1. Sport
  2. Sport aus der Region

Bitburg: Die 200-Kilometer-Anfahrt soll sich lohnen

Fußball : Bitburgs 200-Kilometer-Anfahrt soll sich lohnen

Fußball-Rheinlandliga: Bierstädter treten bei heimschwachen Neitersern an – Auch Zerf, Morbach und Mehring spielen auswärts.

SG Schneifel-Auw – SG 99 Andernach (Samstag, 16 Uhr, Rasenplatz Auw bei Prüm)

Ausgangslage: Beim letzten Aufeinandertreffen vor anderthalb Jahren gingen die Andernacher mit 3:0 als Sieger vom Platz. Aktuell ist die Schneifel-SG (punktgleich mit dem Zweiten) seit zwei Partien ohne Tor­erfolg und wartet unter dem kürzlich zum Cheftrainer beförderten Stephan Simon (neuerdings assistiert von Norbert Hacken, siehe Extra) noch auf den ersten Sieg. Die Vereinigten aus Auw, Ormont, Hallschlag und Stadtkyll haben mit einigen personellen Ausfällen zu kämpfen. Coach Simon bleibt aber positiv: „Wir spielen auf Sieg. Der Gegner spielt technisch sauberen Fußball und wirkt sehr diszipliniert.“

Personal: Im Vergleich zur Vorwoche gibt es weitere Ausfälle: Michael Zeimmes (muskuläre Verletzung), Alexander Zapp (Gesichtsprellung nach Kopfballduell), Udo Backes und Jan Merkes (beide erkältet) sind verletzt beziehungsweise fraglich. 

TuS Montabaur – FV Hunsrückhöhe Morbach (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Montabaur)

Ausgangslage: Montabaur hat fünf seiner sieben Heimspiele verloren (letzter Heimerfolg gelang vor vier Wochen beim 2:0 gegen Mayen). Zum Abschluss der Englischen Woche werden sich die auf Rang sechs positionierten Morbacher nicht auf dem 2:1 gegen Wissen ausruhen, sondern drei Punkte in der Fremde entführen wollen (bislang erzielte die FVH auswärts zehn der möglichen 21 Punkte). Auffällig ist, dass nur die beiden Kellerkinder Montabaur und Ellscheid (je zwölf) weniger Tore als die Hunsrücker (14) erzielt haben.

„Wir müssen auch in Montabaur hellwach sein, um dort zu punkten. Das ist eine Mannschaft, die besser als ihr derzeitiger Tabellenplatz ist. Sogar Tarforst hatte seine Probleme gehabt gegen sie und nur unentschieden gespielt“, weiß FVH-Trainer Thorsten Haubst.

Personal: Für die Partie im Westerwald sind Marius Marx und Matthias Haubst wieder eine Option. Lukas Servatius hat eine Rotsperre abgesessen und steht wieder bereit. Ein Fragezeichen steht hinter der Einsatzfähigkeit von Maxi Schemer, der am Mittwoch beim 0:1 im Pokalspiel in Zerf in der 35. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.   

VfB Wissen – SG Hochwald-Zerf (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Wissen)

Ausgangslage: Der VfB hat zwei seiner fünf Heimspiele verloren (in Wissen waren zuletzt Bitburg und die Schneifel-SG unterlegen) und steht mit 19 Punkten im oberen Tabellenmittelfeld. Die mit einer Englischen Woche beanspruchten Zerfer zeigten sich zuletzt sehr formstark – das Maximum zwölf Punkte aus den jüngsten vier Spielen hat kein anderes Liga-Mitglied aufzuweisen. SG-Spielertrainer Fabian Mohsmann warnt vor „einer unbequemen Mannschaft, die sehr heimstark ist. Sie haben eine gute Struktur. 

