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Trierer Bundesligateam trainiert wieder Triathlon in der Mosel

Triathlon : Trierer Bundesligateam trainiert wieder Triathlon

Mitglieder des PSD Bank Teams Tri Post Trier wollen am Samstag schwimmen, Rad fahren und laufen. Die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga könnte 2020 zum Teil virtuell stattfinden.

Am Samstag (6. Juni) wäre nach dem Plan der Vor-Corona-Zeit die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga mit dem Rennen in Düsseldorf in ihre neue Saison gestartet. Wie die 25. Bundesligasaison stattfindet ist zurzeit noch unklar. Die Mitglieder des PSD Bank Teams Tri Post Trier wollen aber zumindest wieder die drei Triathlon-Disziplinen hintereinander absolvieren, bei einem Trainings-Triathlon an der Mosel.

„Das dient dazu, die Jungs zu motivieren“, sagt Coach Marc Pschebizin. Geplant ist ein sogenanntes Koppeltraining aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Zuletzt war in der Regel immer nur das Training in einer der drei Sportarten, nicht die Kombination, möglich. Nach etwa einem Dreivierteljahr ohne Wettkampf soll wieder einmal den Triathlonablauf mit dem Wechsel zwischen den Disziplinen erlebbar werden. Die Hygienevorschriften würden natürlich eingehalten. So ist Windschattenfahren bei Triathlon-Bundesligarennen erlaubt, beim Trainings-Triathlon am Samstag aber nicht.

Geschwommen wird, laut Mitteilung von Tri Post Trier abgestimmt mit dem Wasserschifffahrtsamt, in der Mosel bei Riol. Anschließend fährt jeder Erstligaathlet etwa 20 Kilometer Rad und läuft fünf Kilometer. „Es ist und bleibt aber ein Training, nicht mehr und nicht weniger“, betont Pschebizin. „Es geht nicht um Sekunden oder wer Erster ist.“

Chefcoach Marc Pschebizin vom PSD Bank Team Tri Post Trier sieht einer möglichen Rumpfsaison 2020 in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga skeptisch entgegen. Foto: Holger Teusch

Wichtig ist dem Ironman-Bezirksrekordler, dass die einzige Trierer Bundesliga-Mannschaft mal wieder ein mehr oder weniger gemeinsames Erlebnis hat und man sich nach Monaten wieder sieht. „Es geht darum, eine gemeinsame Aktion im Team machen zu können und ein wenig Triathlon-Feeling aufkommen zu lassen.“ Neben dieser Innen- gehe es, gerade auch mit Blick auf die Team-Sponsoren, auch um die Außenwirkung. „Wir wollen zeigen: Wir sind noch da“, sagt Pschebizin.

Weil wie Tri Post Trier als die Triathlon-Abteilung des Post-Sportvereins Trier (PST) auch viele anderen Vereine und Institutionen der Region von der Corona-Krise betroffen sind, wird im Zusammenhang mit dem Trainings-Triathlon zu einer Spendenaktion aufgerufen. Für jeden Trainings-Kilometer spendet Team-Namenssponsor PSD Bank einen Euro zugunsten des Vereins Nestwärme, der sich für Familien mit schwer kranken und behinderten Kindern engagiert. Außerdem ruft Tri Post Trier zu Spenden auf das Konto IBAN DE43 5856 0103 0007 8004 49 (Verwendungszweck: Tri Post Trier) zugunsten der Nestwärme auf.

Der Trainings-Triathlon ist für das Trierer Bundesligateam auch ein erster Test für eine mögliche Rumpfsaison. Was für Möglichkeiten es dafür gibt, skizzierte die Deutsche Triathlon-Union in einem Schreiben an die Erstligateams kurz vor Pfingsten. So ist als Einstieg an ein virtuelles Radrennen Ende Juni gedacht. Im Juli soll es mit einem dezentralen Swim- and Run-Wettkampf schon triathlonspezifischer werden. Zudem werde daran gearbeitet, die Rennen in Düsseldorf, Nürnberg und Saarbrücken zu einem späteren Zeitpunkt real stattfinden zu lassen.

Tri-Post-Coach Pschebizin sieht bei der Durchführung noch Probleme und fehlende Chancengleichheit. So verfügen nicht alle Mitglieder seines Teams über die nötige Ausrüstung für das virtuelle Radrennen auf der Plattform Zwift. Problematisch seien zudem die unterschiedlichen Möglichkeiten zum Schwimmtraining. „Die meisten sind seit zehn, zwölf Wochen nicht mehr geschwommen“, weiß der Trainer von seinen Athleten. In Trier sind Schwimmbäder zurzeit noch geschlossen. In Köln könne dagegen bereits wieder im Becken trainiert werden, erzählt Pschebizin.

Allerdings: Welche Wettkämpfe auch immer in der Triathlon-Bundesliga-Saison 2020 durchgeführt werden, Trier bleibt erstklassig. Denn wegen der Bedingungen soll weder ein Meister gekürt werden, noch soll es Absteiger und Aufsteiger aus der zweiten Bundesliga geben.