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Auel: Aydin macht das halbe Duzend voll

Fußball : Aydin macht das halbe Duzend voll

Beste Erinnerungen haben sie bei der SG Auel an das Hinspiel gegen die SG Schneifel II: Ende August setzte man sich mit 4:1 beim aktuellen Spitzenreiter der Kreisliga B I durch. Vor dem erneuten Aufeinandertreffen sind die Erwartungen bei der Mannschaft von Trainer Muzaffer Aydin aber gedämpft. Für die nächste Saison wurde unterdessen bereits eine wichtige Personalie geklärt.

Intensiv wollte er seine Mannschaft auf die restlichen zwölf Saisonspiele in der Kreisliga B I vorbereiten. Unterm Strich kann Muzaffer Aydin, Trainer der Vereinigten aus Auel, Duppach, Steffeln und Oberbettingen, aber alles andere als zufrieden sein mit den zurückliegenden Wochen: „Corona hat uns wie sicher auch etliche andere immer wieder ausgebremst, und wir hatten ein ums andere Mal Ausfälle zu beklagen.“

Nur ganze zwei Testspiele konnten so stattfinden – und am Sonntag, bei der 2:4-Auswärtsniederlage gegen den SV Neunkirchen-Steinborn II, standen neben dem Coach, der noch bis Anfang der Woche in Quarantäne war, auch zwei Spieler coronabedingt nicht zur Verfügung. Das Coaching wusste Aydin beim Trainer der zweiten Mannschaft, Marco Bernardy, in besten Händen: „Die Zusammenarbeit ist ausgezeichnet. Der Austausch zwischen der Ersten und Zweiten klappt generell sehr gut. Das wird auch am starken vierten Platz unserer Zwoten in der D-Klasse deutlich“, berichtet Aydin.

Trotz aller Unwägbarkeiten in der Vorbereitung ging die SG Auel in Neunkirchen durch Tom Begon früh in Führung und hätte nach dem Ausgleichstreffer der Gastgeber durch Patrick Simonis erneut in Front gehen können. Doch er scheiterte mit einem Strafstoß an Schlussmann David Przybyl. Neunkirchen zog bis auf 3:1 davon. Marco Rieken machte es noch mal spannend, ehe kurz vor Schluss mit dem 4:2 die Entscheidung für Neunkirchen II fiel. „Solch ein torreiches Spiel ist dann typisch dafür, wenn die Fitness noch nicht so da ist. Dann passieren halt vermehrt Fehler“, weiß Aydin, der selbst größten Wert auf taktische Disziplin legt: „Das hat mich früher in den neunziger Jahren auch als Landesligaspieler in Hillesheim ausgezeichnet. Fußballerisch habe ich sicher nicht zu den Stärksten gehört, aber immer alles aus mir herausgeholt“, sagt Aydin, der in der fünften Saison Trainer der SG Auel ist: „Die Struktur in der Spielgemeinschaft stimmt. Hier kann ich in Ruhe arbeiten und spüre auch das Vertrauen der Verantwortlichen.“ In Sachen Fitness will er auch mit 46 Jahren noch ein Vorbild für seine Schützlinge, zu denen auch Sohn Berkan  zählt, sein: Drei Mal die Woche geht er deshalb ins Fitnessstudio.

An das Hinspiel beim kommenden Heimgegner SG Schneifel-Auw II haben Aydin und seine Spieler beste Erinnerungen: Am 22. August wurde der Titel-Topfavorit mit 4:1 entzaubert. Die Aueler Mannschaft, in „der die Mischung aus Jung und Alt stimmt“, so der Coach, holte starke zehn Punkte aus den ersten vier Partien, ehe sie diese Schrittzahl aber nicht beibehalten konnte. Mit 20 Zählern aus 15 Begegnungen rangiert man als Tabellenneunter derzeit im gesicherten Mittelfeld. Dort zu landen, ist auch das offizielle Saisonziel der Vulkaneifeler.

 Muzaffer Aydin
Muzaffer Aydin Foto: Fupa Verein

Den einen oder anderen Großen aus der B-I-Liga wollen die Aueler in dieser Saison dann doch noch ärgern – spätestens, wenn die Corona-Probleme abgeklungen sind. Für die nächste Saison ist bereits jetzt eine wichtige Personalie geklärt: Muzaffer Aydin hat seine Zusage über den Sommer hinaus gegeben und macht damit das halbe Dutzend Trainerjahre voll.