Personal: Der Kader muss aufgrund zahlreicher Ausfälle mit drei Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt werden. Timo Mertinitz fehlt zudem privatbedingt, Mohsmann hofft, dass zumindest Lucas Thinnes wieder eine Option von der Bank aus ist. „Wir werden nur mit 13, 14 Leuten nach Wissen fahren.“

SG Neitersen – FC Bitburg (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen Neitersen)

Ausgangslage: Bitburg hat nach dem hart erkämpften 2:1-Heimerfolg gegen Montabaur einen einstelligen Tabellenplatz erreicht. Nach dem Sieg der Moral ist FCB-Trainer Fabian Ewertz optimistisch: „Wir nehmen knapp 200 Kilometer Anfahrt auf uns und wollen daher etwas mitnehmen. Ich erwarte einen eher defensiven Gegner, der schnelle Gegenangriffe fährt und einen extrem guten Lauf hat. Wir sind ebenfalls gut drauf und setzen uns immer mehr in die obere Tabellenhälfte ab.“ Die Westerwälder haben ihre Serie von Auswärtssiegen sogar gegen Ahrweiler ausgebaut, aber daheim noch keinen einzigen Punkt geholt.

Personal: Im Vergleich zur Vorwoche gibt es keine weiteren Ausfälle. Dagegen wird Kai Edringer nicht mehr im Bitburger Trikot auflaufen, da die Zusammenarbeit ab Winter offiziell beendet wird.  Nach TV-Informationen stimmte die Trainingsbeteiligung dses 28-jährigen Mittelfeldspielers nicht mehr.

SG Ellscheid – Ahrweiler BC (Sonntag, 15.30 Uhr, Kunstrasenplatz Strohn)

Ausgangslage: Als Tabellenschlusslicht haben die Alfbachtaler (zuletzt mit 2:4 gegen den TuS Mayen verloren) gegen den Zweiten aus Ahrweiler nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Gästestürmer Almir Porca ist mit 14 Toren weiterhin das Maß aller Dinge (Markus Boos ist mit vier Treffern erfolgreichster Schütze der SG). Überraschenderweise mussten sich die Gäste zuletzt mit 2:3 gegen Neitersen geschlagen geben. Das Ellscheider Trainerduo Michael Häb/Daniel Haas prophezeit: „Wir treffen auf die beste Mannschaft der Klasse, die keinen Schwachpunkt hat. Dabei erinnern wir uns gerne an vorige Saison, als wir dort einen Punkt entführten. Ahrweilers offensive Spielweise kommt uns entgegen.“

Personal: Christoph Gräfen (Steißbeinfistel), Johannes Volz (Meniskus), Matthias Alt (Borreliose), Moritz Engel (Muskelfaserriss) und Kai Gayer (Knie) fallen weiterhin aus, während Yannick Becker und Thomas Schweisel ins SGE-Team zurückkehren. 

FC Metternich – SV Mehring (Sonntag, 15.30 Uhr, Kunstrasenplatz Metternich)

Ausgangslage: Nach zwölf Spieltagen stecken die Moselaner tief im Abstiegskampf und belegen mit sieben Punkten (nur) den vorletzten Platz. Das ist viel zu wenig für den Ex-Oberligisten, der zuletzt auch gegen Malberg den Kürzeren zog (1:2). Ein Hoffnungsschimmer liegt in der Tatsache, dass der SVM den einzigen Punkt aus den jüngsten sieben Spielen in der Fremde sicherte (2:2 in Mendig). Metternich ist ein Team der Gegensätze: Die Koblenzer haben die zweitbeste Offensive (32 Treffer) und mit 34 Gegentreffern die zweitschlechteste Defensive. SVM-Trainer Jan Mombach sagt: „Wir treffen auf ein eingespieltes Team, das durch ein sehr gutes Umschaltspiel überzeugt und zudem physisch stark ist. Daher müssen wir höllisch aufpassen, aber wollen es spielerisch lösen.“

Personal: Im Vergleich zur Vorwoche gibt es laut Mombach weiterhin einige angeschlagene und verletzte Spieler, aber es werde wieder eine „schlagkräftige Mehringer Truppe“ auflaufen. 

Der FSV Trier-Tarforst ist an diesem Wochenende spielfrei.