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Werhans Lauf-Rechnung geht auf

Werhans Lauf-Rechnung geht auf

Das schlug wie eine Bombe ein: Bei den westdeutschen Hallenmeisterschaften pulverisierte Dominik Werhan in 8:26,42 Minuten seine persönliche Bestzeit und gilt jetzt als Favorit für die Jugend-DM in knapp zwei Wochen.

Leverkusen. Die Lauf-Rechnung ging auf, aber nach dem Erfolg bei den westdeutschen Meisterschaften wartete richtige Rechenarbeit auf Dominik Werhan. Auch als frischgebackener deutscher U-20-Jahresbester über 3000 Meter musste sich der Schüler des Trierer Balthasar-Neumann-Technikums um seine Mathematik-Hausaufgaben kümmern. Schreibtischarbeit statt Siegesfeier stand am Sonntagabend auf dem Programm.
Dass die Reise nach Leverkusen zu einem solchen Triumph werden würde, damit hatte Werhan nicht gerechnet. "Ich weiß nicht, was da los war. Das war der Wahnsinn", zeigte sich der deutsche U-18-Jugendmeister von 2010 überwältigt. Um mehr als acht Sekunden, auf 8:26,42 Minuten, steigerte der Schützling von PST-Trainer Volkhart Rosch seinen Hausrekord. "Ich war im Ziel erst fassungslos. Alex Bock, der uns begleitet hat, kam direkt und sagte, ich sei deutsche Jahresbestleistung gelaufen. Und Bundestrainer Werner Grommisch meinte, jetzt sei ich Favorit für die Jugend-DM", erzählt Werhan.
Der 18-Jährige hatte am Sonntagnachmittag nicht nur die schnellsten Beine, sondern auch das Glück auf seiner Seite. Wie Rosch gehofft hatte, liefen die U-20-Starter gemeinsam mit den Männern. "Wir sind schnell angegangen, in 31 Sekunden für die erste Runde", erzählt Werhan. Nach 2:47 Minuten für den ersten und 5:39 Minuten für den zweiten Kilometer lag Werhan auf Bestzeitkurs. Im Schlussspurt schob er sich an Männer-Sieger Jan Simon Hamann (Bochum/8:27,56) vorbei.
Werhans Glanzleistung überstrahlte die übrigen guten Resultate der Starter aus der Region. Mirco Zenzen (LG Vulkaneifel) blieb als Jugendvizemeister über 15 Runden à 200 Meter unter neun Minuten (8:58,21). Über 400 Meter steigerte Kevin Ugo (PST) als U-20-Vierter seine Bestzeit zum dritten Mal in diesem Jahr auf 51,56 Sekunden.
Nachdem Christopher Pieper bereits am Samstagabend in Luxemburg 60 Meter unter sieben Sekunden gerannt war, unterbot der 19-jährige PST-Sprinter in Leverkusen die Marke zum zweiten und dritten Mal innerhalb von 24 Stunden. Im Vorlauf blieb er hinter WM-Teilnehmer Robin Erewa in 6,91 Sekunden nur zwei Hundertstelsekunden über seinem Bezirksrekord. Im Finale belegte Pieper in 6,96 Sekunden den siebten Platz. Sein 16 Jahre alter Vereinskamerad Simeon Melts (7,50) schied ebenso im Vorlauf der Jugend aus, wie - trotz guter 8,10 Sekunden - Jana Ewertz von der LG Bitburg-Prüm.teu