Automobilslalom: Finale der DMSB-Meisterschaft in Bitburg

Autoslalom : Der letzte Tanz in Bitburg

Im Finale um die Automobil-Slalommeisterschaft des Deutschen Motorsport-Bunds räumen die heimischen Teilnehmer richtig ab.

Als der alpenländische Soft-Barde Hansi Hinterseer einst mit viel Schmalz in der Stimme seinen „letzten Tanz mit Dir“ über den Äther schickte, hatte er mit Sicherheit kein Parkett vor Augen, das ein paar Hundert Meter lang und mit rot-weißen Pylonen abgesteckt war.  So wie das am vergangenen Wochenende der Fall war, als sich Deutschlands beste Automobil-Slalomsportler zum Finale auf dem dafür bestens geeigneten Gelände  der ehemaligen US Air Base in Bitburg trafen. Quasi zum letzten flotten „Tanz zwischen den Hütchen“.

„Wir kennen die Gegebenheiten in Bitburg  sehr gut und waren beide mit unseren besten Fahrerinnen und Fahrern im  Finale vertreten. Da haben wir zugesagt, als vom Verband die Bitte an uns heran getragen wurde, die Endläufe gemeinsam auszurichten“, schildert Manfred Bläsius vom MSV Osann-Monzel, warum  sein Verein und der Eifel-Motorsportclub  (EMSC) Bitburg gemeinsam als Ausrichter des Final-Wochenendes auf den Plan getreten waren.

Die Slalommeisterschaft des Deutschen Motorsport-Bunds (DMSB) wird in zwei Sektionen (Süd und Nord) ausgetragen. „Zum Finale treffen sich dann die besten Fahrerinnen und Fahrer, die sich während des Jahres in den Läufen ihrer Sektion dafür qualifiziert haben“, erläutert Bläsius.

Slalomsport mit eigens dafür umgerüsteten Fahrzeugen ist eine Automobil-Sportart, die oft verkannt und unterschätzt wird, aber viel Können, Gefühl und höchste Präzision verlangt. Die engen Gassen auf dem im Finale 2,5 Kilometer langen Kurs sind oft nicht breiter als das Fahrzeug selbst. Wird eine Pylone touchiert, gibt es dafür drei Strafsekunden. Damit ist die Fahrzeit meistens futsch.  „Von daher gilt es zwischen Risiko und Tempo abzuwägen und die bestmögliche Balance zu finden“, sagt Bläsius.

Der Mann vom MSV Osann-Monzel gehörte nicht nur zu  den  Organisatoren, die am Samstag und Sonntag mit Hilfe von rund 60 Zeitnehmern, Streckenposten oder „TeKos“ (Technischen Kommissaren) bei der Abnahme unterwegs waren. Jeweils mehr als 100 Fahrzeuge mussten an beiden Tagen auf die Strecke geschickt werden. Bläsius, der wie Tochter Michelle erfolgreich als Slalomsportler unterwegs ist, war gemeinsam mit seinen Teamkameraden Tim Kleinsorg, Mario Fuchs und Ralf Orth Teil der Mannschaft des ADAC Mittelrhein, die sich den Titel des DMSB-Slalommeisters sicherte. Das Quartett war in einem BMW 318i, einem 316i, einem 320is sowie einem  Daihatsu Charade im Finallauf unterwegs .

Zudem sicherte sich Daniel Dichter vom EMSC Bitburg den Titel des Vizemeisters in der DMSB-Slalommeisterschaft. Hans-Hubert Sowart vom MTC Esch gewann  die Meisterschaft im ADAC Slalom-Pokal Südwest.

Tim Kleinsorg (Osann-Monzel) beendete das letzte Renn-Wochenende dieses Jahres als Sieger der DMSB-Slalommeisterschaft des ADAC Mittelrhein.

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