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30 Jahre Silvesterlauf Trier - Rekord-Läufer aus Japan feiert mit Fans

TV-Serie 30 Jahre Silvesterlauf : Paradiesisch: Rekord-Läufer aus Japan

Was macht einen guten Silvesterlauf aus? Die Stimmung – und ab und zu ein Rekord-Höhepunkt! Beides in einer Person vereinte Yuki Kawauchi im Jahr des Teilnehmerrekords 2015, als im Ziel 1765 Läufer registriert wurden.

Der Japaner war der Exot und Paradiesvogel im Feld der Asse. Trotz WM-Teilnahmen arbeitete er Vollzeit und sammelte Marathonläufe wie mancher Hobbyläufer – nur viel schneller.

Bald werden es allein 100 Mal 42,195 Kilometer unter 2:20 Stunden sein. Der schnellste: 2:08,14 Stunden – schneller als Arne Gabius‘ deutscher Rekord (2:08,33).

Nach Trier reiste  Kawauchi 2015 vom Frankfurter Flughafen aus den Rhein und die Mosel entlang im Bummelzug. Dass er dann als 21. über acht Kilometer den angestrebten japanischen Rekord verpasste – halb so schlimm. Der immer fröhliche Japaner war begeistert von der Atmosphäre im deutschen Sao Paulo.

Während sich die anderen Spitzenläufer längst wieder im Hotel erholten, drehte Kawauchi bis über beide Ohren grinsend weiter begeistert Silvesterlaufrunden mit den Volksläufern. Er lachte mit den Zuschauern und gab Autogramme.

Nach Trier wiederkommen wird Kawauchi trotzdem nicht mehr. Er läuft weiter Marathon auf Marathon. 2018 gelang ihm sein größter Coup: Er gewann den weltältesten Marathon in Boston.

30 Jahre, 30 Anekdoten: Am 31. Dezember wird beim Trierer Silvesterlauf anlässlich des 30. Jubiläums groß gefeiert. In einer Serie blicken wir zurück und liefern täglich kleine Geschichten aus der Historie des Silvesterlaufs, der als das „deutsche São Paulo“ bezeichnet wird.