24h gestartet : „Ring frei“ für das größte Rennen der Welt

Das „größte Rennen der Welt“, wie der Langstrecken-Klassiker in der Eifel genannt wird, ist gestartet. Zum 46. Mal werden die „Helden der Nordschleife“ seit heute bis am Sonntag zur Zieldurchfahrt um 15.30 Uhr den Nürburgring und die gesamte Region auf den angrenzenden Campingplätzen in eine riesige Freiluft-Arena mit Rennsport-Ambiente und Partylaune verwandeln.

Um Punkt 15.30 Uhr schickte Rennleiter Walter Hornung bei strahlendem Sonnenschein die 150 Fahrzeuge mit 571 Fahrern, darunter 105 Debütanten des 24h-Rennens auf die 25,378 Kilometer lange Kombination von Grandprix-Strecke und Nordschleife. Am Sonntag zur gleichen Zeit wird die härteste sportliche Belastungsrobe für Mensch und Material in der Eifel beendet sein.

Nach teils wieder vielen dramatischen Szenen und Momenten auf einem der vielen legendären Streckenabschnitte der „Grünen Hölle“, wie der dreifache Formel-1-Weltmeister Sir Jackie Stewart die Rennstrecke in der Region einst getauft hatte, wird Bilanz gezogen. Der Wetterbericht lässt im wahrsten Sinne des Wortes einige Turbulenzen erwarten. Für die Nacht und auch für den Sonntagmorgen sind demzufolge heftige Gewitter inklusive der üblichen Begleiterscheinungen angesagt.

Das Feld der möglichen Gesamtsieger ist auch in diesem Jahr wieder irgendwo zwischen riesengroß und unübersichtlich. Der Belgier Laurens Vanthoor hatte am Freitagabend im Top 30 Qualifying mit der fantastischen Zeit von 8:09,105 Minuten im Manthey-Porsche mit der Startnummer 911 die Pole Position geholt und seinen Markenkollegen Sven Müller im Falken-Porsche um 0,417 Sekunden auf Platz zwei verwiesen. Norbert Siedler machte im Frikadelli-Porsche mit der Startnummer 31 den Dreifach-Erfolg für die Zuffenhausener perfekt.

Wie in jedem Jahr bedeutet das Rennen zweimal rund um die Uhr auch für die Langstrecken-Experten aus der Region den Saison-Höhepunkt des Jahres. Der Kelberger Christian Menzel (Ferrari 488, gemeinsam mit Oliver Kainz aus Daun / Mayen), der in diesem Jahr sein 24. 24h-Rennen auf dem „Ring feiert“, ist der Pilot mit den meisten Teilnahmen aus der Region. Menzels Sohn Nico geht im BMW M4 an den Start.

Ein Jubiläum feiern zwei Piloten aus der Region. Darunter Arno Klasen (Getspeed-Porsche 911 GT3 Cup 991) aus Karlshausen, der zum 20. Mal auf seiner Hausstrecke an den Start geht. Seinen zehnten 24h-Start absolviert in diesem Jahr der Irreler Philipp Leisen im BMW 235i Racing. Ein besonderes Augenmerk wird wieder der Bitburger Thomas Mutsch auf sich ziehen. Der 39jährige pilotiert einen der beiden spektakulären Renner der Scuderia Cameron Glickenhaus, die einem US-amerikanischen Kunstmäzen gehört.

Ein Höhepunkt ist das diesjährige Rennen auch für Rudi Adams aus Nohn im Vulkaneifelkreis, der im Walkenhorst-BMW Z4 wieder mit einem besonders leistungsstarken GT3-Fahrzeug an den Start geht.

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