnellsten Fünf-Kilometer-Straßenlauf am Sonntagmorgen (14. Februar) war der Wind stetiger Begleiter des 24 Jahre alten Ausnahmeläufers von der LG Vulkaneifel (LGV). Bei etwas milderen sieben Grad und im Feld mit Weltmeister und Weltrekordler Joshua Cheptegei aus Uganda konnte Fitwi bei seinem ersten Start sein einem halben Jahr gleich ein dickes Ausrufezeichen setzen. Er verbesserte als Sechstplatzierter den drei Jahre alten deutschen Rekord um 19 Sekunden auf 13:33 Minuten. So schnell war Fitwi auch nicht auf der Bahn (5000-Meter-Bezirksrekord: 13:35,56 Minuten) gelaufen.

Vor einem Jahr hatte Cheptegei an gleicher Stelle bei besseren Bedingungen in 12:51 Minuten den ersten seiner drei Weltrekorde (später im Jahr lief der 10 000-Meter-Weltmeister 5000 Meter in 12:35,36 Minuten und 10 000 Meter in 26:11,00 Minuten) aufstellt. Diesmal waren statt Tausender Teilnehmern wegen Corona nur wenige Elitesportler auf den bis auf Streckenposten fast menschenleeren Straßen zugelassen.

Fitwi orientierte sich direkt an der Spitze mit Cheptegei. Nach 2:42 Minuten für den ersten Kilometer zerfiel die zunächst sechsköpfige Spitzengruppe nach etwas mehr als zwei Kilometern in zwei Hälften. Cheptegei konnte mit seiner Endbeschleunigung die Kenianer Bethwell Birgen (13:18) und Davis Kiplangat (13:19) sowie den zum Ende stark aufkommenden Franzosen Morhad Amdouni (13:20) klar distanzieren. Hinter dem Niederländer Richard Douma (13:27) belegte Fitwi den sechsten Platz. Seine Fünf-Kilometer-Straßenlauf-Bestzeit (14:04) verbesserte er um eine halbe Minute. Den seit 2018 von Sebastian Hendel (LG Braunschweig) mit 13:52 Minuten gehaltenen deutschen Rekord pulverisierte Fitwi regelrecht um 19 Sekunden.

„Es war einfach ein gutes Rennen. Ich habe gemerkt, dass ich in Kenia gut trainiert habe“, freute sich Fitwi über seine Leistungssteigerung. Auch Trainer Yannik Duppich, der den Lauf seines Schützlings wegen der Corona-Beschränkungen nicht live, sondern nur aus dem heimischen Gerolstein aus im Live-Stream verfolgen konnte, ist zufrieden. „Das war genau das, was ich erwartet habe. Samuel hat bestätigt, was er im Training gezeigt hat“, sagte der 30 Jahre alte Vorsitzende der LG Vulkaneifel.

Diese Steigerung verdeutlicht nicht nur Fitwis Trainingsfortschritte, es dürfte dem 24-Jährigen auch die Türen zu weiteren hochkarätigen Rennen öffnen. Als nächstes Rennen ist ein Zehn-Kilometer-Lauf Anfang März in Berlin geplant. Der deutscher Rekord von Carsten Eich (Leipzig) ist seit 1993 die Zeit von 27:47 Minuten. Nicht unrealistisch, dass Fitwi diese Marke nach 28 Jahren tilgt.

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