| 21:15 Uhr

Basketball
Ein Gladiator misst sich mit den Besten

  Mit seiner Treffsicherheit will Jermaine Bucknor (l.) beim Allstar-Day für Furore sorgen. Zumindest ein Trierer mischt so beim Stelldichein der Besten mit.
Mit seiner Treffsicherheit will Jermaine Bucknor (l.) beim Allstar-Day für Furore sorgen. Zumindest ein Trierer mischt so beim Stelldichein der Besten mit. FOTO: TV / Hans Krämer
Trier. Jermaine Bucknor kehrt beim Allstar-Day am Samstag in der Arena noch einmal auf die große, nationale Basketballbühne zurück.
Andreas Arens

Kreissport-Mitarbeiter beim Trierischen Volksfreund

Erst die Pflicht, dann die Kür: Am Freitag, ab 19.30 Uhr, bestreitet Jermaine Bucknor mit den Römerstrom-Gladiators Trier in der zweiten Basketball-Bundesliga noch ein Auswärtsspiel bei Ehingen Urspring. Es ist der drittletzte Spieltag der Normalrunde, und mit einem Sieg hätte man einen weiteren, ganz wichtigen Schritt Richtung Playoffs gemacht. Nur knapp 24 Stunden später ist Bucknor dann erneut gefordert – und das beim Dreier-Contest im Rahmen des Allstar-Days in der Arena Trier. Acht Jahre nach der ersten Veranstaltung 2011 und erstmals im Frühjahr kehrt das Stelldichein der Liga-Asse mit einem großen Showcharakter nach Trier zurück.

Dank der Nominierung Bucknors sind die Gladiators am Samstag nicht nur auf der Tribüne vertreten, sondern auch auf dem Parkett. Bucknor wird sich dann mit den besten Distanzschützen aus Deutschlands höchster Basketballliga messen. Der einst in der Bundesliga bei der damaligen TBB Trier und in Frankfurt erprobte Kanadier freut sich auf ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten: „Ich habe ja zum Beispiel mit Andi Seiferth noch zusammengespielt, aber auch mit vielen anderen hatte und habe ich nach wie vor Kontakt. Der Allstar-Day wird auf jeden Fall ein großes Highlight werden.“ Für den 35-Jährigen ist es nach 2014 in Bonn die zweite Teilnahme dieser Art. Auch damals absolvierte er den Dreier-Contest. 

„Einen Allstar-Day ohne Trierer hätten wir schade gefunden“, sagt Wolfgang Esser, Geschäftsführer der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft und einst selbst Trierer Bundesligatrainer. Deshalb sei er sehr froh, dass man Bucknor zur Teilnahme habe motivieren können. Die Vergabe an Trier als derzeitigen Zweitligastandort sei „eine große Anerkennung für die Arbeit im deutschen Basketball der letzten Jahre“, betont Esser und hofft auf eine große Zuschauerresonanz, die an frühere Erstligazeiten erinnert: „Trier ist als basketballverrückte Sportstadt bekannt. Auch deshalb erwarten wir eine volle Arena mit vielen Fans aus ganz Deutschland.“

Gespannt sieht der Geschäftsführer der easy-Credit-Basketball-Bundesliga, Stefan Holz, dem Dreier-Contest entgegen: „Lokalmatadore sorgen bei solch einem Event oft für die besonderen Momente. Robert Kulawick hatte so einen beim letztjährigen Dreier-Contest in Göttingen. Vielleicht lässt sich Jermaine Bucknor ja ebenfalls von ‚seinem’ Publikum zu einer Höchstleistung motivieren.“ Gegen welche Bundesliga-Akteure  der Gladiators-Routinier antreten wird, soll in Kürze auf www.allstarday.de bekanntgegeben werden.

Neben dem  Dreier-Contest gibt es am Samstag auch sonst ein großes Rahmenprogramm. Zusätzlich zu den besten Distanzschützen werden auch die stärksten Dunker  gesucht. Darüberhinaus stehen das NBBL-Spiel und das eigentliche Allstar-Game am Abend auf dem Plan. An diesem werden Bundesliga-Größen wie John Bryant (Gießen), Andreas Seiferth (Bayreuth), Maodo Lo (Bayern München) für das Team National und Derrick Williams (FC Bayern) oder Rickey Paudling (Oldenburg) für die internationale Auswahl teilnehmen.