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Motorsport: ADAC-Sportvorstand Axel Friedhoff zurückgetreten

Motorsport : Friedhoff schmeißt hin: Was wird jetzt aus der Rallye?

Der ADAC-Sportvorstand aus Bergweiler ist völlig überraschend zurückgetreten. Der Rallye-Kalender für das Jahr 2023 ist noch völlig offen.

Paukenschlag und personelles Erdbeben beim ADAC Mittelrhein: Der Wittlicher Unternehmer und aktive Motorsportler Axel Friedhoff (Bergweiler) ist für die Öffentlichkeit völlig überraschend von seinem Amt als Sportvorstand des ADAC Mittelrhein zurückgetreten. Eine entsprechende TV-Information bestätigte die Pressestelle des Vereins in Koblenz gestern. Friedhoff war erst vor knapp zwei Jahren in das Amt des Sportvorsitzenden in dem fünfköpfigen Gremium gewählt worden.

In dem unserer Zeitung vorliegenden Schreiben heißt es wörtlich: „Der ADAC Mittelrhein e.V. bedauert diesen Schritt und hat die Erklärung mit großem Respekt und in Anerkennung seiner Leistungen für den Regionalclub entgegengenommen. Wir danken ihm für sein Engagement und seinen Einsatz zum Wohl der Ortsclubs und des Motorsports, insbesondere für seine Initiative zur Ausrichtung der ADAC Rallye Mittelrhein, die voraussichtlich auch in 2023 stattfinden wird.“

Die Demission Friedhoffs, der auch Organisationsleiter der im Juli erstmals ausgetragenen Rallye ADAC Mittelrhein, eines Laufs zur Deutschen Rallyemeisterschaft (DRM), war, kommt für viele Beteiligte völlig unerwartet. Für die Organisatoren des DRM-Laufes, der zum großen Teil auf den Strecken der früheren ADAC Rallye Deutschland, eines Laufs zur Rallye-Weltmeisterschaft, gefahren worden war, hatte es von Seiten der Fahrer und Teams viel Lob und die Aufforderung um Beibehaltung der Rallye im DRM-Terminkalender gegeben.

Nach TV-Informationen soll es bereits seit einiger Zeit in Koblenz gekriselt haben. So soll es erhebliche Differenzen über Vorgehensweisen und Kompetenz-Richtlinien innerhalb des ADAC-Mittelrhein-Vorstands gegeben haben. Unter anderem sei es dabei auch um die Möglichkeit einer eventuellen Rückholaktion der ADAC Rallye Deutschland als WM-Lauf in die Region gegangen sein.

Die DRM wird am Wochenende mit der „Rallye Cimbern“ in Schleswig-Holstein und der Dreistädte-Rallye am 14./15. Oktober in Straubing (Niederbayern) beendet. Erst danach soll über den noch völlig offenen Terminplan für 2023 beraten werden.

Friedhoff selbst erklärte gestern unserer Zeitung gegenüber, er wolle „zum jetzigen Zeitpunkt der Pressemeldung nichts hinzufügen“.

(jcb)