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Tolle Crosslauf-Truppe beim PST Trier mit Riesenmotivation für DM

Trier : Tolle Truppe mit Riesenmotivation

PST-Lauftrainer Marc Kowalinski setzt auf die Deutschen Crosslauf-Meisterschaften am 18. Dezember. Corona soll den Nachwuchs draußen nicht bremsen. An Hallenmeisterschaften glaubt der ehemalige Deutsche Meister aber nicht.

Nach fast zwei Jahren soll es am 18. Dezember wieder Deutsche Meisterschaften im Crosslauf geben. Marc Kowalinski fiebert seit Monaten auf diesen Termin hin. Für den Lauftrainer des Post-Sportvereins Trier (PST) sind die nationalen Titelkämpfe im Geländelauf einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Wettkampf für Nachwuchsläufer. Diese Erfahrung hat der 43-Jährige in seiner eigenen Karriere selbst gemacht. Erst bei der LG Vulkaneifel unter Trainer Heinz Reifferscheid, als er zusammen mit Lars Haferkamp und Michael May Deutscher Jugendmeister mit der Crosslauf-Mannschaft wurde (1997) oder 2006 im PST-Trikot mit dem Team-Titel bei den Männern zusammen mit Carlo Schuff und Michael Plaul. „Ich finde, es ist wichtig, als Gruppe da hin zu fahren. Das war damals bei uns die Stärke. Da zieht einer den anderen mit“, erklärt „Kowa“, weshalb er trotz der schwierigen Corona-Begleitumstände mit einer möglichst großen Gruppe zur Cross-DM will.

Zur Vorbereitung war Kowalinski mit einigen Läufern bei den national auch zur EM-Qualifikation gewerteten Rennen in Darmstadt und Pforzheim. Mit gutem Erfolg: Simon Quint belegte jeweils den vierten Platz im Rennen der U-18-Junioren. Sein ebenfalls 17 Jahre alter Trainingskamerad Jan Gerth hatte in Darmstadt Pech, verlor im Startgetümmel einen Schuh und rannte dem Feld hinterher. Das so etwas beim Crosslauf einfach passieren kann, zeige, dass es gut sei, mit mehr Läufern als dem Minimum von Dreien für eine Mannschaft bei der DM anzutreten, sagt Kowalinski. Der Coach ergänzt aber: „Die Jungs sind so viel als Gruppe am trainieren. Da ist auch der Vierte im Ziel einfach wichtig für die Motivation.“

Dass ein Ziel wie eine Deutsche Meisterschaft Reserven freisetzt, zeigt sich auch beim Verein Silvesterlauf Trier. Beim zweiten Trierer Leichtathletikverein sind es die unter 18 Jahre alten Mädchen, die zu Viert bei der DM starten wollen. Mit der letztjährigen U-18-Bronzemedaillengewinnerin Rebecca Bierbrauer an der Spitze dürfte dieses Team sogar noch bessere Chancen auf eine vordere Platzierung haben, wie die PST-Jungs.

Nicht nur die U-18-Junioren, insgesamt sei es eine tolle Truppe, die er momentan trainiere, lobt PST-Trainer Kowalinski. Die Motivation sei riesengroß. Auch beim U-23-Team unter anderem mit dem 5000-Meter-DM-Fünften dieser Altersklasse Giulio Ehses und Abraham Wirtz, der in Darmstadt Dritter der U-23-Konkurrenz wurde. Der Fokus liegt ganz klar auf der Cross-DM. Kowalinski ist trotz der brisanten Corona-Lage optimistisch, dass diese am 18. Dezember auch durchgeführt wird. Unsicherheiten in diesem Bezug versucht er so weit wie möglich von seinen Schützlingen fern zu halten. Sie sollen sich in ihrer Freizeit nicht noch Gedanken darüber machen, ob ihr Crosslauf-Saisonhöhepunkt stattfinden kann oder nicht. Wenn es dann kurzfristig dazu kommen sollte, müsse man es halt akzeptieren.

„Draußen sehe ich bis jetzt noch keine Einschränkungen“, sagt Kowalinski allerdings ganz klar. Konzepte wie beim Crosslauf in Pforzheim vermitteln Sicherheit. „Das hat ganz toll funktioniert. Überall außerhalb der Rennen war Maskenpflicht und man keinen gesehen, der die Maske mal runter gezogen hat“, erzählt Kowalinski. Anders als beim Freiluftsport Crosslauf plant Kowalinski nicht mit einer Hallensaison: „Ich glaube nicht, dass eine Rheinland-Pfalz-Hallenmeisterschaft im Januar stattfindet.“