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Wieder Tausende Läufer beim Marathon und Halbmarathon in Luxemburg

Marathon : Wieder Tausende Läufer in Luxemburg (Fotos)

Aus dem erste deutschen Marathon-Sieg beim ING Night Marathon Luxembourg wurde zwar nichts, für die Region Trier stand aber Tine Hausmann als Drittplatzierte auf dem Siegertreppchen des Halbmarathons.

(teu) Laut, bunt, stimmungsvoll, zwei Jahren verspätet wegen Corona feierte der ING Night Marathon Luxembourg am Samstagabend sein kleines Jubiläum, die 15. Auflage. Von 12.000 Startern sprachen die Organisatoren um den aus Rittersdorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) stammenden Erich François. In den Hauptrennen über die Halbmarathon- und Marathon-Distanz (letztere auch mit Staffel) erreichen 7682 Läufer das Ziel. 2019 waren es knapp 3000 mehr. Dazu kommen noch Teilnehmer eines Fünf-Kilometer- und von zwei Kinderläufen.

Die Stimmung entlang der mit zigtausenden Zuschauern gesäumten Strecke war trotzdem gut, auch wenn einige gegenüber vor der Pandemie subjektiv weniger Anfeuerungsruhe wahrgenommen haben. Luxemburg-Debütantin Tine Hausmann war allerdings restlos begeistert: „Es war ein super tolles Rennen und die Stimmung auf der Strecke echt einzigartig. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte die Triererin im Trikot des LT Schweich. Die Steigerung war nur ihr Zieleinlauf in der Messehalle auf dem Kirchberg-Plateau als Drittplatzierte des Halbmarathon: „Das war Gänsehaut pur!“ Nach 21,1 Kilometern lagen nur die mehrfachen luxemburgischen Meisterin Jenny Gloden (1:20:23 Stunden) und Anny Wolter (1:22:32) vor der laufenden (und Rad fahrenden) Mutter (1:28:30).

 Tine Hausmann (LT Schweich/Team getFit, Vierte von links) belegte beim 15. ING Night Marathon Luxembourg über die Halbmarathondistanz als beste Deutsche den dritten Platz.
Tine Hausmann (LT Schweich/Team getFit, Vierte von links) belegte beim 15. ING Night Marathon Luxembourg über die Halbmarathondistanz als beste Deutsche den dritten Platz. Foto: Holger Teusch

Dabei hatte Hausmann gehörigen Respekt vor der anspruchsvollen Strecke mit dem langgezogenen Schlussanstieg zurück zum Start-Ziel-Areal. Das lief bei der 39-Jährigen allerdings ebenso gut, wie bei ihrer viertplatzierten Vereinskollegin Marina Wierz (1:28:44). Mehr Probleme hatte da Jonas Lehmann. Die kurzfristig nachgemeldete Kenianer Ezekiel Kiprop Koech (Sieger in 2:15:44 Stunden) und Gedion Kipchirchir Murrei (2:31:41) enteilten der Konkurrenz zwar mit dem Startschuss, lange Zeit lag Lehmann aber zusammen mit dem Marokkaner Alaa Hrioued (2:35:14) an dritter Stelle. „Er ist dann bei Kilometer 33 am Bahnhof weggezogen und ich war komplett platt. Am Schluss bin ich sogar nochmal näher gekommen, was mich angesichts meiner Geschwindigkeit doch sehr überrascht hat. Letztlich musste ich aber froh sein, dass ich noch Platz vier retten konnte“, sagte der sechsmalige Gewinner des Kröver Mitternachtslaufs vom TuS Heltersberg.

Knapp am Podest vorbei schrammte auch Kevin Bohn. Der Läufer aus Palzem (Kreis Trier-Saarburg) lag fast das gesamte Rennen über in der Halbmarathon-Spitzengruppe. Am Ende lagen der Spanier Eric Domingo Rolden (1:12:13 Stunden), der Franzose Kamel Daouadji (1:12:17) und der Belgier Justin Mahieu (1:12:25) innerhalb von weniger als einer halben Minute vor Bohn (1:12:40) als besten Deutschen.

 Yvonne und Dirk Engel aus Schweich genossen die Stimmung beim Halbmarathon durch Luxemburg.
Yvonne und Dirk Engel aus Schweich genossen die Stimmung beim Halbmarathon durch Luxemburg. Foto: Holger Teusch

Ergebnisse:

Frauen, 21,1 km: 1. Jenny Gloden (Luxemburg) 1:20:23 Stunden, 2. Anny Wolter (Luxemburg) 1:22:32, 3. Tine Hausmann (LT Schweich/Team getFit/1. W40) 1:28:30 4. Marina Wierz (LT Schweich) 1:28:44, 5. Charlotte Sujardin (Belgien/1. W 45) 1:29:14, 16. Yvonne Engel (LT Schweich/2. W 45) 1:34:33, 25. Diane Schmidt (LT Schweich) 1:36:52, 29. Leona Panosch 1:37:45, 31. Sara Schumacher (LT Schweich/DZ Privatbank) 1:37:47, 39. Mareike Haug 1:39:46, 45. Dominique Franke 1:41:16.

42,195 km: 1. Mercy Jeptoo Tuitoek (Kenia) 2:43:31 Stunden, 2. Shauline Chepkirui Koech (Kenia) 2:45:09, 3. Kerry Prise (Großbritannien) 2:58:12, 21. Rebecca Koch (Team getFit Trier) 3:47:18.

Männer, 21,1 km: 1. Eric Domingo Rolden (Spanien) 1:12:13 Stunden, 2. Kamel Daouadji (Frankreich) 1:12:17, 3. Justin Mahieu (Belgien) 1:12:25, 4. Kevin Bohn (Palzem/Losch Luxembourg) 1:12:40, 31. Jonas Schubert 1:20:16, 43. André Wilhelms (PST Trier) 1:21:47, 57. Tilo Hossbach 1:22:38, 71. Marius Kolz (Tri Post Trier) 1:23:09, 73. Jens Schmidt 1:23:28, 77. Raphael Wolf 1:23:44, 77. Daniel Hammes 1:23:47, 99. Andre Amisch 1:25:38, 149. Philipp Hensel (LT Schweich) 1:28:24, 157. Matthias Adam (LT Schweich) 1:28:38, 179. Martin Müller (LG Meulenwald Föhren) 1:29:10, 180. Markus Wolff (LT Schweich) 1:29:11, 196. Lars Boden 1:29:40.

42,195 km: 1. Ezekiel Kiprop Koech (Kenia) 2:15:44 Stunden, 2. Gedion Kipchirchir Murrei (Kenia) 2:31:41, 3. Alaa Hrioued (Marokko) 2:35:14, 4. Jonas Lehmann (TuS Heltersberg) 2:25:36.