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Triathlet Jens Roth: Erst Mont Ventoux, jetzt Xterra in Griechenland

Triathlon : Erst Mont Ventoux, jetzt Xterra in Griechenland

Nachdem Jens Roth nach 2177 Tagen seinen deutschen Crosstriathlon-Meistertitel verloren hatte, ging der 33-Jährige auf große Fahrt und Wettkampfreise durch Europa. Nächste Station: Das Xterra-Rennen in Griechenland, wo Roth schon einmal auf dem Podium stand.

Geplant war eigentlich nur der Mitteldistanz-Triathlon in Salou. Der Weg nach Spanien, sollte eine kleine Rundreise werden. Herausgekommen ist bei Jens Roth dabei außer dem 16. Platz bei der Challenge Salou ein zweiter Platz beim VentouxMan (ebenfalls ein Mitteldistanztriathlon), eine neue Zehn-Kilometer-Bestzeit und die Aufnahme in den „Cinglés du Mont-Ventoux“, den Club der „Verrückten vom Mont Ventoux“, die den 1909 Meter hohen „Weißen Riesen der Provence“ und berüchtigten Tour-de-France-Anstieg an einem Tag über alle drei möglichen Auffahrten bezwingen. An diesem Wochenende geht es für den Crosstriathlon-Spezialisten beim Xterra Griechenland wieder ins Gelände.

Eigentlich war alles Zufall. Eigentlich wollte Jens Roth, der nach vielen Verletzungsproblemen Anfang August nach 2177 Tagen seinen nationalen Titel im Crosstriathlon hatte abgeben müssen, geplant ein paar Alpenpässe zu fahren. Doch die Wetteraussichten für Galibier und L'Alpe d'Huez waren zu schlecht. Roth fuhr direkt nach Südfrankreich. Eigentlich war es auch Zufall, dass ein Freund ihm vom Cinglés du Mont-Ventoux erzählte. Roth nahm die Herausforderung an. Und es war wirklich Zufall, dass er ihm beim ersten Aufstieg ein Auto mit Wittlicher Kennzeichen auffiel. Darin: Radsportler Markus Kersten vom RV Schwalbe Trier. Bei den verbleibenden beiden Kletterpartien hatte Roth mit dem 42-Jährigen einen Begleiter.

Nach nur einem Tag Pause geht es für Roth wieder auf den Mont Ventoux. Diesmal aber mit Anlauf in Form von zwei Kilometer Schwimmen, 60 Kilometer verhältnismäßig flachem Radfahren durch die Provence. Nach rund 20 Kilometern Bergfahren mussten anschließend noch 20 Kilometer auf 1600 Meter Höhe gelaufen werden. Ein Mitteldistanz-Triathlon der besonderen Art. „Definitiv eines der härtesten Rennen, die ich jemals gemacht habe“, sagt Roth. Heraus kam mit den zweiten Platz aber seine bisher beste Saison-Platzierung.

Das bedeutete einen Motivation für die Challenge Salou südlich von Barcelona. Kurz vor dem geplanten Start der Rückschlag: Das Schwimmen, die beste Disziplin des ehemaligen Leistungsschwimmers Roth, wurde wegen der widrigen Bedingungen im Mittelmeer durch einen Lauf ersetzt, der Triathlon zum Duathlon. Eine Topten-Platzierung rückte für den Sportler von Tri Post Trier damit in weite Ferne. Am Ende wurde er 16.

Ein gutes Training für einen - wieder ungeplanten - Start beim Zehn-Kilometer-Lauf im Rahmen des Eindhoven-Marathons, war die doppelte Laufeinheit dann aber wohl. Denn in den Niederlanden schraubte Roth als Zweitplatzierter hinter dem Zwölften der niederländischen Hallenmeisterschaften Casper van der Putten (31:24) Minuten seine persönliche Bestzeit auf 33:35 Minuten. Eigentlich wollte Roth nur den vom ihm trainierten Martin Kasel (LG Meulenwald Föhren) bei dessen Angrifft auf die Drei-Stunden-Schallmauer über die 42,195-Kilometer-Distanz betreuen. Da die Startzeiten günstig lagen, lief Roth kurzerhand zehn Kilometer mit, verpasste aber seine Siegerehrung, um Kasel auf seinem Weg zu 2:54:53 Stunden anzufeuern.

Die Siegerehrung verpassen wird Roth beim Xterra-Crosstriathlon in Vouliagmeni am heutigen Samstag nicht. 2017 war er in Griechenland schon einmal Dritter. Und wie die letzten Rennen zeigen, seit dem Verlust des deutschen Meistertitels im Sommer kommt er immer besser in Form. Als 17. der Xterra-Weltrangliste ist Roth einer der Herausforderer von Panagiotis Bitados. Der griechische Lokalmatador gewann kürzlich die Bronzemedaille bei der Crossduathlon-Europameisterschaft in Italien.