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Sophia Junk zittert trotz Rheinlandrekord über 200 m um U-23-EM

Leichtathletik : Zittern trotz Rekord

Die aus Konz stammende Sophia Junk lief bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim 200 Meter in 23,15 Sekunden Rheinlandrekord, muss aber um die U-23-Europameisterschaft zittern.

Jetzt hat Sophia Junk auch einen Rheinlandrekord bei den Frauen! Bei der Kurpfalzgala in Weinheim schraubte die aus Konz stammende 22-Jährige ihre persönliche Bestzeit über 200 Meter auf 23,15 Sekunden. Eine Woche zuvor war Junk mit 23,32 Sekunden bereits Hausrekord gelaufen. Bei dem hochkarätig besetzten Sportfest in Baden-Württemberg legte die für die LG Rhein-Wied startende Athletin bei 0,4 Meter pro Sekunde Rückenwind noch einmal eine gehörige Schippe drauf. Schneller war noch keine Läuferin aus dem Leichtathletik-Verband Rheinland. Seit 1982 hielt die Koblenzerin Andrea Bersch mit 23,27 Sekunden den Verbandsrekord. In Rheinland-Pfalz waren vor mehr als 40 Jahren nur die Mainzerinnen Annegret Kroniger (Olympia-Zweite 1972 mit der 4 x 100-Meter-Staffel) und die ehemalige deutsche Meisterin Monika Hirsch (23,01) schneller.

In Weinheim lagen nur die Schweizer Rekordlerin und ehemalige Hallen-WM-Dritte Mujinga Kambundji in 22,94 Sekunden sowie die zweimalige Staffel-EM-Bronzemedaillengewinnerin Rebekka Haase (Wetzlar/23,13) vor Junk. Im 100-Meter-Finale blieb die in 11,36 Sekunden sogar eine halbe Zehntel unter ihrer vor einer Woche aufgestellten persönlichen Bestzeit. Mit 2,1 Metern pro Sekunde wehte den Läuferinnen der Wind allerdings etwas zu stark in den Rücken. Für die Anerkennung als Qualifikationsnorm und für Bestenlisten sind maximal 2,0 Meter pro Sekunde Rückenwind erlaubt. Im Vorlauf erzielte sie bei regulären Windverhältnissen 11,42 Sekunden.

Mit all ihren in Weinheim erzielten Zeiten erfüllt Junk zum wiederholten Mal die Normen für die U-23-Europameisterschaft (11,50 Sekunden beziehungsweise 23,45 Sekunden). Die Titelkämpfe sollten ursprünglich vom 8. bis 11. Juli stattfinden. Doch die vorgesehene Ausrichterstadt Bergen in Norwegen gab die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie in der vergangenen Wochen wieder zurück. Sie setzt aber darauf, dass die Titelkämpfe an einem anderen Ort und wohl später im Jahr doch noch stattfinden. „Soweit ich weiß gibt es wohl jetzt auch schon Bewerbungen für eine Ausrichtung. Ich hoffe also, dass es klappt und bleibe weiterhin positiv“, erklärt Junk. Den Kopf in den Sand stecken ist sowieso nicht ihr Ding.

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