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Altrich: Die wichtige Mission vorm Abgang

Fußball : Die wichtige Mission vorm Abgang

Kreisliga B II: Eigentlich wollte Andreas Steffen nach zwei Kreuzbandrissen schon mit dem Fußballspielen aufhören. Nun aber ist er wieder fit und möchte noch mal angreifen – aber nicht mehr bei der SG Altrich. Sein Nachfolger als Spielertrainer ist gleichzeitig einer seiner Vorgänger.

Andreas Steffens Abgang bei den Vereinigten aus Altrich, Wengerohr und Bombogen hat keine sportlichen, sondern rein private Gründe: „Ursprünglich wollte ich mir mit meiner Freundin ein Haus in Klausen kaufen, fand aber nichts Passendes. Kurz vor Weihnachten hatte sich dann eine passende Immobilie in Mertesdorf angeboten. Weil die Wege dann einfach zu weit sind, habe ich mich schweren Herzens entschlossen, ab der neuen Saison kein Spielertrainer mehr in Altrich zu sein.“  

In der Zwischenzeit gab der 34-jährige, frühere Ausnahmestürmer bekannt, ab der neuen Saison bei der SG Ruwertal zu spielen. Steffen hatte nach zwei Kreuzbandrissen eigentlich schon aufgehört mit dem Kicken, doch weil sich das Knie „wieder gut anfühlt und ich derzeit schmerzfrei bin, habe ich mich schon wieder ein paar Mal kurzzeitig eingewechselt“, verrät Steffen, der in der neuen Saison ein Comeback plant: „Mein Ziel ist es, bei der zweiten Mannschaft der SG Ruwertal anzufangen, die derzeit in der B-Liga Mosel/Hochwald spielt. Ich will wieder reinkommen und werde dann sehen, ob es noch mal für die Bezirksliga langt.“

Während einer Silvesterfeier hatte Steffen den Nachbarn seiner Freundin, Thomas Becker, Teammanager der Ruwertaler, kennengelernt. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Kontakt zur Spielgemeinschaft intensiviert. „So habe ich auch den noch jungen Spielertrainer der zweiten Mannschaft, Nico Repplinger, kennengelernt. In den Gesprächen mit ihm und dem Sportlichen Leiter Max Tyrell sind wir uns dann schnell einig geworden. Ich wurde mit offenen Armen empfangen“, erzählt Steffen, der in Altrich aber noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat: „Wir haben in dieser Saison bislang nur zwei Spiele verloren, sind zwar trotzdem nur Dritter, doch wir können, wenn alles gut läuft, durchaus noch Zweiter werden. Vielleicht gelingt uns dann doch noch der so lang ersehnte Aufstieg in die A-Klasse.“

Die B-II-Liga sei noch stärker geworden. „Den ersten Platz zu erreichen wird verdammt schwer. Doch weil es wahrscheinlich keinen Mosel-Absteiger aus der Bezirksliga gibt, wäre über ein Relegationsspiel gegen den B-I-Kiga-Zweiten noch ein Platz in der A-Klasse frei. Wir werden in den restlichen Spielen alles dafür tun, dass wir das noch packen.“

Oftmals knapp scheiterte die SG Altrich in den vergangenen Jahren am ersehnten Aufstieg, immer wieder gab es einen Überflieger oder in der 2020/21er Runde den coronabedingten Saisonabbruch, als das Team ausgerechnet auf Rang eins notiert war. „Manchmal fehlte der letzte Wille, auch mal enge Spiele zu gewinnen, manchmal auch die Cleverness. Altrich ist ein gewachsener Haufen, ein Team, das an sich das Zeug für die A-Liga hat und sich in den vergangenen Jahren enorm verbessert hat. Die Spieler sind dem Verein immer treu geblieben.“

Die nächsten zwei Partien haben es in sich. Zunächst muss das Team von Steffen am Samstag (18 Uhr) nach Dörbach. „Das wird ein erstes Schlüsselspiel und richtig schwer, weil Dörbach noch kein Heimspiel verloren und sich enorm verstärkt hat. Danach haben wir den SV Wittlich zu Gast. Wenn wir ganz oben angreifen wollen, müssen wir schon sechs Punkte holen, zumal wir auch noch gegen die SG Vulkaneifel ran müssen.“

Steffens Nachfolger steht bereits fest: Michael Felzen wird das Team zum 1. Juli übernehmen. Felzen war schon in der Saison 2017/18 Trainer bei der SG Altrich, bevor August Schlotter übernahm. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und darauf, die Mannschaft noch mal ein Stück weiter zu entwickeln“, sagt Felzen, der bis Saisonende noch Trainer der A-Junioren des JFV Wittlicher Tal ist. Mit seinem Team belegt Felzen aktuell den ersten Platz in der Rheinlandliga-Platzierungsrunde.

Nach Angaben von Felzen bleibt Joshua Schmidt mitspielender Assistent. Mit Julian Lames vom TuS Platten steht ein Neuzugang bereits fest.