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1:0 gegen Gonsenheim: Eintracht Trier übersteht heikle Schlussphase

Fußball-Oberliga : 1:0 gegen Gonsenheim: Eintracht Trier übersteht heikle Schlussphase

In einer am Ende hochspannenden Begegnung hat der SVE den Angstgegner in Schach gehalten. Sorgen machen möglicherweise diverse Verletzungen.

So was nennt man einen Blitzstart: Nach handgestoppten 53 Sekunden erzielte Eintracht Trier die Führung im Heimspiel gegen den SV Gonsenheim. Nach Freistoß von Dominik Kinscher nickte Christopher Bibaku den Ball mit der Stirn über die Torlinie. Eine Befreiung für den Franzosen, der in der Oberliga zuletzt einen Monat lang ohne Torerfolg geblieben war. Im Sprint rannte Bibaku zum Jubeln in Richtung des SVE-Trainerteams.

In den Folgeminuten hatte der SVE das zweite Tor auf dem Fuß. Einen von Christian Jindra abgefälschten Schuss konnte Gonsenheims Torwart Tobias Edinger parieren (6.). Sven König scheiterte mit einem Schuss am Pfosten (12.).

Trier hatte zunächst gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, gab das Zepter aber mit zunehmender Spieldauer etwas aus der Hand. Dem SV Gonsenheim, der mit einer kompakten 4-5-1-Formation antrat und eher auf Umschaltmomente setzte, wurde mehr Gestaltungsspielraum gestattet. Die Mainzer erarbeiteten sich einige Eckbälle, richtig gefährlich wurde es vor dem SVE-Tor aber nicht.

Angesichts der Parallelen zum Hinspiel, als Trier auch führte und die Partie dann doch noch aus der Hand gab, wurde SVE-Trainer Josef Cinar nach rund einer halben Stunde mehr und mehr unruhig an der Außenlinie. Ihm gefiel die Körpersprache seiner Spieler nicht – er schickte zur ,Warnung’ Fränz Sinner, Jonas Amberg und Jan Brandscheid zum Warmmachen.

Obwohl der SVE etwas zurückgedrängt wurde, gab es Offensivaktionen. Kinscher zog einen direkten Freistoß ans Außennetz (38.), Bibaku war mit einer artistischen Einlage nicht erfolgreich (41.).

Überraschend feierte Ömer Yavuz sein Oberliga-Debüt im defensiven Mittelfeld der Eintracht – der 18-Jährige aus der eigenen Jugend hatte diese Woche seinen ersten Vertrag beim SVE unterschrieben und bislang zwei Rheinlandpokaleinsätze für die Eintracht absolviert. Unter anderem unter der Woche über die komplette Distanz beim Achtelfinalmatch in Burgschwalbach.

Gonsenheim musste verletzungsbedingt früh wechseln. Für Khaled Abou Daya (Oberschenkelblessur) rückte schon in der zehnten Minute Yannik Ischdonat in den Sturm – der Sohn von Ex-Eintracht-Torwart Daniel Ischdonat.

Auch der SVE war verletzungsbedingt zum Wechseln gezwungen. Kurz nach der Pause bekam Edis Sinanovic einen Schlag an den Oberschenkel – für ihn ging es nicht mehr weiter. Jonas Amberg kam ins Spiel, der keine zehn Minuten später auch schon wieder rausmusste – ebenfalls wegen einer muskulären Blessur.

In der zweiten Halbzeit fehlte zunächst der Spielfluss. Erst in den letzten 20 Minuten nahm die Partie wieder Fahrt auf – und wie. Erst entschärfte Eintracht-Torwart Denis Wieszolek einen Schuss von Karim Zeghli (73.), ehe Trier zwei Riesenchancen zum zweiten Tor ausließ. Ein Schuss von Robin Garnier wurde kurz vor der Linie des Gäste geklärt (77.). Nach einem bockstarken Konter über Sven König verpasste Brandscheid das Abspiel zum freistehenden Kinscher. Stattdessen schloss der Stürmer selber ab – und vergab (80.).

Kurz vor dem Ende verletzte sich auch noch Wieszolek, der nach einem Luft-Zweikampf hart auf dem Boden aufkam – doch Trier konnte nicht mehr wechseln. Der SVE-Keeper musste lange und zweimal behandelt werden. Und er musste durchhalten, mit Schmerzen. Trier überstand die letzten heiklen Minuten und feierte den nächsten Heimsieg.

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, Maurer, van Schaik, Heinz – Yavuz (74. Thayaparan) – Sinanovic (48. Amberg, 57. Schneider), R. Garnier, Kinscher, König – Bibaku (65. Brandscheid)

SV Gonsenheim: Edinger – Juricinec. Gündüz, Jinsra, Zeghli – Barroso, Yilma (83. Dietrich), Yilmaz, Bektasevic, Bienek (70. Rodwald) – Abou Daya (10. Ischdonat)

Tor: 1:0 Bibaku (1.)

Schiedsrichter: Justin Joel Hasmann

Zuschauer: 1215