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Sophia Junk verteidigt DM-Gold und -Silber

Sophia Junk aus Konz hat nach der verletzungsbedingt verpassten Qualifikation für die U18-Europameisterschaft wie 2015 Gold übre 200 Meter und Silber über 100 Meter bei den deutschen Jugendmeisterschaften gewonnen.
Sophia Junk aus Konz hat nach der verletzungsbedingt verpassten Qualifikation für die U18-Europameisterschaft wie 2015 Gold übre 200 Meter und Silber über 100 Meter bei den deutschen Jugendmeisterschaften gewonnen. FOTO: Holger Teusch
Mönchengladbach. Einmal Meisterin, einmal Vizemeisterin, zweimal persönliche Bestzeit, die Konzerin Sophia Junk beendete eine emotional schwierige Saison am vergangenen Wochenende bei der Jugend-DM in Mönchengladbach versöhnlich. Mit Anna Rodenkirch (LG Bernkastel-Wittlich) und Christina Laubenstein (TG Konz) erreichten zwei Mittelstrecklerinnen aus der Region die Finals. Holger Teusch

Den Gedanken muss Sophia Junk beiseiteschieben: Was wäre in dieser Saison drin gewesen, wenn sich die 17-Jährige im Frühsommer nicht mit langanhaltenden Beuger-Problemen hätte rumschlagen müssen. Die Teilnahme an der U18-EM, keine Frage!

Wie im vergangenen Jahr sicherte sich Junk am Samstag erst die deutsche U18-Vizemeisterschaft über 100 Meter und gestern den Titel über die doppelte Distanz. "Das war der erste Wettkampf bei dem ich schmerzfrei an den Start gehen konnte und man sieht, was ich drauf habe. Leider kam das alles zu spät im Hinblick auf die internationalen Einsätze", sagt die Gymnasiastin. Mit 11,78 Sekunden im 100-Meter-Vorlauf und 24,07 Sekunden im 200-Meter-Finale stellte Junk zwei persönliche Bestzeiten auf. "Man läuft auf Meisterschaften nur auf die Platzierung, aber es macht noch viel mehr Spaß, wenn dann zwei neue persönlichen Bestleistungen dabei rausspringen", freute sich der Schützling von Trainer Martin Schmitz bei der LG Rhein-Wied. Im 100-Meter-Endlauf musste sich Junk in 11,86 Sekunden nur U18-Europameisterin Keshia Beverly Kwadwo (TV Wattenscheid/11,74) geschlagen geben.

Außer Junk schafften es auch zwei Ausdauerathletinnen der Region Trier in die Endläufe. Zweimal fast exakt die gleiche Zeit lief die letztjährige U16-Vizemeisterin Anna Rodenkirch über 1500 Meter. Nachdem sich die 16-Jährige von der LG Bernkastel-Wittlich am Freitagnachmittag als Vorlauf-Vierte auf 4:45,75 Minuten gesteigert hatte, lief sie im Finale der unter 18-Jährigen am Samstag als Siebtplatzierte und Zweitbeste des Jahrgangs 2000 noch einmal zwei Hundertstelsekunden schneller.

Völlig unerwartet schaffte es Christina Laubenstein in den 800-Meter-Endlauf der unter 20-Jährigen. Die Mittelstrecklerin von der TG Konz hatte sich erst in letzter Minute erstmals für eine deutsche Meisterschaft qualifiziert und steigerte sich im Vorlauf um mehr als eine Sekunde auf 2:15,16 Minuten. Nur 15 Läuferinnen des Leichtathletikbezirks Trier waren je schneller. Im Finale wurde Laubenstein in 2:15,76 Minuten Neunte.

Nicht ganz so gut lief es für ihren Vereinskamerad Aaron Strupp im Dreisprung der U18. Mit 12,77 Metern lieferte der 17-Jährige zwar den drittbesten Wettkampf seiner Karriere ab, schaffte es als Elftplatzierter aber nicht in den Endkampf der besten Acht.

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