Als das Saarland um die WM-Quali spielte

Fußball : Als das Saarland um die WM-Quali spielte: Zwei Zeitzeugen erinnern sich

Sie haben in Oslo Unfassbares erlebt, sind mit Helmut Schön ins Kino gegangen und hätten Fritz Walter, Max Morlock & Co. beinahe um die Teilnahme an der Fußball-WM 1954 gebracht: Vor 65 Jahren starteten Herbert Binkert und Kurt Clemens mit der Nationalmannschaft des Saarlandes in die Qualifikation um die WM 1954. Ein Besuch bei zwei der letzten Zeitzeugen einer fast vergessenen Mannschaft.

Herbert Binkert muss nun wirklich los. Auf zum Mittagessen, hinten im großen Saal. Dort, wo er jeden Tag um zwölf Uhr mit den anderen Damen und Herren zusammensitzt. „Wir müssen“, so sagt er beinahe entschuldigend, „wir müssen so langsam zum Ende kommen, gleich wird gegessen“. Dann nickt er. Saarland eben, man isst hier zeitig. Binkert, kariertes Hemd, beige Hose, die Haare akkurat zur Seite gekämmt, erhebt sich vom Bett. Seine 95 Jahre wirken wie ein Scherz. Vom geöffneten Fenster seines Zimmers her ist das dumpfe Dröhnen eines landenden Flugzeugs zu vernehmen. Der Saarbrücker Flughafen liegt nur einen Steinwurf entfernt. Seit fünf Jahren lebt Herbert Binkert hier im Caritas Seniorenhaus Saarbrücken-Bischmisheim. Der alte Herr lächelt, dann sagt er: „Ja, ja, das Leben war eine Wonne damals. Wenn meine Frau nicht so unglaublich viel Verständnis für den Fußball gehabt hätte – ich hätte das alles nicht machen können. Es lief so harmonisch ab.“ Seine Frau Anneliese, sie ist vor neun Jahren verstorben.

Kurz ist es still. Dann geht er. Was bleibt, sind all diese unvergesslichen Geschichten, die er in den zwei Stunden zuvor erzählt hat. Wie die vom Jahrhundertspiel im Saarbrücker Ludwigsparkstadion im März 1954. Diese Partie, vor der Sepp Herberger, Fritz Walter, Max Morlock & Co. so sehr gezittert hatten und bei der dann plötzlich diese Melodie aus dem Wald oberhalb des Stadions ertönte. Oder die aus dem Juni 1953, als Herbert Binkert und seine Teamkollegen nach Norwegen reisten, dieses unfassbare Spiel tatsächlich noch drehten. Und nicht zu vergessen die Anekdote von der Reise nach Brasilien, als Binkert plötzlich an der Copacabana stand.

Herbert Binkert im Herbst 2018. Foto: Privatarchiv Kurt Clemens, Saarländischer Fußballverband, Marek Fritzen

*

Während er spricht, tippt Kurt Clemens immer wieder mit dem Zeigefinger auf den dunkelblauen Ordner vor ihm auf dem Esstisch. Fein säuberlich hat er darin all diese Zeitungsberichte und Fotos der vergangenen Jahrzehnte eingeklebt. „Ich war der Erste“, sagt Clemens nickend, „ich war der Erste, der nach dem Spiel bei Sepp Herberger, Fritz Walter und den anderen in der Kabine war, um ihnen zu gratulieren“. Denn, das müsse er zugeben, es sei schon eine Erleichterung gewesen, das Spiel nicht gewonnen zu haben.

„Und ich denke, da spreche ich auch im Namen meiner Mitspieler. Schließlich fühlten wir uns ja schon auch als Deutsche.“ Von draußen schiebt die Herbstsonne mühevoll ein paar Strahlen hinein durch die großen, bunt-gefärbten Fensterscheiben, die an Kirchenfenster erinnern. Von der Straße vor Clemens‘ Anwesen aus, da sind sie in der Ferne zu erkennen, die Flutlichtmasten des Waldstadions. Pirmasens, Mannheim oder Stadtallendorf – so heißen sie, die Gegner, die der FC Homburg dort in diesen Tagen in der Fußball-Regionalliga empfängt. Der FC Homburg, der Club seiner Heimatstadt, bei dessen Vorgängerverein Union Kurt Clemens einst mit dem Kicken begann, bevor seine Karriere beim 1. FC Saarbrücken, beim FC Nancy und bei Saar 05 Saarbrücken so richtig an Fahrt aufnahm.

Kurt Clemens ist vor wenigen Tagen 93 Jahre alt geworden. Das Gehen fällt ihm schwer, die Augen machen Probleme, aber der Kopf, der ist in Schuss.

