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Arzfeld: Bezirksliga-Spitzenreiter in Badem gefordert

Fußball-Bezirksliga : „Heiß und giftig“: Arzfeld in Badem gefordert

Fußball-Bezirksliga: Spitzenreiter will siebten Sieg im siebten Spiel – Derby in Enkirch elektrisiert die Fans an der Mittelmosel.

SG Ruwertal – SG Saartal Schoden, heute Freitag, 20 Uhr, Rasenplatz Kasel

Für den derzeit so gut aufgelegten Tabellensiebten bedeutet die Partie gegen Schoden die Generalprobe für den Rheinlandpokal-Kracher gegen Eintracht Trier, welcher kommenden Mittwoch in Kasel stattfindet. „Nach unserem glücklichen 2:1-Sieg in Baustert wollen wir fußballerisch noch mal besser agieren und Schoden das Leben schwer machen“, möchte Ruwertals Trainer Benny Leis die Serie von vier Spielen ohne Niederlage gerne fortsetzen. Philipp Kartz und Aaron Dankwah fehlen verletzt, Bastian Jung ist im Urlaub. Die SG Saartal muss den 2:4-Nackenschlag gegen die FSG Ehrang wegstecken. „Das ist ein Schlüsselspiel für uns, wir wissen nach dem Spiel, wohin die Reise geht. Ruwertal ist eine sehr disziplinierte und kompakte Truppe, da kommt einiges auf uns zu“, prophezeit Saartal-Trainer Heiko Niederweis. Julian Thielen und Tobias Baier sind verletzt, die Einsätze von Leo Gombert und Lucas Jakob fraglich.

 

SG Badem – SG Arzfeld, Samstag, 17 Uhr, Rasenplatz Badem

Die Westeifeler kommen als Spitzenreiter nach Badem und haben gute Chancen, die Serie mit dem siebten Sieg im siebten Spiel fortzusetzen. Saisonübergreifend ist das Team von Andreas Theis seit einem Dutzend Partien in Folge siegreich – SG-Rekord. „Wir kommen mit breiter Brust, wollen die bisherigen Leistungen bestätigen. Uns erwartet ein unbequemer Gegner, der heiß und giftig sein wird. Das wird kein Spaziergang“, weiß Theis, dem die verletzten Matthias Ewertz und Joschka Trenz fehlen. Für den ebenfalls angeschlagenen Keeper Florian Moos wird erneut Christoph Görgen zwischen die Pfosten rücken. Die seit Wochen personell klammen Bademer stehen gegen den Tabellenführer mit dem Rücken zur Wand. Dennoch fordert Coach Roger Reiter „Kante zu zeigen, die Räume eng zu machen und defensiv kompromissloser zu agieren.“ Weiterhin verletzt fehlen Pascal Espinosa, Timo Schakat und Tobias Hahn, während Daniel Robertz und Christopher Keil nach Kurzurlauben zurück sind.

 

FSG Ehrang/Pfalzel – SV Speicher, Samstag, 17.30 Uhr, Rasenplatz Trier-Pfalzel

Gegen Kellerkind SV Speicher will sich Ehrang/Pfalzel keine Blöße geben. FSG-Trainer Kevin Schmitt aber warnt: „Wir werden einen Teufel tun, Speicher zu unterschätzen. Deshalb werden wir die Partie mit Seriosität angehen, nehmen die Favoritenrolle jedoch sehr gerne an.“ Schmitt zeigt sich zuversichtlich, neben Lukas Herkenroth auch wieder auf Luca Heintel zurückgreifen zu können. „Seine muskulären Probleme sind abgeklungen. Luca ist im Mittelfeld sehr wichtig.“ Dagegen müsse man beim am Rücken verletzten André Thielen von Woche zu Woche entscheiden, ob er auflaufen könne. Die Gäste sind derzeit nicht zu beneiden. Zum einen hatte und hat man mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen. Auch ist die spielerische Leichtigkeit der vergangenen Saison noch nicht wieder zurückgekehrt. Trainer Martin Wagener sagt: „Es gibt leichtere Aufgaben, als ausgerechnet jetzt gegen Eh­rang zu spielen. Die derzeitige Situation ist für uns extrem schwierig.“ Mit Artur Poloshenko und Marcel Selmane fehlen zwei Stammspieler langfristig, Andrej Pertsch urlaubt. Dillon Jackson ist verletzt. Tim Roth und Alexander Newman stehen wieder bereit.

