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Zum Abschluss ein richtiges Läufercup-Finale

Deulux-Lauf : Zum Abschluss ein richtiges Läufercup-Finale

Der Deulux-Lauf zählt als zehntes und letztes Rennen zum Bitburger 0,0% Läufercup. Im Kampf um den zweiten Platz gab es ein Duell zwischen den ehemaligen PST-Vereinskameraden Martin Müller und Andreas Theobald.

Selten ging es beim letzten Wertungslauf zum Bitburger 0,0% Läufercup so spannend zu, wie beim 27. Deulux-Lauf. Zehn Sekunden trennten Martin Müller (LG Meulenwald Föhren) und Andreas Theobald vom Post-Sportverein Trier am Start im Kampf um den zweiten Platz. Theobalds ehemaliger PST-Vereinskamerad Alexander Bock (seit Jahresbeginn LC Rehlingen), der seinen dritten Cup-Gesamtsieg nach 2015 und 2016 bereits sicher hatte, klemmte sich als Tempomacher vor die beiden Kontrahenten. „Es war sehr rhythmisch weil Alexander Tempo gemacht hat. Ich habe mich in den Windschatten zurückgezogen“, sagt Müller zu seiner Taktik. Der 27-Jährige dürfte Theobald ja nur nicht zu weit enteilen lassen. Nachdem Bock dem Duo das Feld allein überlassen hatte, wagte Müller 700 Meter vor dem Ziel den Angriff, konnte sich absetzen und so die zehn Sekunden Vorsprung nicht nur verteidigen, sondern um neun Sekunden ausbauen. „Andy war ein starker Gegner. Das war nicht einfach“, zollte Müller, der in 32:38 Minuten den achten Platz belegte, seinem Rivalen Respekt.

Mit der besten Deulux-Lauf-Platzierung für einen Läufer aus der Region Trier geht für Müller eine gelungene Saison mit etlichen Volkslauf-Siegen zu Ende. Schon vor sechs Jahren war er Volkhart Rosch aufgefallen, als er im Moselstadion seine Runden drehte. Unter dem im vergangenen Jahr verstorbenen PST-Trainer erzielte Müller auch seine Zehn-Kilometer-Bestzeit von 32:20 Minuten (2014), bevor es zum Zerwürfnis kam. Martin Müller schien für den Laufsport verloren. Erst beim Trierer Firmenlauf 2017 tauchte er als Drittplatzierter für das Brüderkrankenhaus als seinen Arbeitgeber wieder auf. „Wolfram Braun hat mich dann angesprochen und durch ihn bin ich zum Sport zurückgekehrt“, erzählt Müller. Bei der LG Meulenwald Föhren hat der Trierer jetzt seine sportliche Heimat gefunden.

Trainieren muss er allerdings allein, wenn am frühen Nachmittag seine Frühschicht im Lager des Brüderkrankenhauses endet. Zwischen 70 und 110 Kilometer pro Woche kommen so zusammen. „Ich mache mir meine Trainingspläne selbst und frage ab und zu Wolfram um Rat.“ Bahntraining mache er aber nicht mehr. „Das macht mir meine Bänder kaputt“, sagt Müller. Eine seiner Lieblingseinheiten: 20 Kilometer mit Temposteigerungen zwischendurch.