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Wenige Meter, viel Trubel

Richtig eng geht es beim Bernkastel-Kueser Hallensportfest bei den Biathlon- und Hallencrossläufen zu. Vor allem dann, wenn mehrere Teams gleichzeitig losrennen. TV-Foto: Holger Teusch
Richtig eng geht es beim Bernkastel-Kueser Hallensportfest bei den Biathlon- und Hallencrossläufen zu. Vor allem dann, wenn mehrere Teams gleichzeitig losrennen. TV-Foto: Holger Teusch FOTO: Holger Teusch (teu), Holger Teusch ("TV-Upload Teusch"
Bernkastel-Kues. Auch wenn sieben Kinder weniger am Start waren, als im Rekordjahr 2014, die Bernkastel-Kueser Sporthalle platzte am vergangenen Samstag aus allen Nähten. Trotz des Andrangs lief es beim größten Leichtathletik-Hallensportfest der Region aber so reibungslos wie nie. Holger Teusch

Bernkastel-Kues. Was Wolfgang Baum, vor zwei Jahren versprochen hatte, "am Ablaufplan feilen", das ist dem Leichtathletik-Abteilungsleiter des SFG Bernkastel-Kues und seinem Organisationsteam bei der diesjährigen Auflage vorbildlich gelungen. Noch während in einigen Altersklassen der Hochsprung lief, gingen beispielsweise andere Kinder im sogenannten Hallencrosslauf auf die Runde rund um die Weichbodenmatten und kurz aus der Halle hinaus.Das Ziel: alle mitnehmen


"Der Ablauf war absolut reibungslos", freute sich Waltraud Schwaab von der Sportfest-EDV-Abteilung, dass nach neun Stunden Sportfest um 20 Uhr alle Siegerehrungen über die Bühne waren. Zuvor hatten 199 Kinder zwischen vier und 13 Jahren jeweils drei oder vier Disziplinen absolviert - ein Mammutprogramm in einer gerade mal 45 Meter mal 25 Meter großen Halle.
Im Mittelpunkt stand der in drei Altersklassen (U8, U10, U12) angebotene Kinderleichtathletik-Wettkampf. Der Grundgedanke: Alle, egal wie leistungsstark und wie weit in der Entwicklung, mitnehmen. Deshalb gibt es bei der sogenannten KiLa nur noch Team-, keine Einzelwertungen. Statt auf Zeit zu sprinten, gibt es beispielsweise eine Hindernis-Sprintstaffel.
Der Ausdauerlauf wurde passend zum Abschluss der WM am Holmenkollen als Team-Biathlon durchgeführt. Erleichterung für die Kampfrichter brachte, dass beim Medizinballstoßen nur bestimmte Zonen, nicht mehr exakte Weiten zählen. Insgesamt erfordere das neue Konzept aber mehr Einsatz und eine größere Anzahl von Helfern.
Am stärksten vertreten und in zwei von drei KiLa-Altersklassen siegreich war der SFG Bernkastel-Kues. Nur in der Altersklasse U10 mussten die Lokalmatadore den ersten Platz an den TV Morbach abgeben. Bei den Zwölf- und Dreizehnjährigen, die einen Dreikampf aus 30-Meter-Sprint, Hochsprung und Medizinballstoßen absolvierten, sorgte die erst zwölfjährige Anna-Sophie Schmitt vom Wittlicher TV mit überragenden 1,43 Metern im Hochsprung für das herausragende Einzelresultat.
Die 13-jährige Emilia Faria do Nascimento (4,97 Sekunden) und Tim Stetzka (4,86) blieben über 30 Meter als Einzige unter der Fünf-Sekunden-Schallmauer.Extra

Ergebnisse (Platz 1-3, Addition der Einzelplätze, je geringere Punktzahl, desto besser): U 8: 1. SFG 4 Punkte, 2. TV Morbach II und Wittlicher TV beide 11. U 10: 1. TV Morbach 6 Punkte, 2. SFG 8, 3. PSV Wengerohr 16. U 12: 1. SFG III 4 Punkte, 2. SFG I 12, 3. TV Morbach 16. Mädchen Dreikampf, W 12: 1. Anna-Sophie Schmitt (Wittlicher TV) 3 Punkte, 2. Michelle Ehlen (SFG) 10, 3. Johanna Dolk (Silvesterlauf Trier e.V.) 11. W 13: 1. Emilia Faria do Nascimento (SFG) 4, 2. Janine Hennrich (TG Konz) 6, 3. Jana Klas (SV Wintrich) und Jule Kaiser (SV Morbach) beide 17. Jungen Dreikampf, M 12: 1. Kilian Glesius und Erik Ediger beide 6 Punkte, 3. Frederik Ries 8. M13: 1. Tim Stetzka 4 (alle SFG), 2. Loris Krempchen (TG Konz) 6, 3. Michael Yankelevich (SFG) 7. Abkürzung: SFG = SFG Bernkastel-Kues

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