1. Sport
  2. Laufen

Viele los trotz Corona bei Eifelläufern, hoffen auf Eifelmarathon

Laufen : Viele los trotz Corona und hoffen auf den Eifelmarathon

Trotz Corona gab es bei den Eifelläufern im vergangenen Jahr viel Bewegung. Aber nachdem der Eifelmarathon als Hauptveranstaltung zum zweiten Mal nur virtuell durchgeführt werden konnte, hofft man, dass am 12. Juni wieder richtig durch die Eifel gelaufen werden kann.

(teu) Stillstand ist Rückschritt, heißt es. Aber das kann man bei den Eifelläufer nicht behaupten. Trotz Corona war bei den Aktiven des Vereins Eifelmarathon auch 2021 wieder viel in Bewegung. Mit dem Bitburger Rotweinlauf organisierten die Eifelläufer im vergangenen Jahr zwar nicht wie 2020 die allererste öffentliche Laufveranstaltung unter Corona-Bedingungen, der Erlebnislauf gehörte aber wieder zu einer der Pionier-Angebote des Jahres. Die Durchführung der Veranstaltung wackelte im Juli nicht wegen der Pandemie, sondern wegen der Flutkatastrophe. Aber man machte das Beste daraus. 800 Euro Spenden gingen an die Geschädigten.

Dass die Corona-Pandemie gute Seiten hat, kann man zwar nicht behaupten, im Fall der Explore-Läufe beschleunigte sie allerdings die Realisierung eine Idee, die schon länger in den Schubladen der Eifelläufer lag. Denn als wegen der Kontaktbeschränkungen die beliebten Eifelläufe (siehe Extra) im vergangenen Winter nicht durchgeführt werden durften, waren die Eifel-Erkundungsläufe die ideale Alternative. „Auf nummerierte Wanderwege zu laufen ist ja einfach und Distanz ist immer genug da“, sagt Eifellauf-Koordinator Peter de Winkel und erklärt damit schon das Konzept. In Ein- oder Zwei-Wochen-Rhythmus werden den 110 Vereinsmitgliedern neue Laufstrecken-Vorschläge gemacht. Anhand der Wanderwegs-Ausschilderungen oder mit Hilfe der meist auch vorhandenen GPS-Daten können die Strecken individuell abgelaufen und so bisher unbekannte Gegenden erkundet werden.

Ebenso Corona-konform wie die Explore-Läufe ist die sogenannte Winterchallenge, das nicht nur für Vereinsmitgliedern offene Kilometer-Sammeln im Winterhalbjahr. Ein Vereinsfest, eine Weinwanderung, einen Vortrag über richtiges Dehnen, ein Laufanfängerkurs, jeden Dienstag um 19 Uhr Bahntraining im Stadion Bitburg und das Ausgleichstraining, das teilweise online abgehalten wurde, rundeten die Aktivitäten der Eifelläufer ab. Ein Jahr nach dem plötzlichen Tod von Lauftreffleiter Frank Lippert wurde 2021 außerdem ein Gedächtnislauf organisiert. Lippert-Nachfolger Christian Lux möchte diesen regelmäßig durchführen.

Durch Lipperts Tod mussten auch die Organisation des Bitburger Stadtlaufs neu aufgestellt werden. Dazu kamen Bauarbeiten in der Innenstadt, dass Anfang September auf das Flugplatz-Gelände ausgewichen werden musste. Der Mut wurde belohnt: 447 Läufer kamen ins Ziel und 1500 Euro für den Verein Behindertensportgruppe „Gemeinsam aktiv“ zusammen.

Wermutstropfen im Rückblick der Eifelläufer: Die Hauptveranstaltung, der Eifelmarathon, konnte zum zweiten Mal nur virtuell stattfinden. Für die 23. Auflage am 12. Juni 2022 hat man sich aber viel vorgenommen. Außer den bekannten Strecken über zehn Kilometer, 21,1 Kilometer, 42,2 Kilometer, den Ultramarathon (51,4 Kilometer) entlang der Prüm zwischen Waxweiler und dem Bitburger Stausee soll es erstmals einen Traillauf über 28 Kilometer geben. Fast ausschließlich auf schmalen Pfaden müssen dabei mehr als 900 Höhenmeter bewältigt werden. „Wir sind sehr zuversichtlich“, ist de Winkel hinsichtlich der Durchführung des ersten realen Eifelmarathons seit 2019 optimistisch.

Internet: www.eifelmarathon.com