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Zwischen Hoffen und Bangen

Zwischen Hoffen und Bangen

Mit gemischten Gefühlen blicken die Organisatoren auf die 27. Auflage des Trierer Stadtlaufs am 27. Juni. Noch fehlt wichtiges (Sponsoren-)Geld, gleichzeitig stimmt sie die Austragung im Rahmen des Altstadtfests zuversichtlich.

Trier. (bl) Für die drei Trierer Spitzensportvereine Eintracht, TBB und Miezen ist es Jahr für Jahr nicht einfach, einen Etat zu stemmen, der die Mannschaften in ihren Ligen konkurrenzfähig macht (der TV berichtete am Dienstag). Auch andere Clubs und Organisatoren von Sportveranstaltungen stehen immer wieder vor der Herkulesaufgabe, Geldgeber an Land zu ziehen. Ein Beispiel: Der Trierer Stadtlauf.

"Wir brauchen noch zwei Sponsoren — als Namensgeber für den Zehn-Kilometer-Lauf und den Bambini-Lauf", sagt Nicolas Klein, neben Andreas Rippinger einer der beiden Vorsitzenden des Vereins Trierer Stadtlauf. Der Grund: Laut Klein haben sich vor kurzem RWE und Volksbank zurückgezogen. Sollten sich bis Ende März keine Nachfolger finden, steht laut Klein der Lauf zwar nicht zur Disposition, doch Einsparungen wären unumgänglich — außer, andere Geldgeber satteln drauf.

Doch das Sparen sei nicht so einfach, sagt Klein. Weil Fixkosten da sind. Zum Beispiel für die Absperrungen in der Stadt (sie kosten rund 20 000 Euro). Zum Beispiel für das insgesamt rund 200-köpfige Helferteam. Oder die Werbung. Auch an der Startgeld-Schraube soll nicht gedreht werden. Die Preisgelder sind bereits in der Vergangenheit angepasst worden.

Unklar ist, ob sich eventuell die Bitburger Brauerei wieder stärker im Vordergrund engagieren wird. Zur Erinnerung: Anfang 2006 hatte sich das Unternehmen als Hauptsponsor zurückgezogen. Stadtlauf-Verein und Brauerei hatten nicht mehr auf einem gemeinsamen Nenner zusammengefunden. Seitdem ist die Brauerei sogenannter Mitsponsor. Klein: "Es gab neue Gespräche. Noch liegen die Standpunkte aber ein bisschen weit auseinander."

Sponsoren decken zu rund 60 Prozent den Etat



Der Etat des Stadtlaufs beträgt nach Auskunft des stellvertretenden Verein-Schatzmeisters Johann Aubart rund 110 000 Euro. Rund 60 Prozent werden von Sponsoren gedeckt, 30 bis 35 Prozent kommen durch Startgelder zusammen. Daneben gibt es Zuschüsse.

In diesem Jahr wird der Stadtlauf am 27. Juni ausgetragen — und damit wieder im Rahmen des Altstadtfests. Von dieser Liason erhoffen sich die Stadtlauf-Macher dauerhaft Vorteile. Klein: "Wir können dadurch auf Infrastruktur zurückgreifen, zum Beispiel auf die Toilettenanlage oder eine Bühne. Und die Organisatoren können die Veranstaltungen gegenseitig bewerben. Auch das ist viel wert."