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Basketball: Souveräne Gladiators Trier siegen in Nürnberg

Zweite Basketball-Bundesliga : Souveräne Gladiators Trier siegen in Nürnberg

Nächster Sieg der Römerstrom Gladiators Trier in der 2. Basketball-Bundesliga: Drei Tage nach dem hart erkämpften 83:75 über Phoenix Hagen siegte das Team von Trainer Marco van den Berg am Mittwochabend nach einer über weite Strecken souveränen Vorstellung mit 90:72 bei den Nürnberg Falcons.

Schon wenige Stunden nach seiner Verpflichtung kam der von Erstligist Ludwigsburg an Land gezogene Center Austin Wiley zum Einsatz – und hatte mit seiner Präsenz unterm Korb bereits seinen Anteil am Erfolg.

Den in den vergangenen Wochen durch zahlreiche Corona-Fälle im Team so geschwächten und oft pausierenden Nürnbergern mangelte es an Rhythmus und Sicherheit. Trier brauchte nur etwas Anlaufzeit, um in Fahrt zu kommen. Nach dem 17:17 im ersten Viertel setzten sich die Gladiators im zweiten Viertel ab und lagen bis zur Pause mit 45:31 vorne.

Bezeichnend für das wachsende Trierer Selbstvertrauen war eine starke Einzelleistung von Jonas Grof, der in der 19. Minute einfach mal von der linken Außenseite draufhielt und mit einem Drei-Punkte-Wurf unter großem Jubel seiner Teamkollegen traf.

Die coolen Gäste nahmen den Schwung auch in den dritten Abschnitt mit. In der 25. Minute lag man gar mit 20 Punkten Differenz vorne (63:43) und steuerte entschlossen einem Auswärtssieg entgegen.

Zu Beginn des letzten Viertels ließ Trier zwar etwas nach, und die Nürnberger kamen zwischenzeitlich bis auf 14 Zähler heran (62:76). Doch insgesamt waren die Gladiators in der Defensive wie auch in der Offensive das eindeutig stärkere Team und siegten am Ende verdient mit 90:72. Sehr zufrieden bilanzierte Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz die Partie an der Pegnitz: „Das war richtig gut, und mit Austin Wiley haben wir noch einmal eine ganz andere Qualität unterm Korb.“ Zum Abschluss der Englischen Woche müssen die Moselaner noch einmal auswärts ran: Sonntag, ab 16 Uhr, steht die Partie bei den Bayer Giants Leverkusen auf dem Plan. „Wir haben jetzt jeweils sieben Siege und Niederlagen auf dem Konto, wollen in die Playoffs. Wir fahren nach Leverkusen, um auch dort zu gewinnen“, betont Schmitz.

Der 22-jährige Wiley (Foto: Simon Engelbert/Photogroove) stand erst seit Anfang des Jahres in Ludwigsburg unter Vertrag, bekam dort aber nur wenig Spielzeit. Deshalb verließ er die Schwaben auch schon wieder.

Wiley, in Birmingham/Alabama geboren, spielte zuvor für die renommierte Auburn University in der NCAA. Er ist 2,11 Meter groß, hat eine Armspannweite von 2,26 Metern und bringt 118 Kilogramm auf die Waage.

„Wir sind aufgrund für uns glücklicher Umstände noch einmal aktiv geworden und sehr glücklich, einen hochtalentierten und körperlich starken Center gefunden zu haben“, erklärt Gladiators-Geschäftsführer Andre Ewertz.

„Austin bringt unserem Kader Qualitäten, die uns bisher leider gefehlt haben. Er ist ein hervorragender Ringbeschützer, und auch offensiv ist er in der Lage, mit Kontakt zum Korb zu gehen. Wir haben hohe Erwartungen an Austin und sind uns auch sicher, dass er diese erfüllen kann“, sagt Trainer Marco van den Berg.