3:1 gegen Völklingen: Eintracht Trier bleibt zu Hause eine Macht

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Oberliga : Tims Traumtor ebnet Weg für Trierer Sieg (mit Videos)

Beim 3:1-Erfolg gegen Röchling Völklingen zeigt die Eintracht (mal wieder) zwei Gesichter.

20 Tore im Trikot von Eintracht Trier sind nunmehr bei Tim Garnier notiert. Und der 20. Treffer dürfte einer der schönsten – wenn nicht der schönste – gewesen sein.

Im Heimspiel am Samstagnachmittag gegen Röchling Völklingen nahm der 21-Jährige nach einer Kopfballvorlage von Sanoussy Balde den Ball gekonnt mit der Brust an, um ihn dann mit Schmackes per Seitfallzieher in den Winkel zu jagen. Ein Traumtor zum 2:0 in der 20. Minute (zu sehen hier im Video).

Der Treffer war ein Resultat der Überlegenheit der Eintracht, die schon in der sechsten Minute in Führung gegangen war. Ein Pass von Jan Brandscheid passte im Völklinger Strafraum flutschte durch zu Kevin Kling, der den Fuß hinhielt – der Ball kullerte über die Torlinie.

„Es war definitiv das schönste“: Triers Tim Garnier beurteilt sein Traumtor

Wie beim Erfolg gegen Engers gelang Trier ein früher Treffer. Nach dem 1:0 agierte die Eintracht kurzzeitig etwas zu sorglos, insgesamt hatten die Moselaner den Laden in der ersten Halbzeit aber komplett im Griff.

Die Eintracht setzte anfangs vor 1136 Zuschauern im Moselstadion die Vorgabe von Trainer Josef Cinar um, schnörkellos zu agieren und kompakt gegen den Ball zu arbeiten. Der SVE musste auf die verletzten Maurice Roth und Christoph Anton verzichten. Nach 39 Minuten musste zudem auch Taktgeber Milad Salem angeschlagen vom Feld, für ihn kam Ömer Kahyaoglu.

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Von den Gästen aus dem Saarland, die zuvor dreimal in der Oberliga gewonnen hatten, kam in der ersten Halbzeit nicht viel. Röchling, mit dem Ex-Trierer Julien Erhardt in der Startelf, blieb harmlos. Trier musste nur bei zwei Flanken mal ansatzweise zittern.

Das änderte sich nach der Pause, als sich die Gäste öfters vor dem Trierer Tor blicken ließen. Glück hatte die Eintracht, als Marius Schley den Ball an den Pfosten zimmerte (51.). Just als die Hausherren den Gegner dank eigener Passivität stärker zu machen schienen, schlug vorne der eingewechselte Dominik Kinscher zu. Nach einer Ecke von Ömer Kahyaoglu und einer Kopfballweiterleitung von Simon Maurer nickte der „King“ zum 3:0 ein (62.).

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Für Trier war das noch mehr ein Ruhekissen – der SVE war auch in der Folge nicht mehr eng am Mann. Das nutzte Völklingen in Person des mitspielenden Co-Trainers Nico Zimmermann zum 1:3-Anschlusstreffer (1:3, 79., Schuss in den Winkel).

Die Eintracht in der zweiten Halbzeit – zu träge in der Rückwärtsbewegung und viel zu inkonsequent bei mehreren sich bietenden Konterchancen. In der Schlussphase schmissen sich Kling und Wieszolek in Schüsse von Luka Dimitrijevic und Kevin Saks – und verhinderten so das 2:3.

Trier schleppte sich ins Ziel und siegte trotz aller Unzulänglichkeiten in der zweiten Halbzeit verdient.

Spiel-Statistik:

Eintracht Trier: Wieszolek – Brodersen, Maurer, Kling, Kaluanga – Sinanovic, Thayaparan, Balde, Salem (39. Kahyaoglu) – Brandscheid, Garnier (55. Kinscher)

Völklingen: Sorg – Erhardt, Birster, Baizidi (46. Meßner), Kern (68. Heine) – Schley – Dimitrijevic, Saks, Steiner, Scheffer – Zimmermann

Tore: 1:0 Kling (6.), 2:0 Garnier (20.). 3:0 Kinscher (62.), 3:1 Zimmermann )79.)

Schiedsrichter: Fabian Vollmar

Zuschauer: 1136

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