Unterstützung beim Kraftakt Bundesliga

Triathlon : Unterstützung beim Kraftakt Bundesliga

Mit den Triathleten von Tri Post Trier hat Deutschlands älteste Stadt neben den Rollstuhlbasketballern in diesem Jahr ein weiteres nationales Erstligateam am Start. Für die Ausdauerathleten ist das ein Riesensprung - auch finanziell.

Die Aufstiegsfeier war gleichzeitig Startschuss für einen arbeitsreichen Herbst und Winter! Im September machten die Triathleten von Tri Post Trier nach nur zwei Jahren in der zweiten Bundesliga den Aufstieg in die erste Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga perfekt. Praktisch zeitgleich begannen die Planungen und Vorbereitungen für die, wie der Tri-Post-Vorsitzende Helmut Rach sagt, weltweit stärkste Liga. Die Sportler gingen bereits im November in ein spezielles Schwimm-Trainingslager. Die Tri-Post-Funktionäre arbeiteten an den Rahmenbedingungen für die Erstliga-Rückkehr nach rund 20 Jahren. Ein großes Puzzlestück haben sie mit der PSD Bank als Namenssponsor gefunden.

„Der leistungsmäßige Unterschied zwischen zweiter und erster Bundesliga ist immens. Unsere Sportler werden sich mit vielen internationalen Spitzenathleten messen müssen“, sagt Rach und erzählt vom EJOT Team Buschhütten. Der deutsche Meister verstärkt seinen nun 35-köpfigen (!) Kader noch einmal mit sieben international erfahrenen Athleten. Darunter ist nur ein Deutscher, ansonsten Schweizer, ein Russe, ein Ungar, ein Brite und ein Slowene.

Auch das Tri-Post-Team muss sich verstärken. Auf „Einkaufstour“ will (und kann) man aber nicht gehen. Zu Tim Dülfer, Nicolas Krämer, Peter Morbe, Maximilian Nichterlein, Jens Roth, Nicolas Saurenz und Andreas Theobald aus der Aufstiegsmannschaft kommen der Luxemburger Oliver Gorges, der als Jugendlicher bereits für Tri Post gestartet ist, und der aus Traben-Trarbach stammende Timo Spitzhorn aus Niederelbert im Westerwald. Man wolle weiterhin auf auf Kräfte aus der Region bauen, betont Rach.

Bis zum Saisonstart im Frühsommer wolle man versuchen noch mindestens einen Athleten ins Team holen, der neben dem deutschen Crosstriathlon-Meister Roth in der Einzelwertung unter die besten 20 kommen kann. „Das klare Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Marc Pschebizin, der zusammen mit Engel Mathias Koch die Mannschaft trainiert. Verstärkung ist deshalb wichtig, Durch den Wertungsmodus, bei dem das Tagesresultat durch Addition der Platzziffern der besten vier Starter (von maximal fünf) eines Teams erstellt wird, sind mindestens ein, besser zwei Teilnehmer im Vorderfeld besonders wichtig.

Fest steht für Rach aber: Die Athleten der Tri-Post-Bundesliga-Mannschaft erhalten keine Vergütung. Rach: „Unsere Sportler sind reine Amateursportler!“ Ein finanzieller Kraftakt werde die Bundesliga für die rund 250 Mitglieder umfassende Triathlon-Abteilung des Post-Sportvereins Trier (PST) trotzdem. Die fünf Liga-Wettkämpfe sind über ganz Deutschland verteilt. Dafür fallen ebenso Reise- und Übernachtungskosten an, wie für Trainingslager und die Mannschaftsausstattung. Zahlen will Rach nicht nennen, lässt aber durchblicken, dass sich das Budget im nicht ganz niedrigen fünfstelligen Eurobereich bewegen dürfte.

„Für uns ist die Unterstützung des PSD Bank von enorm großer Bedeutung“, ist Rach deshalb heilfroh über den Namenssponsor. „Das Engagement der PSD Bank ist ein wegweisender Schritt und nicht nur von finanzieller Bedeutung.“ Bei der Genossenschaftsbank, die bereits mit dem 1. FC Köln, dem Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach oder Lukas Podolski kooperiert, gefällt, dass das Tri-Post-Team den Bundesliga-Aufstieg mit Sportlern aus der Region geschafft hat. „Vereine leisten viel für die Gesellschaft, vermitteln sie doch Werte und fördern ganz besonders die Gemeinschaft“, so René Königshausen, Vorstand Vertrieb der PSD Bank, „daher ist es für uns als regionale Genossenschaftsbank eine echte Herzensangelegenheit, uns hier zu engagieren.“

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