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Viele Fragen an Gesa Krause: Lieblingsessen, Muskelkater und Olympia

Schüler fragen Gesa Krause : Lieblingsessen, Muskelkater und Olympia

Die Europameisterin und WM-Bronzemedaillengewinnerin über 3000 Meter Hindernis besuchte die Gewinner des Silvesterlauf-Schulcups vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier.

Was ist Gesa Krause am liebsten? „In Italien gab es ganz fantastische Pizza. Aber ich mag auch sehr gerne Salat“, erzählte die WM-Dritte vom Verein Silvesterlauf Trier am vergangenen Freitag Schülern des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums (FWG). Also immer nur gesund essen? „Im Sommer gönne ich mir auch mal ein Eis. Außerdem backe ich sehr gerne“, schränkte die deutsche Rekordlerin über 3000 Meter Hindernis (9:03,30 Minuten) ein, als die Mädchen und Jungen der 6c bei der vielteiligen Fragerunde an der Reihe waren.

Der Besuch der erfolgreichsten deutschen Läuferin des vergangenen Jahrzehnts war ein Teil der Belohnung für das FWG für ihren sportlichen Einsatz beim 30. Bitburger-0,0%-Silvesterlauf am letzten Tag des Jahres 2019. 114 von etwas mehr als 700 Schülern des dreizügigen Gymnasiums waren mitgelaufen, über 15 Prozent, freute sich Schulleiterin Bärbel Brucherseifer. Außer den Fragerunden mit der Starläuferin gab es einen 500-Euro-Sportartikel-Gutschein für die Schule.

Eigentlich wollten Manuel Nollen erzählt etwas wehmütig, was er und sein Sportlehrerkollege Kai Kinzig zusammen mit Mathe- und Physiklehrer Patrick Lenz, die am letzten Tag des Jahres 2019 114 Schüler zum Laufen gebracht hatten, den FWG-Sieg beim Schulcup des 30. Bitburger-0,0%-Silvesterlaufs mit einem Sommerfest feiern. Mit einem Vortrag von Gesa Krause und einem gemeinsamen Lauf. Corona machte diesen Plan wie so vieles zunichte.

Ein Trostpflaster: Trotz Abstandsregeln, die ausdauernden Schüler konnten dank der kleinen Gruppen Gesa Krause mit Fragen löchern. Wie hoch denn die Hindernisse seien, über die sie springen müsse? „76 Zentimeter. Das ist eigentlich nicht so hoch. Aber die Hindernisse sind massiv und man sollte nicht mit dem Knie dran hängen bleiben“, erzählte Krause und Sportlehrer Nollen stellte zum Demonstration gleich eine entsprechend hohe Hürde auf.

Große Augen machten fast alle Schüler, wenn die Profiläuferin erzählte, dass sie bis zu dreimal täglich trainiere. Dabei kommen bis zu 200 Lauf-Kilometer wöchentlich zusammen. Manches Zweitauto wird nicht so viel gefahren werden, wie Gesa Krause pro Jahr läuft: 5000 bis 6000 Kilometer. Und nicht nur das: Dazu kommt auch allgemeines Ausdauertraining auf dem Fahrrad, auf Langlaufski oder schwimmend sowie Physiotherapie, Massagen, Kraft- und Koordinationstraining.

Schüler-Fragen an Gesa Krause:

Wie bist du zum Laufen gekommen?

Gesa Krause: Meine Eltern haben mich immer ein bisschen dazu gedrängt Sport zu machen. Ich habe ein bisschen Judo gemacht und geturnt und bin dann mit acht Jahren zur Leichtathletik gekommen. Das ist sehr vielfältig. Da findet jeder etwas.

Was ist es für ein Gefühl, wenn man bei Olympischen Spielen am Start steht?

Gesa Krause: Das ist unbeschreiblich! Das ist mein Lebenstraum. Als ich 2012 in London das erste Mal dabei war und wir ins Stadion kamen, waren da 80 000 Menschen im Stadion.

Schulleiterin Bärbel Brucherseifer: Ist das kein großer Druck, vor so vielen Menschen zu laufen?

Gesa Krause: Für manche ist es Druck. Ich sehe es als Privileg. Es ist etwas ganz besonderes, wenn man so viele Leute entertainen darf. Nach dem Startschuss fällt bei mir alles ab.

Bist du schon mal gestützt?

Gesa Krause: Ja, das passiert schon mal beim Hindernislauf. Ich bin zweimal gestützt. Das eine Mal 2009 bei einem meiner ersten Rennen. Ich hatte mir viel vorgenommen und hatte am letzten Wassergraben keine Kraft mehr. Und dann 2017 bei den Weltmeisterschaften in London. Da ist eine Läuferin vor mir gestürzt und ich über sie gefallen.

Hast du auch manchmal Muskelkater nach dem Training?

Gesa Krause: Natürlich. Man gewöhnt sich zwar an die Belastungen, aber manchmal tun die Muskeln trotzdem noch weh. Aber es ist manchmal auch ein schönes Gefühl, weil man weiß, man hat sehr gut trainiert.

Was war dein erstes Rennen?

Schulleiterin Bärbel Brucherseifer und das Organisationsteam der FWG-Silvesterlauf-Aktion freute sich, dass Europameisterin Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier den Läufern des Trierer Gymnasiums Rede und Antwort zu ihrem Sportlerleben stand. Foto: Holger Teusch
Die zweimalige Hindernislauf-Europameisterin Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier stand den Läuern des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, die den Schulcup beim 30. Bitburger-0,0%-Silvesterlauf gewonnen hatten Rede und Antwort zu ihrem Sportlerleben. Foto: Holger Teusch
Die zweimalige Hindernislauf-Europameisterin Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier stand den Läuern des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, die den Schulcup beim 30. Bitburger-0,0%-Silvesterlauf gewonnen hatten Rede und Antwort zu ihrem Sportlerleben. Foto: Holger Teusch
Die zweimalige Hindernislauf-Europameisterin Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier stand den Läuern des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, die den Schulcup beim 30. Bitburger-0,0%-Silvesterlauf gewonnen hatten Rede und Antwort zu ihrem Sportlerleben. Foto: Holger Teusch

Gesa Krause: Mein erster Wettkampf war ein Crosslauf. Das waren Kreismeisterschaften und ich bin Zweite geworden.