Am 27. März 1954, einen Tag vor dem großen Spiel, nach dessen Ende Clemens als Gratulant bei Herberger & Co. in der Kabine auftaucht, macht er sich auf den Weg in die Homburger Innenstadt. Der Hüne mit den dunklen Haaren zählt zu den besten Fußballern des Saarlands, ein echter Zehner.

„Den Clemens, den müssen die Saarländer uns pumpen“

Einer, der den Ball nicht tritt, sondern streichelt. Ein Spieler, von dem Deutschlands-Weltmeistertrainer Sepp Herberger einst gesagt haben soll: „Den Clemens, den müssen die Saarländer uns pumpen.“ Doch Kurt Clemens läuft nie für die Nationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland auf.

Sein Ziel in der Homburger Innenstadt an diesem Tag: ein Lederwarengeschäft. „Die Fußballschuhe haben wir damals mit Stollen aufgeklöppelt. Daher bin ich los, um mir die Klötzchen zum Aufnageln der Stollen zu besorgen.“ Kaum hat er das Geschäft betreten, wird’s ungemütlich. Clemens erzählt mit leiser Stimme: „Da stand plötzlich die Tochter des Inhabers vor mir und wetterte los: ‚Unverschämtheit, dass ihr es wagt, gegen Deutschland zu spielen – hoffentlich hauen die euch zehn rein.‘“ Clemens zuckt mit den Schultern. So sei sie halt gewesen damals, die Stimmung gegenüber der saarländischen Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen den großen Bruder – insbesondere im Südosten des Saarlandes, der Saarpfalz-Region.

*

Teilautonom – so lautet er, der Status des Saarlands zu Beginn der 50er Jahre. Unter französischer Aufsicht, aber: eigene Verfassung, eigene Flagge, eigene Staatsangehörigkeit, eigenes Olympisches Komitee – und eine eigene Fußball-Nationalmannschaft. Zwischen 1950 und 1956 ist das Saarland Mitglied des Weltfußballverbands Fifa, trägt 19 Länderspiele aus. Die Bilanz: sechs Siege, drei Unentschieden, zehn Niederlagen.

*

Ein sehr spielintelligenter Mann sei er gewesen, „der Herbert“, sagt Kurt Clemens. „Was nutzt es dem Spielmacher – der ich glaube gewesen zu sein – was nutzt es dem, wenn er alle Vorbereitungen trifft, aber niemand da ist, der den Ball reinmacht.“ Der 93-Jährige lacht.

Durch „den Kurt“, sagt Herbert Binkert, habe er viele Tore geschossen. „Der ist von der Seitenlinie durchgedribbelt bis fünf, sechs Meter vor das Tor – da hat er mich gesucht, den Ball in die Mitte gelegt, und ich brauchte die Kugel nur noch reinzuschieben.“

Kurt Clemens und Herbert Binkert: Sie waren einmal gute Freunde. Wahrscheinlich sind sie es auch heute noch, wenn man das so sagen kann von zwei Herren, die sich nicht mehr sehen können, weil das Alter es nicht mehr zulässt. Herbert Binkert (zwölf Länderspiele, sechs Tore) und Kurt Clemens (zehn Spiele, null Tore). Sie sind Zeitzeugen eines fast vergessenen Teams. Von einst 44 Auswahlspielern, die zwischen 1950 und 1956 für die saarländische Fußballnationalmannschaft aufgelaufen sind, leben heute noch sechs – Herbert Binkert, Kurt Clemens, Werner Otto, Karl Ringel, Ernst Zägel und Willi Sippel.

*

„Der größte Fußball-Festtag an der Saar“: Das Bild zeigt das Stadionheft zum Spiel Saarland gegen Deutschland in Saarbrücken. Foto: Privatarchiv Kurt Clemens, Saarländischer Fußballverband, Marek Fritzen

Norwegen - Saarland 2:3

24. Juni 1953, Oslo, Ullevaal-Stadion,

21 000 Zuschauer

Es ist Ende Juni 1953. Sechs Testspiele hat das kleine Saarland bis zu diesem Zeitpunkt absolviert – viermal gewonnen, zweimal verloren. Dann stehen die ersten Pflichtspiele an. Es beginnt die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1954. In einer Dreiergruppe geht’s gegen Norwegen und – in der ARD-Sportschau würde Kommentator Steffen Simon heute trällern: „ausgerechnet“ – gegen Deutschland, den großen Bruder. Zu Beginn müssen Kurt Clemens, Herbert Binkert und die anderen Jungs von der Saar nach Norwegen. Partie Nummer eins steigt am 24. Juni 1953 in Oslo, Ullevaal-Stadion, 21 000 Zuschauer. Der Schiedsrichter aus Holland, der Rasen nass wie ein Schwamm. Bis kurz vor Anpfiff hat es geschüttet.

