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Samuel Fitwi von der LG Vulkaneifel wiederholt Cross-Sieg in Belgien

Crosslauf : Samuel Fitwi wiederholt Cross-Sieg in Belgien

Der Deutsche Meister von der LG Vulkaneifel gewinnt Gold-Rennen der World Cross Country Tour in Hannut.

Die berüchtigten belgische Crossläufe bleiben weiter eine Spezialität von Samuel Fitwi. Beim Rennen in Hannut bei Lüttich wiederholte der 26-Jährige von der LG Vulkaneifel (LGV) seinen Sieg von vor zwei Jahren (2021 war die Veranstaltung ausgefallen). Fitwi ist damit nicht nur der dritte deutsche Sieger bei dem seit 1941 ausgetragenen Traditionslaufs nach Cross-WM-Bronzemedaillengewinner Detlef Uhlemann (1977) und Valdur Koha (1978), er ist auch der erste Deutsche, dem die Titelverteidigung gelang.

Beim einzigsten Crosslauf mit Gold-Status in der World Cross Country Tour des Leichtathletik-Weltverbands in den Benelux-Staaten (in Deutschland gibt es kein solches Rennen!) riss der erst 18-jährige Rogers Kibet aus Uganda das Feld mit einem mörderischen Anfangstempo sofort auseinander. Nur Fitwi konnte auf dem 1,5-Kilometer-Rundkurs folgen. Selbst der ehemalige U-20-WM-Dritte Habtom Samuel, der wie Fitwi aus Eritrea stammt, verlor den Anschluss. Trotz starkem Winds drückte Kibet unentwegt aufs Tempo, baute so zwar die Führung des Duos aus, investierte aber auch viel Energie. Als Fitwi den Schwung der letzten kurzen Bergabpassage wenige hundert Meter vor dem Ziel ausnutzte, um in Führung zu gehen, hatte der junge Mann aus Uganda nichts mehr entgegenzusetzen. In 28:51 Minuten war Fitwi auf der 9,5 Kilometer langen Strecke mehr als eine Minute schneller, als bei seinem ersten Hannut-Sieg. Kibet folgte mit vier Sekunden Rückstand auf dem zweiten, Samuel weitere fünf Sekunden dahinter auf dem dritten Platz.

Fitwi steht mit seinem Sieg in Hannut in einer langen Reihe erfolgreicher Läufer wie dem Hindernislauf-Olympiasieger von 1964 Gaston Roelants, den 1993er Halbmarathon-Weltmeister Vincent Rousseau oder dem ehemaligen 10 000-Meter-Europarekordler und zweimaligen Crosslauf-Weltmeister (2000 und 2001) Mohammed Mourhit (alle Belgien). Das Frauen-Rennen über 6,5 Kilometer gewann mit Peruth Chemutai aus Uganda die Olympiasiegerin über 3000 Meter Hindernis von Tokio.

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