Beim Reiler Motocross standen Enduro-Helden von einst im Mittelpunkt.

Motocross : „Heißer Stein“ in Reil: Der Dreck der frühen Jahre …

Beim Reiler Motocross standen diesmal die Enduro-Helden von einst im Mittelpunkt.

Motocross mal anders, aber nicht weniger spektakulär – und vor allem mit vielen Emotionen: Bei der 68. Auflage des  Reiler Motocross-Rennens auf dem „Heißen Stein“ hoch über dem Mittelmosel-Ort standen nicht nur  die Teilnehmer der aktuellen Enduro-Serien im Mittelpunkt, sondern auch die Protagonisten der Vergangenheit.

Artisten auf Maschinen, die etliche  Jahrzehnte auf den Triebwerken haben, zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Alte Hercules-Maschinen oder KTM-Kräder, heutzutage unbekannte Ancilotti beziehungsweise Mazzilli waren damals im Geländesport mit Sachs-Motoren gang und gäbe. Sie werden jetzt vorwiegend von Mitgliedern des Freundeskreises der „Enduro Senioren Deutschland“ bewegt, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert. Die Fahrer sind teilweise noch älter als ihre Maschinen.

In Reil hatte der gastgebende Motorsportclub in liebevoller Vorarbeit ein einzigartiges Histo-Festival alter Maschinen  vorbereitet. Der heimliche Star des Tages am Mikrofon war der Streckensprecher von damals auf dem „Heißen Stein“, Hermann-Josef Deutschbein,  der auch als 84-Jähriger dank seines profunden Fachwissens den „Legenden-Teil“ der zweitägigen Veranstaltung kommentierte. Von 1979 bis 2000 informierte Deutschbein die Zuschauer bei den spektakulären WM-Rennen der damaligen Jahre, nicht nur in Reil.

  „Das hat einen Riesenspaß gemacht. Kompliment an den Veranstalter, dass man so etwas noch einmal auf die Beine gestellt hat“, waren sowohl der Moderator als auch die alten Haudegen, die teils mit historischen Maschinen den Kurs absolvierten, von dem Revival angetan.

 Der Motorsportclub Reil war mit der Resonanz der gesamten Veranstaltung sehr zufrieden. „Wir hatten insgesamt 1100 Zuschauer an beiden Tagen. Es wird von Jahr zu Jahr mehr. Wir merken das auch bei den Mitgliederzahlen im Club. Vor allem viele Kinder, deren Eltern das Motocross-Fieber gepackt hat, wollen das ebenfalls erlernen. Das ist auch eine Bestätigung für unsere Arbeit“, sagte MSC-Sprecher Michael Boemer.

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