Triathlon Triathlon-Bundesliga startet ohne Trier

Trier · Das PSD Bank Team Tri Post Trier will auf das virtuelle Radrennen zum Start der Saison der ersten Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga verzichten und muss keine Nachteile befürchten.

 Vor dem Berliner Olympiastadion schaffte das PSD Bank Team Tri Post Trier (mit Andreas Theobald, Jens Roth, Timo Spitzhorn, Adam Rudgley und Tim Dülfer) im vergangenen Jahr den Klassenerhalt in der ersten Bitburger-0,0%-Triathlon-Bundesliga, der wegen coronabedingter Aussetzung der Wertung auch 2020 sichergestellt ist.

Vor dem Berliner Olympiastadion schaffte das PSD Bank Team Tri Post Trier (mit Andreas Theobald, Jens Roth, Timo Spitzhorn, Adam Rudgley und Tim Dülfer) im vergangenen Jahr den Klassenerhalt in der ersten Bitburger-0,0%-Triathlon-Bundesliga, der wegen coronabedingter Aussetzung der Wertung auch 2020 sichergestellt ist.

Foto: Holger Teusch

Erfolgreich getestet, dass sie noch Triathlon können, haben die Athleten des PSD Bank Teams Tri Post Trier am ersten Juni-Samstag bei einem Training in und an der Mosel bei Riol (TV berichtete). Doch beim Start in die coronabedingt ungewöhnliche Saison der ersten Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga werden die Trierer fehlen. „Wir werden definitiv nicht starten“, sagt der Tri-Post-Vorsitzende Helmut Rach.

Die Deutsche Triathlon-Union (DTU) will nach der Corona-bedingten Absage des ursprünglich geplanten Bundesliga-Auftakts in Düsseldorf (geplant war 6./7. Juni) sowie der Rennen in Münster (28. Juni) und Tübingen (26. Juli) mit einem virtuellen Radrennen auf der Plattform Zwift eine Notsaison beginnen. „Bei uns ist keiner, der eine Zwift-fähige Rolle hat und wir sehen auch keinen Sinn in einem Radrennen in der Triathlon-Bundesliga“, erklärt Rach. Tri-Post-Bundesliga-Coach Marc Pschebizin sieht außerdem Probleme, weil Leistungsmessgeräte zwar weltumspannend übers Internet vernetzt und gesteuert werden können, aber nicht kalibriert sind.

„Gar keine Saison ist keine Option“, sagt Rach. „Alle Vereine müssen sich für ihre Sponsoren präsentieren.“ Außerdem sei es wichtig für die Sportler, ihr Können zu zeigen. „Man hat das bei unserem Trainingstriathlon bei Riol gesehen, wie gut denen das getan hat. Die Leute haben schon ein halbes Jahr verloren. Wenn die Rennpause nun eineinhalb Jahre dauern würde, das wäre fatal für viele. Da geht ein Stück vom Sinn des Sport verloren“, glaubt Rach.

Bei Tri Post Trier freut man sich auf das für den 26. Juli angesetzte zweite Bundesliga-Rennen, einen sogenannten Swim & Run. Dieser Schwimm- und Laufwettkampf über 750 Meter im Wasser und 5000 Meter auf einer Laufbahn soll dezentral durchgeführt werden. Rach hofft auf die Genehmigung, statt im Schwimmbad im Freiwasser schwimmen zu dürfen, um das Tri-Post-Team wieder in Riol starten lassen zu können.

Geplant, aber noch nicht fix, sind im August und September noch drei „richtige“ Triathlonrennen in Düsseldorf, Nürnberg und Saarbrücken. „Wir hoffen, dass diese drei Triathlons stattfinden können“, sagt Rach, weiß aber um die Unsicherheit: „Eine gewisse Skepsis ist angebracht.“ Denn anders als in der Fußball-Bundesliga könne man die Mannschaften nicht in Quarantäne schicken. Die wenigsten Triathleten sind Vollprofis, sondern gehen zumindest Teilzeit einem normalen Beruf oder Studium nach.

Aufgrund der Unsicherheit und der unterschiedlichen Voraussetzungen für die einzelnen Teams, wird die Triathlon-Bundesliga-Saison 2020 auch bei der Wertung eine besondere. Konkret: Es wird keinen Deutschen Mannschaftsmeister geben. Außerdem keine Auf- und Absteiger. „Vor allem die ungleichen Trainingsbedingungen und die Schwierigkeiten der Reisebeschränkungen für die Athleten der Teams würden eine zu große Wettbewerbsverzerrung bedeuten", wird DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll in einer Pressemitteilung zitiert. In einer Mitteilung an die Bundesliga-Teams hatte die DTU bereits Ende Mai betont, dass sie die Teilnahmepflicht außer Kraft setze. Die Trierer Bundesliga-Triathleten müssen wegen ihres geplanten Verzichts auf das virtuelle Radrennen deshalb wohl weder Strafzahlungen noch sonstige Sanktionen fürchten.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort