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Vereinswechsel mit Verspätung bei den Leichtathleten der Region Trier

Leichtathletik : Vereinswechsel mit Verspätung

Vereinswechsel im neuen Jahr: Chiara Bermes geht von Trier nach Schweich. PST verstärkt sich beim U-18-Nachwuchs.

Wechselfristen spielen in Zeiten von Corona in der Leichtathletik keine so große Rolle mehr. Das jedenfalls lässt ein Blick auf die Startrechts-Veränderungen vermuten. Zwischen dem 1. Oktober und dem 30. November kann alljährlich regulär ein Verein gewechselt werden. Doch 2020/21 fand der für die regionale Laufszene wohl wichtigste Vereinsübertritt erst danach statt: Chiara Bermes verlässt nach zwölf Jahren den Post-Sportverein Trier (PST) und startet zukünftig für den Lauftreff Schweich (LTS).

„Die Mannschaft war ein ausschlaggebender Punkt“, sagt die vielfache Rheinlandmeisterin und Gewinnerin des Trierer Stadtlaufs 2019. Ihr Wechsel nach Schweich legt nahe, dass sich die 27-Jährige zukünftig mehr dem Straßenlauf widmet. Mit Marina Wierz, Michelle Bauer und Yvonne Engel haben die Schweicher bereits drei Läuferinnen mit persönlichen Bestzeiten unter 40 Minuten auf zehn Kilometer in ihren Reihen. Auch im Crosslauf könnte das Team zukünftig eine gute Rolle spielen. Mittelstreckenstaffeln wie beim PST dürften für Bermes allerdings der Vergangenheit anzugehören.

Weil sie sich erst nach Ende der Wechselfrist für den LT Schweich entschieden hat, gilt ein neunmonatiges Startverbot seit Bermes' letzten Auftritt im PST-Trikot. Das war beim SWT-Läuferabend im Trierer Moselstadion am 16. Juli 2020. Ihre dabei erzielte Zeit von 10:01,62 Minuten ist die Beste einer Läuferin des Leichtathletik-Verbands Rheinland im Corona-Jahr über 3000 Meter. Gesperrt ist Bermes deshalb bis zum 16. April.

Nicht so schlimm, glaubt der LTS-Vorsitzende Dirk Engel. Vorher werde es wohl kaum einen Wettkampf geben.

Die Hoffnung, dass es in den nächsten Monaten für eine breitere Masse von leistungsorientierten Leichtathleten Wettkämpfe geben wird, ist in den vergangenen Wochen auch bei Marc Kowalinski geschwunden. Die rheinland-pfälzischen Crosslaufmeisterschaften am 28. Februar in Laubach im Hunsrück und die deutschen Querfeldeinlauf-Meisterschaften im nordrhein-westfälischen Sonsbeck stehen zwar noch in den Terminübersichten, aber der PST-Mittelstreckentrainer stellt schon Überlegungen für eine DM-Verschiebung an: „Wir hoffen auf eine Cross-DM im Winter, die wir dann mit dem Team laufen können“, sagt der 42 Jahre deutsche Crosslauf-Mannschaftmeister von 2006.

 Walfried-Heinz-Sportfest in Konz
Walfried-Heinz-Sportfest in Konz Foto: Holger Teusch

Dann wäre auch für Jan Gerth, der - ebenfalls außerhalb der Wechselfrist - vom Verein Silvesterlauf Trier zum PST geht wieder startberechtigt. Zusammen mit dem DM-Neunten Simon Quint, Michael Weiland und Hannes Hubertz könnte Kowalinski dann ein großes Team ins Rennen der Unter-18-Jährigen (U 18) schicken. Bei den U-23-Junioren muss er dagegen auf Johannes Hein verzichten. Der drittschnellste LVR-Mittelstreckler des Jahres 2020 wechselt studienbedingt zur LG Karlsruhe. Außerdem verstärkt Triathlet Tim Dülfer zukünftig auch das Langstreckenteam der LG Vulkaneifel.

Beim Nachwuchs verliert die LG Bernkastel-Wittlich drei hoffnungsvolle Athletinnen. Mit einem Schulwechsel ans Saarbrücker Gymnasium am Rotenbühl, einer Eliteschule des Sports, verließ Anna-Sophie Schmitt bereits im Sommer die Mosel-LG. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 1,71 Metern schrammte die 16-Jährige für ihren neuen Verein Saar 05 Saarbrücken bei der Jugend-DM im September als U-18-Vierte nur haarscharf an einer Medaille vorbei. Um zukünftig im Mehrkampf Fuß zu fassen, verlassen die zweitschnellste W-14-Sprinterin im LVR Mia Louisa Schmitz und ihre ein Jahr jüngere Schwester Mara Sophie die LG Bernkastel-Wittlich in Richtung Idar-Oberstein.