Tischtennis Abwehr-Spezialist schaltet auf Angriff

Traben-Trarbach · In der neuen Führungsebene des Tischtennisverbands Rheinland/Rheinhessen bekleidet Jan Hallerbach aus Traben-Trarbach das Amt des Vizepräsidenten Sport. Was der 35-Jährige vorhat.

Jan Hallerbach.

Jan Hallerbach.

Foto: RTTVR

Sportlich hätte es für Tischtennis-Spieler Jan Hallerbach besser laufen können. Bei den Deutschen Pokalmeisterschaften im Mai in Mülheim-Kärlich verlor er als Spieler der TTSG Wittlich in der Herren-A-Konkurrenz seine Einzel. Anderweitig war die Turnierteilnahme für den 35-Jährigen aber erfolgreich. Sie ebnete ihm den Weg zu seinem neuen Posten als Vizepräsident Sport im Tischtennisverband Rheinland/Rheinhessen (RTTVR).

Wie das? „Am Rande des Turniers haben mich der damalige Verbandspräsident Felix Heinemann und der seinerzeitige Sport-Vizepräsident Marcel Mareien angesprochen und gefragt, ob ich Lust hätte, bei der nächsten Wahl für das Amt des Vizepräsidenten zu kandidieren“, berichtet Hallerbach. Er erbat sich Bedenkzeit und sagte dann zu. Der gebürtige Neuwieder, den es zum Studium nach Trier gezogen hatte und der nun in Traben-Trarbach lebt und seit gut acht Jahren als Lehrer (Mathe und Geschichte) an der Integrierten Gesamtschule Salmtal arbeitet, kennt bereits die Vereinsarbeit. Einst beim VfL Oberbieber und aktuell auch bei der TTSG Wittlich, für die er in der ersten Herren-Mannschaft in der Verbandsliga Süd-West spielt, ist er mit den Aufgaben eines Sportwarts vertraut.

Nun, beim Verbandstag in Dichtelbach, wurde Hallerbach zum Vizepräsidenten Sport gewählt. Präsident Heinemann hatte nach sechs Jahren, in denen er unter anderem die Fusion von rheinländischem und rheinhessischem Verband zum heutigen RTTVR begleitet hat, das Zepter auf eigenen Wunsch hin weitergereicht. Sein Nachfolger ist Marcel Mareien, dessen Job als ,Vize Sport‘ bekleidet jetzt Hallerbach.

Während der Pädagoge als Tischtennis-Spieler Abwehr-Spezialist ist, will er in seiner Verbands-Funktion auf Angriff schalten: „Die Umstellung von Sechser- auf Vierer-Mannschaften schreitet voran. Diesen Prozess gilt es, aktiv zu moderieren. Wir müssen darauf reagieren, dass die Zahl der Vereinsspieler sinkt und gleichzeitig die Bemühungen weiter forcieren, wieder mehr Menschen für den Tischtennissport zu begeistern und in die Clubs zu lotsen.“ Ein weiterer Punkt, der auf der Agenda steht: die Steigerung der Attraktivität des Rheinland-Cups, einer Turnier-Serie neben dem Liga-Spielbetrieb.

Nächste Woche steht für Hallerbach die erste Präsidiums- sowie die erste Sportausschuss-Sitzung an. Zuvor geht’s aber in die Sporthalle. Mit der TTSG Wittlich gastiert er an diesem Samstag in der Verbandsliga in Bad Sobernheim. Das persönliche Ziel Hallerbachs: ein erfolgreicheres Auftreten als bei den Pokalmeisterschaften im Frühjahr.

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