 

SV Lüxem – SG Geisfeld, Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Lüxem

Nach zwei Siegen am Stück baut Lüxems Trainer Christoph Krähling auf die immer besser funktionierenden Automatismen. „Die Marschroute lautet auch gegen Geisfeld, Laden dicht machen, schnell umschalten und Konter fahren. Geisfeld ist ein anderes Kaliber als Speicher, doch wir hoffen, nachlegen zu können.“ Sorgen bereiten ihm die langfristigen Verletzungen dreier Leistungsträger. Denn neben Benny Sorge (Kreuzbandriss) fehlt mit Patrick Schmidt (Innenband- und Syndesmosebandabriss) und Daniel Mehrfeld (Muskelfaserriss) jede Menge Erfahrung und Qualität. Mehmet Karabulut ist gesperrt. Geisfels Spielertrainer Sven Gaspers spricht von „einer richtig schweren Prüfung. Lüxem hat mit den beiden Siegen Selbstvertrauen getankt und will seine Heimstärke nutzen. Da müssen wir defensiv dagegenhalten und selbst die Wege nach vorn suchen“.

 

SG Mont Royal Kröv – SV Zeltingen-Rachtig, Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Enkirch

Ausgerechnet gegen seinen alten Verein fehlt Mont-Royal-Coach Karl-Heinz Gräfen urlaubsbedingt. „Das ist schade, weil in Zeltingen auch Freundschaften entstanden sind. Am Sonntag wird Co-Trainer Thomas Kappel die Mannschaft coachen und hoffentlich zu drei Punkten führen“, so der 55-Jährige. „Auf der Leistung beim 2:4 gegen die SG Arzfeld gilt es im Derby aufzubauen, zumal Hunderte von Zuschauern mein Team im Derby pushen werden.“ Fehlen wird den Krövern Torwart Bastian Bauer, der sich bei der jüngsten Niederlage in Daleiden die Rote Karte einhandelte.

Auch Zeltingen-Rachtig fiebert dem Mittelmoselduell mit großer Spannung und Vorfreude entgegen. Spielertrainer Pascal Meschak hat neues Selbstvertrauen bei seiner Mannschaft ausgemacht. „Kröv steht unter Wert da und bringt viele gute Offensivqualitäten auf den Platz. Jeder weiß, dass so ein Derby nie leicht zu spielen ist. Wenn jeder an seine Leistungsgrenze geht, werden wir auch was mitnehmen.“ Tim Bechtel und Felix Franzen fallen verletzt aus, hinter dem Einsatz von Luca Schädler (Knie) stehen noch Fragezeichen.

 

SG Wallendorf – SG Baustert, Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Körperich

Das Kellerduell ist zugleich ein Derby und beinhaltet jede Menge Brisanz. Beide Mannschaften benötigen dringend Punkte. Bausterts Coach Thorsten Schmitz hofft erneut auf mehr Spielglück: „Wenn sich wie zuletzt die Ruwertaler Trainer für ihren Sieg entschuldigen, sagt das einiges aus. Doch dafür können wir uns nichts kaufen. Bei einem Konkurrenten im Abstiegskampf müssen wir uns cleverer vor der Kiste anstellen.“ Mit Martin Esch, Tobias Bales und Tom Freitas kehren wichtige Spieler in den Kader zurück. Einzig der verletzte Tim Hoffmann fehlt.

Die SG Wallendorf wartet seit fünf Partien auf einen Sieg und hat in sechs Partien bereits 22 Gegentreffer kassiert. „Wir müssen unser Defensivverhalten verbessern und schneller hinter den Ball kommen“, fordert Trainer Frank Hermes. Für den 48-Jährigen ist ein Sieg gegen den Konkurrenten absolute Pflicht. Aus Verletzungsgründen stehen mit Noah Prinz, Kevin Liedke, Oliver Holz, Christian Weber, Peter Pott, Janik Masselter und Andreas Hartmann gleich sieben Akteure nicht zur Verfügung.

