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Acht Wochen ohne Jermaine Bucknor: Sorgen bei den Gladiators Trier vor Jena-Spiel

Zweite Basketball-Bundesliga : Acht Wochen ohne „Buck“: Gladiators-Sorgen vor Jena-Spiel

Nächste Auswärtspartie für die Moselaner nach der Pleite unter der Woche in Hagen. Aus mehreren Gründen dürfte die Aufgabe am Sonntag in Thüringen aber nicht leichter werden.

Viele Worte braucht Marco van den Berg, Trainer des Basketball-Zweitligisten Gladiators Trier, nicht, um die Niederlage in Hagen (77:104) zu beschreiben: „Wir haben schlecht gespielt, das ist leider die Wahrheit“ , sagt der Niederländer. Umso wichtiger wird es, den Blick nach vorne zu richten. „Nach vorne“ bedeutet in diesem Fall „nach Jena“ – denn dort treten die Römerstrom Gladiators am Sonntag bei Science City Jena an (16.30 Uhr, live bei sportdeutschland.tv). Dass die Aufgabe leichter wird als die gegen Hagen, ist nicht zu erwarten. Sorgen bereitet den Gladiators auch das Personal – besonders unterm Korb.

Der Kopf Eines ist klar: Die Amokfahrt in Trier am Dienstag, bei der ein 51-Jähriger fünf Menschen tötete, ließ auch die Trierer Basketballer nicht kalt. „Wir haben im Team individuell darüber gesprochen. Manche glauben auch, dass die Geschehnisse eine Wirkung auf das Spiel hatten. Ich glaube das eher nicht – aber man weiß das nie“, sagt van den Berg, Er selbst würde ein solches Ereignis „nie als Ausrede benutzen“, wenngleich es natürlich nie eine leichte Situation sei, mit Trauerflor aufzulaufen.

Das Personal Was jedoch Auswirkungen auf das Spiel gehabt haben dürfte, sind die Verletzungen im Gladiators-Kader. Allen voran die von Kapitän Jermaine Bucknor, der mit Beschwerden in der Hüfte und im Knie länger ausfallen wird. „Mir wurde gesagt, dass er acht Wochen ausfällt“, sagt van den Berg. Rechne man die Zeit mit ein, die er danach brauche, um wieder fit zu werden, sei „die Saison dann zwar noch nicht vorbei, aber es wird dauern“.

Zwar wird Kalidou Diouf nach auskurierter Wadenverletzung in den Kader zurückkehren, dafür fällt Jonathan Dubas aus. Mit Diouf und Rob Nortmann stehen also nur zwei „echte“ Big-Men zur Verfügung. Neben den jungen Spielern Jonathan Almstedt und Ole Theiß müsste dann wohl wieder der Aufbauspieler Jonas Grof unter den Korb rücken. „Aber dass er länger da spielt, ist keine gute Lösung. Er ist kein Haudegen, und wir brauchen ihn im Aufbau“, sagt van den Berg.

Der Gegner Personalsorgen also – und das gegen ein „Top-vier-Team der Liga“, wie van den Berg Science City Jena beschreibt. „Jena hat hochqualifizierte Spieler, die einen modernen Teambasketball spielen“, sagt er. Ein Indiz dafür ist, dass gleich fünf Jenaer im Durchschnitt zweistellig punkten. Jena konnte bislang von seinen fünf Ligaspielen vier gewinnen. Ein Faktor, um auswärts zu gewinnen, sieht van den Berg bei den Blöcken. Diese müsse man „besser stellen und auch besser ausnutzen“.