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Crosslauf
Samuel Fitwi schreibt Crosslauf-Geschichte (Video)

 Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel gewann als erster Läufer aus der Region Trier bei deutschen Crosslauf-Meisterschaften eine Einzel-Medaille in der Königsdisziplin, der Männer Langstrecke.
Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel gewann als erster Läufer aus der Region Trier bei deutschen Crosslauf-Meisterschaften eine Einzel-Medaille in der Königsdisziplin, der Männer Langstrecke. FOTO: TV / Holger Teusch
23-Jähriger von der LG Vulkaneifel gewinnt als erster Läufer aus der Region Trier bei den Männern eine Einzelmedaille bei deutschen Crosslaufmeisterschaften. Es war eine von dreien, die in die Eifel ging. Von Holger Teusch

Ingolstadt (teu) Es ist elf Jahre her, als die Läufer der Region ähnlich gut bei deutschen Crosslauf-Meisterschaften abschnitten wie am vergangenen Samstag in Ingolstadt. 2008 in Ohrdruf gewannen das U23-Junioren-Team des Post-Sportvereins Trier (PST) mit den Einzel-Bronzemedaillengewinner Thorsten Baumeister. Julia Dobmeier vom TV Hermeskeil wurde Dritte bei den unter 18-Jährigen (U18). Die Medaillenkombination, zweimal Bronze, einmal Gold, war am Samstag die gleiche. Geschichte schrieb Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel (LGV) aber als erster Einzel-Medaillengewinner der Region Trier im Königswettbewerb, der Männer-Langstrecke. Als Drittplatzierter führte er auch das LGV-Team zu Mannschafts-Bronze. Die über 60-Jährigen der LGV gewannen Mannschafts-Gold.

Auf den 10,1 Kilometern durch den Ingolstädter Hindenburgpark zeigte Fitwi, dass er in Windeseile in der deutschen Spitze angekommen ist. Schon nach der ersten von zehn Runden setzte sich der 23-Jährige zusammen mit dem 10 000-Meter-Europacup-Gewinner Richard Ringer (LC Rehlingen) und Amanal Petros (TV Wattenscheid) von den übrigen 60 Konkurrenten ab. Das Tempo war auf den ersten drei Runden höher, als beim Mittelstrecken-Rennen, erzählte der z6uletzt beste deutschen Bahnläufer Ringer später. Der 30-Jährige hatte vier Stunden zuvor bereits über 4,1 Kilometer gewonnen und kürte sich mit dem Gewinn des Langstreckenrennens zum ersten Doppelsieger der Cross-DM-Geschichte.

Das überraschte auch Fitwi. „Ich hatte gedacht, dass Richard Ringer bei seinem zweiten Rennen etwas müder ist“, sagt der LGV-Läufer anerkennend. „Ich habe in der vorletzten Runde das Tempo verschärft. Aber beide sind hinter mit dran geblieben.“ Dem harten Endspurt der beiden erfahrenen Läufer (Ringer: 32:03 Minuten, Petros 32:04) konnte Fitwi (32:13) nicht folgen. (Link zum Video vom Rennen)

Zufrieden war er aber natürlich trotzdem. „Es war eine richtig tolle Strecke und eine schöne Atmosphäre“, erzählt der U23-Vizeeuropameister. Nicht nur seine LGV-Vereinskameraden, auch die nach Ingolstadt gereisten PST-Läufer und -Trainer feuerten ihn an. „Die Region hat super zusammengehalten“, sagt sich auch der LGV-Vorsitzende Yannik Duppich, der als 19. in 34:54 Minuten zusammen mit Andreas Keil-Forneck (24. in 35:17) die Mannschaft komplettierte. Daniel Schmidt (LGV) wurde 29. (36:10). Mit einem Punkt Vorsprung vor der SG Wenden sicherte sich das Eifel-Team die Bronzemedaille hinter Regenburg (23 Punkte davor) und Braunschweig (drei Punkte davor).

Für den Start in eine erfolgreiche Crosslauf-DM hatten die LGV-Senioren schon am Vormittag gesorgt. Über 5,1 Kilometer belegte Willi Jöxen den siebten (21:16 Minuten), Richard Luxen den zehnten (21:41) und Viktor Lieder den elften Platz (21:53) in der Altersklasse M60. In dieser Kombination gewannen die Eifelläufer die Mannschaftswertung der 60- bis 69-Jährigen und damit den ersten DM-Titel für die LGV seit Christina Mohr vor 13 Jahren nationale U23-Meisterin wurde.

Hoch einzuschätzen ist auch der fünfte Platz des PST-Jugendteams über 6,1 Kilometer. Jakob Hering (30. in 22:42), Johannes Hein (31. in 22:54) und Abraham Wirtz (34. in 22:55) hatten mit 95 Punkten 15 Zähler Rückstand auf das Bronzeteam aus Regensburg. „Das war knapp, aber die Jungs haben alles gegeben und das Optimum rausgeholt“, lobte PST-Lauftrainer Marc Kowalinski das Trio, aber auch Jonas Fischer, der es als 60. (24:08) nicht in die Mannschaft schaffte, und Elisa Lehnert (31. U18 mit 17:47 Minuten über 4,1 Kilometer). „Ich finde es gut, wenn sich die Jungs und Mädels der Konkurrenz stellen“, sagte der 40-Jährige, der 2006 mit dem PST selbst deutscher Crosslauf-Mannschaftsmeister war. Beste Nachwuchsläuferin der Region war Katharina Fröhlig (LGV). Gleich in ihrem ersten U20-Jahr schaffte es der Schützling von Patrick Lohberg über 4100 Meter in 16:39 Minuten auf den 14. Platz.

Weitere Ergebnisse:

Frauen, 5,1 km: 1. Elena Burkard (LG Nordschwarzwald) 17:29 Minuten, 31. Lotta Schlund (PST Trier) 20:07, 46. Carmen Blameuser (Ormont/LT DSHS Köln) 20:34, 50. Katharina Rach (Wittlich/Spiridon Frankfurt) 20:40, 66. Gina Klinkhammer (LG Vulkaneifel/20. U23) 21:40.

Weibliche Jugend U20, 4,1 km: 39. Anna Rodenkirch (PST Trier) 18:03 Minuten.

Männer, 10,1 km: 20. Alexander Bock (LC Rehlingen) 34:54 Minuten.

Junioren U23, 7,1 km: 41. Finn Küpper (LG Vulkaneifel) 27:06 Minuten.

Männliche Jugend U18, 4,1 km: 44. Constantin Fuchs (LG Bernkastel-Wittlich) 15:24 Minuten.

Ergebnis-pdf (weibliche U18 fehlt hier noch)

Ergebnis-Datenbank (mit weibliche U18)