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Start des ADAC TOTAL 24-Rennen am Nürburgring

ADAC 24-Stunden-Rennen : Eifelkrimi am Nürburgring gestartet - Wolkenbruch nach Rennbeginn (Fotos)

Röhrende Motoren und heftige Hagelschauer: Dazu 24 Stunden ohne Schlaf und härteste Bedingungen für Mensch und Maschine - So geht es gerade am Nürburgring zu. Ein Einblick von unserem Reporter vor Ort:

Als hätte man es nicht anders erwarten können am Ring: Pünktlich mit dem Startschuss zur 49. Auflage des ADAC TOTAL 24h-Rennens auf dem Nürburgring begann es zu regnen. Für viele Teams stellte sich also quasi schon nach dem ersten Gangwechsel die Frage: Was tun? Reinkommen, Slicks runter, geschnittene Profile, oder doch Regenreifen drauf? =der draußen bleiben und hoffen, dass es nicht so schlimm wird. Die meisten Fahrer entschieden sich fürs draußen bleiben. Aber eine drohende schwarze Wolkenwand am Himmel verhieß für die nächsten Stunden, wenn nicht sogar für das gesamte Rennen eine nasse Schlitter- und Karambolage-Party.

Im Bereich Schwedenkreuz / Fuchsröhre zeichnete sich bald ein ähnliches Szenario ab wie vor fünf Jahren, als nach gut einer Stunde nichts mehr ging und heftigste Hagelschauer das Rennen für Stunden zum Erliegen brachten. Da die meisten Teams immer noch auf Slicks setzten, spielten sich dort und in den gefährdeten Bereichen Aremberg / Flugplatz teils haarsträubende Szenen ab. In der Boxengasse kam es dann, wie angesichts der Wetterprognose fast schon zu befürchten war, zu tumultartigen „Einfällen“ der zurückkehrenden Startfahrer. Auf den profillosen Schönwetterreifen war nicht nur „kein Blumentopf mehr zu gewinnen“, sondern das Risiko für verhängnisvolle Blechschäden oder gar Schlimmeres potenzierte sich.

Ein Großteil der Fahrzeuge drehte sich auf der spiegelglatten Piste.  Die Marshals schwenkten Gelb, die Rennleitung verhängte in den vom Wolkenbruch am meisten betroffenen Bereichen, etwa in der Hatzenbach oder am Adenauer Forst,  „Code 60“. Also eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h.  Das berühmt-berüchtigte Eifelwetter drückte dem Rennverlauf bei Aquaplaning schon nach weniger als einer einzigen von 24 Stunden seinen Stempel auf. Die Abschleppdienste hatten frühzeitig alle Hände voll zu tun.

Das Klassement wurde dadurch natürlich erheblich durcheinandergewirbelt. Nach zwei von 24 Stunden war die Führung vom Vorjahressieger an den Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing mit Startfahrer Kevin Estre gewechselt. Gefolgt vom BMW M6 GT3 #4 mit Startfahrer Jens Klingmann. Der Bitburger Thomas Mutsch als Startfahrer im SCG004C der Scuderia Glickenhaus konnte nach einem frühen technischen Defekt seine Fahrt fortsetzen.

Vor Beginn des Rennens hatten Ring-Boss Mirco Markfort und der veranstaltende ADAC Nordrhein noch eine für die Fans, die in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge nicht an die Nordschleife kommen durften, erfreuliche Nachricht parat: Der Fortbestand des jährlichen Saison-Höhepunktes in der Eifel ist zumindest bis zum Jahr 2028 gesichert.  Der noch bis zum Jahr 2023 laufende Vertrag wurde vorzeitig um fünf weitere Jahre verlängert. Man habe „gerade in den beiden Corona-Jahren gesehen, wie wichtig dieses Event für die ganze Region ist.“ Deswegen seien beide Seite froh, nun bis mindestens 2028 planen zu können. Das gebe allen Beteiligten des größten Rennens der Welt langfristige Planungssicherheit.”

Hier geht es zur Bilderstrecke: Start: ADAC TOTAL 24-Stunden-Rennen am Nürburgring