 

SG Wallenborn – SG Sauertal Ralingen, Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Wallenborn

Im zweiten von drei Heimspielen in Folge will die SG Wallenborn wieder ein anderes Gesicht zeigen und mit einem Sieg die mäßige Leistung gegen Konz vergessen machen. Dazu bietet sich gegen den Tabellenletzten aus dem Sauertal eine günstige Gelegenheit, denn diese brachten bislang erst einen Zähler auf ihr Punktekonto. „Wir wollen eine Reaktion auf die 1:3-Niederlage gegen Konz zeigen. Gewinnen wir nicht, wird es in den kommenden Wochen schwer für uns“, bemüht SGW-Trainer Stephan Zimmer die Mentalitätsfrage.

Ralingens Coach Martial Servais erwartet eine schwere Prüfung in der Vulkaneifel: „Wallenborn ist unser Angstgegner. Gegen das robuste und kämpferisch starke Team, das sich in dieser Saison aber sehr launisch zeigt, haben wir in der Vergangenheit regelmäßig Packungen bekommen.“ So fürchtet der Luxemburger die „hohe individuelle Klasse im Offensivbereich“. Man sei „krasser Außenseiter“, wolle die Partie aber „eng halten und versuchen dort zu punkten“ Während Tobias Hansen (Urlaub), Jannik Stadler (gesperrt) und Daniel Barth (verletzt) ausfallen, hofft Servais auf Stefan Keuler, Patrick Fandel (Aufbau) sowie Fabian Neises (Pferdekuss).

 

TuS Schillingen – SV Rot-Weiß Wittlich, Samstag, 17 Uhr, Rasenplatz Schillingen 

Für Schillingens Trainer Sascha Freytag ist die Partie gegen den Tabellendritten ein Bonusspiel: „Der Fokus liegt auf der nächsten Woche, wenn wir gegen Baustert unbedingt punkten müssen.“ Für den TuS-Coach ist „Rot-Weiß mit einer großen individuellen Klasse gespickt und klarer Favorit“. Um eine Chance zu haben, „brauchen wir mehr Konsequenz im Abschluss. Derzeit fehlt uns im Angriff die Durchschlagskraft“. Während Julian Flesch (Schienbeinverletzung), Maximilian Heib (Achillessehnenbeschwerden), Lukas Thome und Jonathan Gauer (muskuläre Beschwerden) ausfallen, kommen Christian Görgen, Marco Engel und Matthias Werner in den Kader zurück.

Wittlichs Trainer Frank Meeth stellt unmissverständlich klar: „Wollen wir oben dabei bleiben, müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen.“ Während Qendrim Bukoshi, Meliani Saim (verletzt) und Albutrin Aliu (gesperrt) ausfallen, steht Nicolae Stefan nach einem Aufenthalt in seiner rumänischen Heimat wieder bereit. Ob es bei Abwehrspieler Gabriel Harig nach einer Überdehnung im Sprunggelenk für einen Einsatz schon wieder reicht, war bei Redaktionsschluss noch offen.

 

SV Konz – TuS Mosella Schweich, Sonntag, 14.30 Uhr, Saar-Mosel-Stadion Konz

Die Schweicher kommen als Favorit nach Konz, doch Trainer Jochen Weber warnt: „Konz hat sich stabilisiert, agiert sehr zweikampfstark und hat sich im spieltechnischen Bereich weiterentwickelt.“ Um die Partie zu gewinnen, müssen „wir in den Abschlüssen noch konsequenter sein und dürfen uns von den Emotionen nicht beeinflussen lassen.“ Personell sieht es wieder richtig gut aus, denn bis auf Philipp Seeberger, der berufsbedingt nicht verfügbar ist, hat der Coach alles an Bord.

Auch der Konzer Trainer Thomas Berens sieht jede Menge Qualität auf seine Mannschaft zukommen. „Schweich sehe ich unter den ersten drei. Sie haben viele Kreativspieler im Team und schießen viele Tore.“ Berens’ Rezept: „Laufbereitschaft zeigen, Flügelspiel ankurbeln und die Räume nutzen.“ Personell plagen den Konzer Coach Probleme. Denn neben Felix Schmand, der an einem Kreuzbandriss laboriert, fallen Michel Kupper-Stöß (verletzt), Dominik Güth (Armbruch), Kevin Bernard (Urlaub) und Merlin Weis (verletzt) aus. Daniel Bobinets und Nils Noner sind wieder eine Option.

Die Vorschau auf die Rheinlandligaspiele mit regionaler Beteiligung lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.