Tourenwagen Flache Flundern statt Kolosse – und ein Eifeler ganz vorne dabei

Nürburgring · Rang acht auf dem Ring: Der Kelberger Porsche-Pilot Nico Menzel will das Titelrennen in der ADAC GT Masters-Serie so lange wie möglich offenhalten.

 Nico Menzel aus Kelberg im Porsche 911 GT3 R von Huber Motorsport beim Samstag-Rennen des ADAC GT Masters.

Nico Menzel aus Kelberg im Porsche 911 GT3 R von Huber Motorsport beim Samstag-Rennen des ADAC GT Masters.

Foto: Jürgen Braun

Eigentlich stand die Serie am Wochenende etwas im Schatten der „dicken Brummer“, der Kolosse des ADAC Truck Grandprix. Das aber völlig zu unrecht. Denn das GT Masters ist eine traditionsreiche Serie des ADAC mit wunderschönen Boliden der deutschen Premiummarken Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche sowie der italienischen Sportwagen-Legende Lamborghini. Zudem wies sie mit dem Kelberger Nico Menzel am Wochenende einen Lokalmatador als Top-Fahrer auf.

Mit den selbst ernannten „Traumwagen des GT-Sports“ hat sich das Masters über die Jahre ins Rampenlicht gefahren. Beim dritten Stopp in dieser Saison sorgten die Piloten der flachen Flundern für den PS-Ausnahmezustand in der Eifel. Rund 590 PS bringen die wunderschönen Grandtourisme-Fahrzeuge auf der 3,629 Kilometer langen Sprint-Version des Nürburgrings auf den Asphalt.

In dieser Saison haben sich die Verhältnisse komplett verschoben. Das Masters war eigentlich von Beginn an Deutschlands Vorzeige-GT3-Serie mit Premium-Anspruch. Mittlerweile ist sie das Sprungbrett für junge Fahrer in die DTM geworden, die seit diesem Jahr ebenfalls vom ADAC ausgerichtet wird.

Das bedeutet auch extreme Veränderungen in Bezug auf die Cockpit-Besatzung. Vorbei ist die Zeit der Fahrerpaarungen mit zwei professionellen Piloten. Vorgeschrieben ist stattdessen ein Fahrer mit einem sogenannten FIA Silber- oder Bronzerating.

Dazu gehört unter anderem auch Nico Menzel aus Kelberg. Der 25-jährige Sohn von Nordschleifen-Profi Christian Menzel hat sich bereits in der Nürburgring Langstreckenserie (NLS) und auch beim 24h-Rennen mit Top-Ten-Ergebnissen einen Namen gemacht und saß am Wochenende gemeinsam mit Jannes Fitte (Langenhain) im Porsche 911 GT3 R von Huber Motorsport. Der hochtalentierte Nico Menzel war durch seinen Sieg zwei Wochen vorher auf dem Norisring in die Pole-Position der Meisterschaftswertung gefahren.

In einem engen Renn kam das Duo Menzel/Fitte im Samstag-Rennen beim Sieg von Elias Seppäinen/Salman Owega (Mercedes-AMG) auf Rang acht ins Ziel. In der Gesamtwertung liegt der junge Eifeler immer noch in der Spitzengruppe. „Wir wollen den Kampf um den Titel so lange wie möglich offenhalten.“

Nach dem Event in der Eifel stehen für das Masters noch die Rennen auf dem Sachsenring, dem A1-Ring nahe Salzburg und zum Abschluss in Hockenheim auf dem Programm.