65 Jahre später fixiert Kurt Clemens mit dem Zeigefinger ein Teamfoto im dunkelblauen Ordner. Es klebt am oberen Ende der Seite. „Das“, sagt der 93-Jährige mit stockender Stimme, „das sind wir, kurz vor Spielbeginn in Oslo“. Clemens, der Größte im Team, steht ganz außen, links daneben Herbert Binkert. Die Hosen hell, die Stutzen geringelt, die Hemden einfarbig. Auf dem Foto: Schwarz-Weiß. In Realität: Hellblau-Weiß.

Clemens: „Im Abschlusstraining hat sich unser Mittelläufer Peter Momber am Fußgelenk gezerrt. Der wäre normalerweise nicht aufgelaufen, wenn ein Ersatz da gewesen wäre.“ Ist es aber nicht. Er muss spielen.

„Die interessanteste Mannschaft Europas“: Die Aufnahme zeigt Saarbrückens Kurt Clemens (links) bei der Platzwahl mit Real Madrids Miguel Muñoz. Clemens und der FCS gewannen das Spiel in Madrid mit 4:0. Foto: Privatarchiv Kurt Clemens, Saarländischer Fußballverband, Marek Fritzen

„Mit neuneinhalb Männern nach 0:2-Rückstand – das muss man sich mal vorstellen“

Dann erwischt es Waldemar Philippi. Der Verteidiger muss nach fünf Minuten verletzt vom Platz. Karl Berg kommt für ihn. Danach ist Sense, mehr Auswechslungen sind nicht erlaubt. Passiert jetzt noch was, geht’s zu zehnt weiter. Und es passiert noch was. „Der Puff Theo, unser linker Verteidiger, hatte sich kurz darauf einen Wadenbeinbruch zugezogen, wollte andauernd raus“, erzählt Clemens. Doch Puff, der Mann vom 1. FC Saarbrücken, muss auf die Zähne beißen, bekommt von außen die Anweisung, wenigstens einen Gegenspieler zu binden.

Norwegen ist gut drauf, dominiert die Partie und führt bereits nach einer Viertelstunde mit 2:0. Es riecht nach einer Klatsche für die Jungs von der Saar. Dann nimmt das Unfassbare seinen Lauf: Kurz nach dem Treffer zum 2:0 ist es Saarlands Topstürmer Herbert Binkert, der auf 1:2 verkürzt. Noch vor der Pause gelingt Werner Otto das 2:2. Und dann, es läuft Spielminute 52, setzt Gerd Siedl zu einem Slalomlauf an: ein Gegenspieler, noch ein Gegenspieler, noch einer – Schuss, Tor.

Der Mann, der in seiner Karriere insgesamt sieben Jahre für den FC Bayern aktiv ist, bringt das Saarland in Führung. Und dabei bleibt’s. „Mit neuneinhalb Männern nach 0:2-Rückstand – das muss man sich mal vorstellen“, sagt Kurt Clemens strahlend. Ein Spiel, ein Sieg: Das kleine Saarland ist Tabellenführer – vor Deutschland. Und dann? Kurt Clemens‘ Grinsen wird immer breiter. Nach ein paar Sekunden sagt er: „Den Sieg haben wir in Oslo selbstverständlich gebührend gefeiert.“ Mehr sagt er nicht, lächelt nur. Wie gebührend es zugegangen sein muss, lässt eine Aufzeichnung des Saarländischen Fußballverbands erahnen. In der Chronik „Saarfußball – fünf Jahre in der Fifa“ heißt es: „Selbst der als hartgesotten bekannte Fips (Waldemar Philippi, Anm. d. Red.) lässt sich herab, in vorgerückter Stunde bei fortschreitender Alkoholknappheit die bereits für den Vater gekaufte Flasche Cognac herauszurücken.“ *

„Den Helmut“, sagt Herbert Binkert, während er durch das Doppelfenster seines Zimmers hinaus in den sonnigen Herbstvormittag blickt, „den kann man gar nicht oft genug loben“.

Der Helmut, das ist Schön – Helmut Schön. Deutschlands späterer Weltmeistertrainer von 1974 führt die Elf von der Saar als Trainer durch die WM-Qualifikation, trainiert das Team von 1952 bis 1956. „Ein einwandfreier Trainer, ohne jede Härte, hat uns als Team enorm weitergebracht“, schwärmt Binkert. Der Stürmer mit der Trikotnummer 9 ist damals einer der wenigen im Team, die Schön duzen. „Helmut“ oder „Langer“, so nennt ihn der 95-Jährige noch heute. Der Grund: Herbert Binkert steht 1942/43 mit dem FV Saarbrücken im Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft. Vor 80 000 Zuschauern geht’s im Berliner Olympiastadion gegen den Dresdner SC. Im Angriff der Sachsen: Helmut Schön. Saarbrücken und Binkert verlieren mit 0:3 – doch mit Schön verbindet den Saarländer fortan eine Freundschaft. Binkert erzählt: „Wir haben uns sehr gut verstanden, in der Freizeit auch mal was gemeinsam mit unseren Familien unternommen. Helmuts Frau hieß – genau wie meine Gattin – Anneliese.“

