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Belgische Rekordhalterin beim Klement-Memorial im Moselstadion Trier

Klement-Hammerwurf-Memorial : Belgische Rekordhalterin wirft beim Klement-Memorial

Hammer-, Diskus- und Gewichtswurf sowie Kugelstoßen mit 110 Starts am Sonntag beim Werfertag des TV Germania Trier im Moselstadion.

Für Franz Pauly als Organisationsleiter ist es eine Anerkennung für die Bereitschaft, den coronabedingten Mehraufwand bei Leichtathletik-Veranstaltungen auf sich zu nehmen: Beim Ernst-Klement-Memorials der Hammerwerfer am Sonntag (20. September) wird es mehr als 100 Starts geben. Eine gute Anzahl für einen reinen Werfertag. Und mit Vanessa Sterckendries hat sich eine der zurzeit weltbesten Hammerwerferinnen angesagt.

Die Belgierin verbesserte Ende August in Leverkusen den Landesrekord auf 69,91 Meter. Die 25-Jährige kratzt also an der 70-Meter-Marke. Diese wurde im Trierer Moselstadion noch keine Werferin übertroffen. Sterckendries ist seit ihrem Besuch vor zwei Jahren mit 65,58 Metern Stadionrekordlerin. 2018 verbesserte sie den 20 Jahre lang gültigen Stadionrekord der Olympiadritten und ehemaligen deutschen Rekordlerin Kirsten Münchow (LAC Fürth-München/64,14).

Anfang Juli war Franz Pauly der Pionier mit dem ersten offiziellen Leichtathletik-Wettkampf in der Corona-Zeit in der Region Trier. Der letzte der Hammerwurf-Gilde des 2002 verstorbenen Ernst Klement brachte den Werfertag mit dem Team des TV Germania Trier (TVG) problemlos über die Bühne. Es war eine gute Generalprobe für die Hauptveranstaltung der TVG-Werfer, dem Ernst-Klement-Memorial, mit den an die Hammerwurf-Trainerlegende gedacht wird. Zu Klements Schülern gehörten unter anderem Weltrekordler Karl-Hans Riehm aus Konz und der spätere Weltmeister Heinz Weis aus Leiwen.

Und eben Franz Pauly. Der amtierende deutsche Seniorenmeister der Altersklasse M 55 im Gewichtswurf (ähnlich Hammerwurf, nur schwerer und mit kurzer Kette statt längerem Haltestahlseil) hat die Möglichkeiten, Wurfwettkämpfe auch unter Corona-Bedingungen durchzuführen, schnell erkannt: Jeder Teilnehmer muss sein eigenes Wurfgerät mitbringen und nach dem Versuch selbst wieder einsammeln. Außer Hammerwurf wird am Sonntag auch Diskus- und Gewichtswurf sowie Kugelstoßen durchgeführt. Sich von den gerade aktiven Werfern fernzuhalten, ist auch in normalen Zeiten aus Sicherheitsgründen wichtig. Und zwar weit mehr als zum Corona-Schutz angepeilten 1,50 Meter.