WM-Finale 3000 Meter Hindernis Gesa Krause gewinnt Bronze

Kostenpflichtiger Inhalt: Leichtathletik : Gesa Krause gewinnt WM-Bronze

Im schnellsten Weltmeisterschaftsrennen über 3000 Meter Hindernis der Frauen gewinnt Gesa Krause vom Verein Silvesterlauf Trier die Bronzemedaille mit deutschem Rekord 9:03,30 Minuten.

Was für ein Rennen, was für ein Erfolg! Gesa Krause hat die erste Medaille für Deutschland bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha gewonnen. Die 27-Jährige vom Verein Silvesterlauf Trier musste über 3000 Meter Hindernis nur Weltrekordlerin Beatrice Chepkoech aus Kenia (8:57,84 Minuten) und der US-Amerikanerin Emma Coburn (9:02,35) den Vortritt lassen. Mit 9:03,30 Minuten lief Krause wieder deutschen Rekord.

Weltrekordlerin Chepkoech ließ von Anfang an nichts anbrennen. Mit dem Startschuss setzte sich die Kenianerin, die vor zwei Jahren noch fast am Wassergraben vorbei gelaufen wäre, von der Konkurrenz ab. Den ersten Kilometer durchlief sie in 2:52,95 Minuten. Weltrekordtempo!

Krause hielt sich am Ende der Verfolgergruppe auf. Ab und zu tat sich aber eine Lücke auf. Doch Trainer Wolfgang Heinig erklärte im ZDF, was es damit auf sich hatte: „Sie ist unter drei Minuten angegangen. Das haben wir noch nie gemacht. Ich hoffe, sie hat sich nicht übernommen.“

Die Befürchtung musste man drei Runden vor Schluss haben, als Titelverteidigerin Coburn das Tempo erhöhte und sich eine Vierergruppe absetzte. Doch 400 Meter später ist Krause wieder dran. Am vorletzten Wassergraben überholt sie die WM-Dritte von London 2017 Courtney Frerichs, ist nun Fünfte.

Die Glocke für die letzte Runde. Chepkoech ist weg. Coburn auch. Aber auf der Gegengerade erkämpft sich Krause die Vierte Position. Der letzte Wassergraben. Die Trierer Silvesterläuferin springt gleichzeitig mit Winfried Mutile Yavi auf den Balken, aber weiter. Platz drei.

Im Ziel weicht bei Krause die Anspannung der Freude: Die zweite WM-Medaille nach ebenfalls Bronze vor vier Jahren in Peking. Und dass nach einem Rennverlauf, bei der es zeitweise so aussah, als könne sie den Anschluss nicht halten. „Am Anfang war ich überrascht, wie schlecht es mir ging“, erzählt sie am ZDF-Mikrofon. Die Erklärung war das hohe Tempo. Und Krause hatte es richtig gemacht. Zum Schluss entschied das, was ihr Freund Gesa Krause am Morgen mit auf dem Weg gegeben hatte: Der Wille kann alles entscheiden!

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