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Rallye
Ein Saisonstart mit Hindernissen

Der Fehlerteufel steckt oft im Detail. ROMO-Teamchef Roland Leschhorn (links) im Gespräch mit Marijan Griebel, während die Techniker fieberhaft am Auto arbeiten.
Der Fehlerteufel steckt oft im Detail. ROMO-Teamchef Roland Leschhorn (links) im Gespräch mit Marijan Griebel, während die Techniker fieberhaft am Auto arbeiten. FOTO: Picasa / Jürgen C. Braun
Trier/Pluwig. Saar-Pfalz-Rallye: Technische Defekte bremsen die Kombination Griebel/Rath und den Pluwiger Andreas Heiser aus.

So hatten sich die heimischen Rallye-Piloten den Start in die neue Saison nicht vorgestellt. Beim ersten Lauf in der in der Region, der Saarland-Pfalz-Rallye mit Prüfungen im Hochwald und im nördlichen  Saarland ausgetragen wurde,  musste das mit großen Titel-Ambitionen in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) gestartete Team Griebel/Rath (Hahnweiler/ Trier) schon den ersten „Nuller“ in Form eines Streichergebnisses einstecken.

Andreas Heiser (Pluwig) und Co-Pilotin Michelle  Neubrech (Münchweiler) fuhren im Opel Astra GSI 16V  bis zur neunten von insgesamt zwölf Wertungsprüfungen eine bravouröse Rallye, mussten dann aber auch wegen eines technischen Defektes die Segel streichen.

Fieberhaft arbeitete das Team von Romo-Motorsport, das im Auftrag von Peugeot Deutschland den Allradgetriebenen 208 T 16  R5 für die Läufe zur DRM einsetzt, daran, die Fehlerquellen zu beheben, die sich bereits beim shake down vor dem Showstart in St. Wendel  offenbart hatten.

Hatte man zunächst noch darauf gehofft, zumindest am zweiten Tag der Veranstaltung den vielen heimischen Fans eine gute Show bieten zu können, verzichtete man schließlich darauf, mit einem großen zeitlichen Ballast noch auf die Piste zu gehen.

Weil man laut Reglement für jede nicht gefahrene Prüfung eine fünfminütige  Zeitstrafe kassiert, verzichtete das Team nach dem Rückschlag am Freitag auf einen Neustart am Samstag. „Natürlich sind wir riesig enttäuscht“, sagten Griebel und sein Trierer Beifahrer Alex Rath. „Aber wir möchten dem Team danken, das in den letzten Tagen kaum geschlafen und pausenlos am Auto gearbeitet hat, um den Fehler zu beheben.“

Null Punkte beim Saisonstart sind ein Dämpfer für das ambitionierte Ziel, in diesem Jahr den Titel in der Deutschen Rallyemeisterschaft einzufahren, doch das regionale Rallye-Topteam zeigte sich kämpferisch: „Solche Dinge gehören auch zum Rallyesport dazu. Wir werden die Zeit bis zum nächsten Lauf nutzen, um unser Auto perfekt vorzubereiten. Ab jetzt heißt es für uns: Voller Angriff und den Rückstand schnellstmöglich wieder aufholen.“

Besser lief es dagegen lange Zeit für Andreas Heiser (Pluwig) und seine Co-Pilotin Michelle Neubrech in ihrem Opel Astra GSI 16V. „Bis zur neunten Wertungsprüfung sah es gut für uns aus. Dann aber war für uns die Rallye wegen eines Getriebeschadens zu Ende“, kommentierte der Pluwiger das Aus bei der ersten anspruchsvollen Veranstaltung des Jahres unter schwierigen Witterungsbedingungen.

Zufrieden sein konnte dagegen Markus Drüge (Hamm)  mit Co-Pilotin Lisa Stengl   im Suzuki Swift Sport. Bereits am ersten Abend hatten sie die Führung in ihrer Klasse, der hart umkämpften Division 6, übernommen. Die beiden  ließen sich von den schwierigen Streckenverhältnissen bei Eis und Schnee nicht beeindrucken und fanden früh ihren Rhythmus. Im Laufe des Samstags bauten sie ihre Führung stetig aus und fuhren am Ende die volle Punktausbeute in ihrer Division ein.