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Sprinterin Sophia Junk aus Konz startet mit Bestzeiten in Saison

Leichtathletik : Sophia Junk startet mit Bestzeiten in die Saison

Die aus Konz stammende Sprinterin verbessert sich auf 11,41 Sekunden über 100 Meter und 23,32 Sekunden über 200 Meter.

Seit Jahrzehnten war keine rheinland-pfälzische Sprinterin über 200 Meter so schnell wie Sophia Junk. Die 22-Jährige, die in Konz aufgewachsen ist und als Jugendliche unter Winfried Weires bei der TG Konz trainierte, seit 2015 aber für die LG Rhein-Wied startet, verbesserte sich am vergangenen Samstag in Mannheim auf 23,32 Sekunden. Nur drei Rheinland-Pfälzerinnen waren überhaupt jemals schneller: Landesrekordlerin Annegret Kroniger (Mainz) mit ihrem fünften Platz bei den Olympischen Spielen 1972 in München mit 22,89 Sekunden, Monika Hirsch (Mainz/23,01) sowie Rheinlandrekordlerin und Olympiateilnehmerin (1988 und 1992) Andrea Bersch, die vor 39 Jahren 23,27 Sekunden lief. Direkt danach und noch vor der ehemaligen 100-Meter-Weltrekordlerin Inge Helten (Andernach), die handgestoppt 23,1 Sekunden lief (wird zum Vergleich mit elektronisch gestoppten Zeiten mit einem Malus von 0,24 Sekunden versehen) folgt nun Junk.

Beim „Road to Tokyo“ genannten Sprint-Sportfest in Mannheim lagen mit Rebekka Haase (Wetzlar/22,97), Alexandra Burghardt (Burghausen/23,00) und Lisa Marie Kwayie (Berlin/23,20) drei Olympiakandidatinnen vor Junk. Für den Schützling von Rheinland-Landestrainer Martin Schmitz dürfte aber zunächst die U-23-Europameisterschaft vom 8. bis 11. Juli im norwegischen Bergen im Fokus stehen. Die 200-Meter-Norm (23,45 Sekunden) hat Junk ebenso wie die über 100 Meter (11,50 Sekunden) abgehakt. Zum Aufgalopp lief sie nämlich in Mannheim auch auf der Sprintgeraden in 11,41 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit, die sie im zweiten Rennen des Tages mit 11,43 Sekunden noch einmal bestätigte. Bei der U-23-EM dürfte Junk außerdem als Titelverteidigerin die deutsche 4 x 100-Meter-Staffel ins Rennen schicken.

Ergebnisse „Road to Tokyo“ Mannheim