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NLS-Rennen auf dem Nürburging: BMW-Talente siegen

NÜRBURGRING : Ein Rennen für die Geschichtsbücher

Motorsport: BMW-„Küken“ jüngste Gesamtsieger am Nürburgring – Leisen-Crew holt wichtigen Sieg – Menzel unter den Top fünf.

Eine ausgebliebene Weltpremiere, ein neuer Altersrekord, erstmals wieder 500 zugelassene Zuschauer bei der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) und ein Rennen, bei dem für den Champion aus der Eifel alles gepasst hat. Die 52. Adenauer Langstrecken-Trophy, gleichzeitig der vierte Lauf zur Nürburgring-Langstreckenmeisterschaft in diesem Jahr, hatte am Samstag einiges zu bieten. Wenngleich auch für die Fahrer aus der Region nicht alles rundlief.

So was nennt man dann wohl Geschichte schreiben: Das BMW-Juniorenteam, bestehend aus  Daniel Harper (20), Max Hesse (19) und Neil Verhagen (20) geht mit seinem Gesamtsieg des vom MSC Adenau ausgerichteten Rennens in die Bücher der 40-jährigen Serie ein, die früher einmal VLN hieß und jetzt NLS heißt. Nie gab es ein jüngeres Team, das nach vier Stunden als erstes über die Ziellinie fuhr. Dieses Mal in einem BMW M6 GT3.

„Unser erster NLS-Sieg fühlt sich mega an“, sagte Hesse. „Wir hatten schon bei den vergangenen Rennen einen guten Speed, der jedoch unbelohnt geblieben ist. Der einzige Wermutstropfen ist, dass ‚Gustel‘ heute nicht dabei war.“ Der erfahrene BMW-Werksfahrer Augusto Farfus ist einer der Mentoren des Teams und hat bislang alle Rennen an der Seite der drei Youngster bestritten.

Rundum zufrieden waren nach dem vierten Lauf auch der amtierende NLS-Champion Phillip Leisen (Irrel) und seine Teamkameraden Christopher Rink und Danny Brink im BMW 325i des Teams Adrenalin Motorsport. Der letztlich ungefährdete Sieg in der personell dieses Mal nicht so stark besetzten Klasse V4 war nach einem Duell mit Sorg Rennsport der Grundstein für das Trio, im Kampf um den angestrebten dritten Titel nachzulegen. „Wir haben das Rennen letztendlich über die gesamte Distanz kontrolliert und mit perfekter Teamarbeit wieder alles getan, um die nötigen Punkte einzufahren“, resümierte ein zufriedener Leisen.

Erneut unter die Top Ten fuhr der junge Nico Menzel (Kelberg), der für Huber Motorsport im Porsche 911 GT3R gemeinsam mit Stefan Aust und Johannes Stengel unter 129 gestarteten Fahrzeugen auf Platz fünf einkam.

Im Porsche 718 Cayman GT4 CS fuhren Vater und Sohn Axel und Max Friedhoff auf Rang 24 im Gesamtergebnis als Starter in der Klasse Cup3 A. Das Rennen nicht beenden konnten dagegen nach etwas mehr als drei Stunden wegen eines technischen Defektes Arno Klasen (Karlshausen) und Rudi Adams (Nohn) im Audi R8 LMS für das Team Equipe Vitesse in der Klasse SP9 Am.

Verschoben werden musste am Samstag die mit Spannung erwartete Weltpremiere des neuen BMW M4 GT3. Bei einem Unfall in der Schlussphase der Test- und Einstellfahrten am Freitagabend wurde das Fahrzeug so beschädigt, dass es nicht über Nacht repariert werden konnte. „Es ist sehr schade, dass wir das Renndebüt des Fahrzeugs, dem wir alle entgegengefiebert haben, verschieben müssen“, sagte Mike Krack, Leiter BMW M Motorsport. „Wir müssen jetzt die Ursache des Unfalls analysieren. Technische Probleme können in der Entwicklungsphase eines neuen Fahrzeugs immer vorkommen.“

Als Nächstes steht der sogenannte Double-Header auf dem Programm. Am 10. und 11. Juli führen das 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen und das 44. RCM DMV Grenzlandrennen jeweils über die Distanz von vier Stunden.