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2:0 gegen die TuS Koblenz: Eintracht Trier bleibt spitze!

Fußball-Oberliga : 2:0 gegen die TuS Koblenz: Eintracht Trier bleibt spitze!

Der SVE nimmt auch die Hürde im Prestigeduell und festigt vor 1500 Zuschauern im Moselstadion die Tabellenführung. Ein Treffer hatte dabei das Zeug zum „Kacktor des Monats“.

Man kann nicht sagen, dass Leonel Brodersen bis dahin einen glücklichen Nachmittag erlebt hatte. Triers Rechtsaußen machte und tat – doch ihm klebte das Pech am Schuh. In der zweiten Minute köpfte er in die Arme des Koblenzer Torwarts Luca Woloszyn, in der achten Minute schloss er zu überhastet ab. Fünf Minuten später legte er sich in aussichtsreicher Position den Ball zu weit vor, wiederum 120 Sekunden später geriet ein gut gedachter Steilpass zu lang. Kurz danach jagte er aus 18 Metern zentraler Schussposition den Ball übers TuS-Tor.

Brodersen hätte allen Grund gehabt, zu hadern. Doch er machte einfach weiter – und wurde belohnt. Kurz vor der Pause schmiss er den Turbo an. Er passte zu Maurice Roth, der Woloszyn zur Trierer Führung überwand (41.). Kollektiver Jubel in den Trierer Reihen. Und kollektive Erleichterung.

Denn die Eintracht biss sich bis dato die Zähne an der gut gestaffelten Koblenzer Mannschaft aus. Dem SVE gelangen durchaus einige gute Kombinationen – aber nur bis zum TuS-Strafraum. Einmal hatten die Gäste auch Glück, als ein abgefälschter Kopfball von Kevin Kling auf der Latte landete (36.).

Aber auch die Eintracht war mit der Fortuna im Bunde. Jason Kaluanga kam bei einem Zuspiel auf Tarek Abbade einen Schritt zu spät. Der Koblenzer hatte freie Schussbahn, verzog aber am langen Pfosten (19.).

Trier begann gut und kontrollierte die Begegnung, doch zwischen der 25. und 35. Minute leistete sich der SVE eine Phase mangelnder Konzentration. Die defensiv gut stehenden Koblenzer schwammen sich frei, Marc Richter zwang Denis Wieszolek zu einer Glanztat (31.).

Es sollte der einzige kurze Spielabschnitt bleiben, in dem die Trierer etwas den Faden verloren.

Im Vergleich zum 2:0-Sieg beim FSV Salmrohr zuletzt in der Oberliga nahm Eintracht-Trainer Josef Cinar drei Wechsel vor. Henk van Schaik übernahm für Jason Thayaparan die Position als ,Sechser‘. Edis Sinanovic spielte anstelle von Ömer Kahyaoglu auf der linken Außenbahn. Und im Sturm erhielt Jan Brandscheid den Vorzug vor dem Ex-Koblenzer Amodou Abdullei.

Die Entscheidung vor 1500 Zuschauern im unter Corona-Bedingungen ,ausverkauften’ Moselstadion fiel kurz nach der Pause, als sich die TuS ein Ei ins Nest legte – und was für ein großes! Die Situation – eigentlich so was von harmlos. Torwart Woloszyn passte für den Spielaufbau zu Lukas Szymczak, der auf Nummer sicher ging und zurückspielte – aber viel zu lasch! Triers Angreifer Jan Brandscheid spekulierte richtig, lief dazwischen, schnappte sich den Ball und drückte ihn über die Linie. Das 2:0 für Trier (47.). Der Treffer hätte das Potenzial, bei der monatlich von Arnd Zeigler im WDR organisierten Wahl zum „Kacktor des Monats“ nominiert zu werden.

Nach dem zweiten Trierer Tor kam von der TuS nichts mehr. Die Eintracht hatte den Laden komplett im Griff, versäumte es aber bei mehreren guten Gelegenheiten, weitere Treffer nachzulegen.

Mit dem Sieg hat die Eintracht nun zwölf Punkte mehr auf dem Konto als die TuS.

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, Maurer, Kling, Heinz – van Schaik – Brodersen (82. Kahyaoglu), Roth, Garnier (63. Kinscher), Sinanovic – Brandscheid (69. Abdullei)

TuS Koblenz: Woloszyn – Ekici, von der Bracke, Szymczak, Meinert – Jion (75. Kanouté), Waldminghaus, Schulte-Wissermann, Abbade – Richter, Knop (57. Kosuchin)

Tore: 1:0 Roth (41.), 2:0 Brandscheid (47.)

Schiedsrichter: Justin Joel Hasmann

Zuschauer: 1500