Deutschland - Saarland 3:0

11. Oktober 1953, Stuttgart,

Neckarstadion, 55 000 Zuschauer:

„Die Sache mit den Fotografen“, sagt Kurt Clemens, „das war schon herrlich“. Vier Monate nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Norwegen steht für das Saarland das bisher größte Spiel der Verbandsgeschichte an: das WM-Quali-Duell in Stuttgart gegen die Bundesrepublik. 55 000 Zuschauer sehen die Partie im Neckarstadion. Der Großteil rechnet mit einem lockeren Spielchen für das Team von Trainer Sepp Herberger und Star-Stürmer Fritz Walter. In den Vorberichten prophezeien Experten bereits saarländische Niederlagen mit bis zu zehn Toren.

„Zu Spielbeginn haben sich alle Fotografen hinter unserem Tor platziert“, erinnert sich Clemens, der damals im Mittelfeld der Saarländer den Takt vorgibt. Doch es kommt ganz anders. Das Team von Trainer Helmut Schön präsentiert sich in Top-Form, ist der DFB-Elf sowohl taktisch als auch konditionell ebenbürtig. Kurt Clemens, Herbert Binkert, Werner Otto & Co. spielen sich immer wieder Chancen heraus. „Nach einer Viertelstunde bekam ich mit, dass viele Zuschauer begannen, laut loszulachen“, erzählt Clemens amüsiert. „Ich wusste nicht, um was es geht, schaute mich um und sah, dass alle Fotografen plötzlich hinters deutsche Tor liefen. Die haben gemerkt: Dort gibt’s die besseren Bilder.“

Dabei hat DFB-Trainer Sepp Herberger seine beste
Elf aufs Feld geschickt: Schäfer, Turek, Morlock,
Rahn – alles, was Rang und Namen hat, ist an Bord. Nur Jahrhundertspieler Fritz Walter fehlt verletzt. Kurt Clemens: „Wir wurden nicht ausgepfiffen, es war keine feindselige Stimmung im Stadion. Nein, nein, im Gegenteil: Durch unsere Spielweise, die ja gefällig war – ich würde sogar behaupten, wir haben schöner gespielt als die deutsche Nationalmannschaft – haben die Zuschauer uns teilweise sogar applaudiert.“

Auch wenn sich die individuelle Klasse der DFB-Elf am Ende durchsetzt, Deutschland mit 3:0 gewinnt, hat das kleine Saarland den großen Bruder beeindruckt.

„Ich will mir keine Feinde mehr machen, ich bin 94 Jahre alt“

Kurt Clemens hält kurz inne, grinst verlegen. Dann: „Ich will mir keine Feinde mehr machen, ich bin 93 Jahre alt. Aber vor dem Hintergrund, dass Deutschland später Weltmeister geworden ist, denken viele Menschen heute sicherlich, Deutschland hätte das gegen uns en passant gemacht – das war aber nicht so, wirklich nicht.“ Dann blättert er weiter im dunkelblauen Ordner.

Die saarländische Nationalmannschaft – vereinfacht gesagt: der 1. FC Saarbrücken in anderer Verpackung. Strempel, Puff, Binkert, Momber, Otto – alle Spieler des FCS. Lediglich Mittelfeld-Ass Kurt Clemens ist Anfang der 50er für einen anderen Club aktiv. Zwar hat auch er zuvor beim FCS gespielt, zwischen 1951 und 1953 verdient er sein Geld allerdings beim FC Nancy. Herbert Binkert betont: „Wir waren ein echtes Team. Es ging familiär und verbindlich zu. Wir haben mit den Frauen Feste gefeiert, das war eine Zusammengehörigkeit noch und nöcher.“ Der 1. FC Saarbrücken ist Anfang der 1950er Jahre eine echte Hausnummer in Europa. Aufgrund des saarländischen Sonderstatus‘ darf der Club ab 1948 nicht mehr am deutschen Ligensystem teilnehmen, spielt daher mit einer Sondergenehmigung in der zweiten französischen Klasse, dominiert die anderen Teams – Aufsteigen ist allerdings verboten, das lässt der französische Fußballverband nicht zu.

Die interessanteste Mannschaft Europas: Das Zeitungscover aus Berlin zeigt den 1. FC Saarbrücken Anfang der 50er Jahre. Foto: Privatarchiv Kurt Clemens, Saarländischer Fußballverband, Marek Fritzen

„46 Treffer in einem Jahr“