Laufveranstaltung Vom Stadt- zum Erlebnis- und Fährturmlauf

Schweich · Der Lauftreff Schweich feiert am Samstag die zehnte Auflage des Fährturmlaufs. Die Geschichte der Ausdauersportveranstaltung geht allerdings fast drei Jahrzehnte zurück.

 Beim Fährturmlauf bewegt der Lauftreff Schweich seit 2012 eine vierstellige Teilnehmerzahl. Die Wurzeln der Veranstaltung gehen aber bis auf das Jahr 1994 zurück.

Beim Fährturmlauf bewegt der Lauftreff Schweich seit 2012 eine vierstellige Teilnehmerzahl. Die Wurzeln der Veranstaltung gehen aber bis auf das Jahr 1994 zurück.

Foto: Holger Teusch

Zehn Jahre Fährturmlauf werden am Samstag (26.3., erster Start 12.45 Uhr, Hauptlauf: 15 Uhr) in Schweich gefeiert. Auf den ersten Blick nur ein kleines Jubiläum, aber die Geschichte der Schweicher Läufe geht fast drei Jahrzehnte zurück.

Am 20. August 1994 reihte sich die Stefan-Andres-Stadt auf einem 2,5-Kilometer-Innenstadtparcours in die Reihe der Stadtläufe ein, die damals außer in Trier in Konz, Hermeskeil, Bitburg und Gerolstein durchgeführt wurden. Mit großem Erfolg: „Echte Citylauf-Atmosphäre“ und eine vierstellige Zuschauerzahl wurde dem damals vom TuS Mosella Schweich organisierten Lauf in der Berichterstattung des Trierischen Volksfreunds bescheinigt. Premierensieger des Zehn-Kilometer-Hauptlaufs waren die damals bereits 46-jährige Elfi Dewald vom PST Trier in 40:25 Minuten und Wilfried Hermesdorf von der TG Konz in 31:48 Minuten. Die Strecke führte vom Brunnenzentrum viermal durch Alt-Schweich und über Brücken- und Richtstraße.

Die innerörtliche Hauptverkehrsachse für die Sportler zu nutzen, erwies sich gerade für ehrenamtliche Organisatoren als immer problematischer. Streckenänderungen gab es beim fast jedes Jahr. Die Schweicher Lauforganisatoren, die sich am 6. März 1996 als Lauftreff Schweich vom TuS Mosella selbstständig machten, schlugen sich siebenmal damit herum.

2001 der Befreiungsschlag: Es wurde erst erst gar nicht versucht, eine Stadtlaufstrecke anzubieten, auf der die Bestzeiten im Dutzend fallen. Statt nutzte man die Mosellandschaft und führte neben dem Zehn-Kilometer-Rennen auch einen Halbmarathon durch. Die Umbenennung von Stadt- in Erlebnislauf war folgerichtig. Mit rund 500 Höhenmetern war der neue 21-Kilometer-Lauf eine echte Herausforderung, bot aber auch tolle Ausblicke aus den Weinbergen ins Moseltal. 2002 wechselte man terminlich nach fünf Austragungen im Mai in den März - und stellte sich damit auch in Konkurrenz zum zehn Jahre älteren Mittelmosellauf (MiMo, 1984-2013) im einige Kilometer moselabwärts gelegenen Leiwen als Saisonauftakt.

Elfmal wurde die Schweicher Veranstaltung als Erlebnislauf durchgeführt. Als Fährturmlauf würde er am Samstag auf die gleiche Anzahl kommen. Doch im März 2020 fiel die Veranstaltung als erster großer Lauf in der Region wegen der Corona-Pandemie aus. 2021 musste sie aus diesem Grund auf Ende Oktober verschoben werden.

8. Schweicher Fährturmlauf
130 Bilder

8. Schweicher Fährturmlauf

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Foto: Holger Teusch

Mit dem seit 2012 realisierten Konzept hatte der LT Schweich aber den richtigen Riecher. Selbst unter Pandemie-Bedingungen lag die Teilnehmerzahl vor knapp einem halben Jahr mit fast 500 auf dem Niveau der Stadt- und Erlebnisläufe. Bei der zehnten Auflage wird voraussichtlich wieder an einem vierstelligen Ergebnis gekratzt werden. Der Finisherrekord, er seit dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 bei 1398 liegt, bliebt aber (vorerst) unangetastet.

Das Erfolgsrezept? Zwar gab es 2012 keine Rückkehr auf einen Innenstadtparcours, aber die Wendepunktstrecken am namensgebenden Fährturm vorbei und entlang der Mosel in Richtung Trier-Quint sind absolut eben und entsprechend schnell. Ein wichtiger Punkt für alle, die zum Auftakt des Bitburger-0,0%-Läufercups (Schweich gehört seit 2001 zu der Laufserie) eine gute Zehn-Kilometer-Zeit erzielen wollen. Im Start-Ziel-Bereich auf dem neuen Kunststoff-Sportplatz kommt dank des straffen Zeitplans (zehn Starts in zweieinhalb Stunden!) und der vielen und gut besetzten Volksfreund-Kinderläufe gute Stimmung auf. Genauso wie bei den Siegerehrungen im neuen Bürgerzentrum. Dort werden auch die Startnummern ausgegeben. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen sind allerdings keine Anmeldungen mehr möglich.