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Unerwarteter Höhenflug unterm Hallendach in Luxemburg in der Coque

Leichtathletik-Hallenmeisterschaft : Unerwarteter Höhenflug unterm Hallendach

Jamal Hassane von der LG Bernkastel-Wittlich steigerte sich bei den Interregionalen Hallenmeisterschaften in Luxemburg auf 2,04 Meter im Hochsprung.

Ein Titel, jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen und ein Höhenflug unterm Dach der Coque brachten die Interregionalen Hallenmeisterschaften mit Teilnehmern aus Luxemburg, Belgien, Frankreich, dem Saarland und Rheinland-Pfalz für die Leichtathleten der Region Trier. Hochspringer Jamal Hassane überflog erstmals 2,04 Meter. Damit setzte sich der 21-Jährige von der LG Bernkastel-Wittlich gegen Pascal Zimmer (TuS Bornheim/2,01) und den Konzer Aaron Strupp (1. FC Kaiserslautern/1,98) durch.

„Als ich morgens aufgestanden bin, dachte ich noch: Das wird kein so guter Tag. Auch das Einspringen war noch nicht so toll“, erzählt Hassane. Umso überraschter war er, als er mit bis 2,01 Meter ohne Fehlversuch durchkam. Die neue persönliche Bestleistung (bisher 2,00 Meter) meisterte Hassane erst im dritten Versuch. „Da hat es gehapert. Irgendetwas im Anlauf hat nicht gestimmt“, erzählt er. Doch bei 2,04 Metern hatte er das Problem im Griff und übersprang die Höhe im zweiten Versuch. „Bei den Rheinland-Teammeisterschaften im September in Bad Neuenahr war ich ja auch schon mal über drüber. Ich lag schon auf der Matte, als die Latte damals doch noch gefallen ist. Aber seitdem wusste ich, dass ich es drauf habe“, sagt Hassane, der nun mit den rheinland-pfälzischen Landeshallenmeisterschaften, einem internationalen Meeting in Luxemburg und den Süddeutschen Meisterschaften noch mindestens drei Startmöglichkeiten in der Hallensaison hat.

Die Trainingsmöglichkeiten der Hochspringer im Winter sind dabei in der Region Trier begrenzt. Draußen ist es zu nass und kalt. Die Hallen verfügen nicht über einen Belag, auf dem man Spikes anziehen kann. „Man kann zwar Absprünge trainieren, aber nicht aus dem vollen Anlauf, weil man ohne Spikes irgendwann doch abrutscht“, erklärt Hassane. Höher als 2,04 Meter sprangen bisher im Leichtathletikbezirk Trier nur die Bezirksrekordler Günter Merlot (Freiluft: 2,14 Meter im Jahr 1980) und Thomas Fusenig (Halle: 2,10 Meter 1989) sowie der Franzose Pierre Bernard (2,07 Meter 1991, alle TV Germania Trier).

Fusenig, der in den vergangenen Jahren maßgeblich die Nachwuchsabteilung beim Post-Sportverein Trier (PST) wieder mit aufgebaut hat, konnte in Luxemburg nicht nur Hassanes Höhenflug, sondern auch die Hallenbestzeit seines Sohnes Nicolas beobachten. Der 20-Jährige steigerte sich als Interregionaler Vizemeister über 60 Meter Hürden auf 8,71 Sekunden. Jule Schulten verbesserte den ein Jahr alten Hallen-Bezirksrekord im Dreisprung ihrer PST-Vereinskameradin Lilian Steilen um neun Zentimeter auf 10,73 Meter. Das reichte im starken Feld allerdings nur zum siebten Platz. 13,26 Meter im Dreisprung der Männer brachten Aaron Strupps älteren Bruder Michael (ebenfalls 1. FC Kaiserslautern) zumindest die Bronzemedaille. Über 800 Meter bestätigte PST-Mittelstreckler Johannes Hein als Fünfter mit 1:57,96 Minuten seine zurzeit gute Form.

Ergebnisse:

Frauen, 60 m Vorlauf: Maren Schumacher (PST Trier) 8,29 Sekunden. Hoch: 2. Anna-Sophie Schmitt (LG Bernkastel-Wittlich) 1,60 m. Drei: 7. Jule Schulten (PST Trier) 10,73 m.

Männer, 60 m Vorlauf: Florian Raadts (LG Bernkastel-Wittlich) 7,32 Sekunden. 800 m: 5. Johannes Hein (PST Trier) 1:57,96 Minuten. 60 m Hürden: 2. Nicolas Fusenig (PST Trier) 8,71 Sekunden. Hoch: 1. Jamal Hassane (LG Bernkastel-Wittlich) 2,04 m, 3. Aaron Strupp (Konz/1. FC Kaiserslautern) 1,98. Drei: 3. Michael Strupp (Konz/1. FC Kaiserslautern) 13,26 m.

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